Englisch

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Englisch

Englisch - eine Sprache setzt sich durch

Amerikanisches und britisches Englisch haben viele Gemeinsamkeiten.

Großbritannien – eine kleine Insel im nördlichen Atlantik - wie kommt es, dass ausgerechnet von dieser Insel eine Sprache in die Welt hinausgetragen wurde, die alle Sprachen dominiert? Was hat dazu geführt, dass viele Musiker ihre Lieder in Englisch singen?

Dass Regierungen auf internationalen Gipfeltreffen auf Englisch kommunizieren? Dass Schulen in vielen Ländern weltweit Englisch als Pflichtfach im Schulprogramm haben. Da erscheint es naheliegend, alles daran zu setzen, diese wichtige Sprache zu lernen. Glücklich, wer in der Schule ein gutes Fundament geschaffen hat.

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Englisch als Weltsprache

Englisch hilft Ihnen vor allem im Ausland, um sich mit anderen zu verständigen.

Heute sprechen geschätzte 330 Millionen Menschen Englisch als Muttersprache und die Sprache geht weit über England und Großbritannien hinaus. Die USA, Kanada, Australien sind als große Länder zu nennen. Aber es gibt auch afrikanische und asiatische Staaten, in denen Englisch eine von mehreren Amtssprachen ist. Indien, Kenia und Südafrika sind nur drei Beispiele.

Bei vielen Konferenzen auf internationaler Ebene - EU, G7, UNO und so weiter - ist Englisch eine Umgangssprache. Jenseits der durch Dolmetscher dominierten offiziellen Gespräche, findet die inoffizielle Kommunikation - zwischen Tür und Angel - größtenteils in Englisch statt.

Englisch sprechen und singen auch viele Musiker, die uns in Radio und Fernsehen begegnen. Dieser Trend zeigt sich unter anderem im Eurovision Song Contest, dem früheren Grand Prix d'Eurovision de la Chanson. War es bis 1997 erforderlich, den Liedbeitrag in einer Amtssprache des Herkunftlandes vorzutragen, wurde diese Regel 1998 abgeschafft. Englische Lieder dominieren nun den Liederwettstreit.

Entstanden in England breitete sich Englisch zuerst über Großbritannien aus. Auch wenn Sprachen wie Keltisch und Gälisch heute noch in kleinen Teilen Großbritanniens gesprochen werden, setzte sich Englisch durch. Aufgrund von Kolonialismus und Auswanderungen kam die Englische Sprache nach Amerika, Indien, Afrika, Australien.

Und heute müssen Schüler auf der ganzen Welt Englisch lernen. In vielen deutschen Bundesländern ist es sogar Pflichtfach im Lehrplan. Erwachsene lernen in Sprachschulen Englisch zu sprechen. So können sie sich weltweit in dieser Sprache verständigen.

Business English

In vielen Berufen genießt die englische Sprache in Wort und Schrift ein hohes Ansehen.

Auch im Geschäftsleben ist die englische Sprache seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. In Bezug auf die Kommunikation mit internationalen Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten ist Englisch meistens Voraussetzung und eine absolute Notwendigkeit, um Verträge abzuschließen und eine reibungslose Zusammenarbeit zu beschleunigen.

Bereits bei der Job-Bewerbung legen auch mittlerweile viele Firmen sehr viel Wert auf eine kompetente Beherrschung der englischen Sprache und gute Noten in diesem Fach müssen für viele Arbeitgeber im Lebenslauf vorhanden sein.

In der IT-Branche und im Internet ist Englisch ebenfalls die Standard-Sprache in Bezug auf die Begriffe und die Leistungen, mit denen man tagtäglich konfrontiert wird. Bei der Bedienung von Software, beim Lesen und Verfassen von technischen und naturwissenschaftlichen Forschungsberichten und zum Verstehen von englischen Fachbegriffen ist Englisch natürlich auch überall präsent.

Warum ist das Lernen und Beherrschen der englischen Sprache so wichtig?

Ein Sprachschule kann Ihnen helfen, sich Grundkenntnisse in Englisch anzueignen.

Die Welt ist mittlerweile vollständig vernetzt. Es gibt internationale Konzerne, multilaterale Zusammenarbeit in der Politik, Menschen reisen beruflich und aus touristischem Interesse in entfernte Länder. Kommunikation ist dabei unerlässlich. Und auch wenn es Dolmetscher und Fremdenführer, die Deutsch beherrschen, gibt, bleibt noch die Alltagskonversation. Dazu kann in vielen Ländern auf Englisch zurückgegriffen werden.

Im Internet, in der Kultur, in sozialen Netzwerken, überall treffen Menschen auf die Englische Sprache. Je sicherer jemand Englisch sprechen kann, je leichtfüßiger bewegt er sich in diesen Medien.

Wer sich beruflich neu orientiert, steigert auch seine Karrierechancen mit dem Beherrschen dieser Fremdsprache. In vielen Berufen wird es sogar inzwischen erwartet. Darum planen Studierende gezielt Auslandssemester in London oder einer anderen großen Stadt im englischsprachigen Raum ein.

Die Englische Sprache in Wort und Schrift

Business-Englisch sollte sowohl in Wort als auch in Schrift beherrscht werden.

Die Gründe, Englisch zu lernen und zu sprechen sind vielfältig. Die Schule legt dazu meist ein solides Fundament. Sprachschulen bieten darüber hinaus an, gezielt Gespräche einzuüben. Englisch lernen bedeutet dann mehr als Vokabeln und Grammatik. Sicherheit soll vermittelt werden.

Auch ein Aufenthalt in England kann mit dem Besuch einer Sprachschule verknüpft werden. Es macht Spaß, eine Sprache in ihrem Ursprungsland zu lernen und gleichzeitig anzuwenden. Sich in London einer englischsprachigen Stadtführung anzuschließen, kann dann zu einem interessanten Test werden, wie weit das Verständnis der Englischen Sprache vorangeschritten ist. Die Alltagstauglichkeit kann anschließend in einem Gespräch mit einem der anderen Touristen überprüft werden.

Entwicklung der Englischen Sprache - eine kurze Übersicht

Viele britische Schriftsteller nutzen die englische Sprache in ihren Werken und Veröffentlichungen.

Im 5. Jahrhundert nach Christus begannen Germanen, darunter auch Angeln und Sachsen, die Britische Insel zu besiedeln. Ihre Sprache, der Angelsächsische Dialekt, breitete sich immer weiter aus. Die Keltische Sprache wurde zurückgedrängt. Angelsächsisch wird heute als die Altenglische Sprache bezeichnet, die auf die Jahre 450 bis 1100 eingegrenzt wird. Anfangs in Runenschrift niedergeschrieben, führten später irische Missionare die lateinische Schrift ein.

Mit der Eroberung Britanniens durch die Normannen im 11. Jahrhundert veränderte sich die Altenglische Sprache hin zum Mittelenglischen. Normannische Einflüsse wurden anfangs nur von Herrschern und Adeligen übernommen. Nach und nach gingen diese Einflüsse in die Alltagssprache über.

Mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert wurde eine Vereinheitlichung der Sprache in Großbritannien versucht. Neuenglisch entstand durch Festlegungen in Grammatik und Aussprache. Bekanntester Vertreter, der diese Sprache anwendete, ist bis heute William Shakespeare. Seine Verse gelten bis heute als Musterbeispiel für die neue Amtssprache, die sich - von London ausgehend - durchsetzte und heute noch gesprochen wird.

Welche Dialekte gibt es und was sind ihre Merkmale?

Es gibt zahlreiche Dialekte der Englischen Sprache. Einige sollen hier vorgestellt werden.

Dialekte gibt es auch im Englischen - diese könnten nicht unterschiedlicher sein.

Regionale Akzente:
Das gesprochene Englisch weist große Unterschiede zwischen den Regionen in Großbritannien auf, in denen es die vorherrschende Sprache ist. Zum Beispiel hat das Vereinigte Königreich die größte Vielfalt an Akzenten aller Länder, was bedeutet, dass es keinen einzigen „britischen Akzent“ gibt und es allein in England erhebliche Unterschiede innerhalb der Akzente der englischen Sprache gibt.

Die meisten regionalen Akzente verwenden auch ihre eigenen Wörter und Sätze, die möglicherweise von anderen Muttersprachlern außerhalb der Region nicht erkannt werden. Auf dem Foto rechts sind beispielsweise typische Wörter und Redewendungen aus Derby in den East Midlands zu sehen. „Ey up me Duck“ ist ein typischer Derby-Gruß für „Hallo“ und „Cob“ zum Beispiel ist ein gängiges Wort in Derby, das „Brötchen“ bedeutet.

Eine breite Palette von Akzenten wird in den West Midlands (Birmingham, Coventry, Stoke-on-Trent und Wolverhampton), in den East Midlands (Derby, Leicester und Rutland, Lincoln, Northampton und Nottingham), im West Country Devon, Somerset, Gloucestershire, Bristol und Dorset), natürlich auch „Cornish“ in Cornwall, sowie in vielen ländlichen Gebieten wie Herefordshire und South Worcestershire gesprochen.

Es gibt sogar auch große Unterschiede innerhalb des Großraums London, wobei verschiedene Akzente wie Cockney, Estuary English, Multicultural London English und Received Pronunction in der gesamten Region und den Home Counties sowie in East Anglia (Norfolk, Suffolk und Cambridgeshire) zu finden sind.

Der schottische Dialekt ist einer der Bekanntesten der englischen Sprache.

Schottisch:
Beeinflusst vom Gälischen - wird heute noch gesprochen- und der Sprache der Nordvölker (Wikinger) entwickelten sich eigene Wortschöpfungen wie "Loch" statt "Lake" (See). Und so wird "Scotland" (Englisch) heute von vielen noch "Skortlond" (Schottisch) genannt.

Walisisch:
Hierbei handelt es sich um eine eigene Sprache, die nicht im Entferntesten an Englisch erinnert. Aber sprechen Waliser Englisch - so heißt es - erkennt man sie sofort an der langgedehnten Aussprache.

Cockney:
Ein Dialekt, der sich unter den Arbeitern im East End von London entwickelt hat. Im Osten Londons kann diese Variante heute noch gehört werden. Das "th" wird wie "f" ausgesprochen, Vokale werden in die Länge gezogen, manche Worte werden undeutlich ausgesprochen.

American English:
Auswanderer brachten die Englische Sprache in die neue Welt, entwickelten aber auch einen eigenen Dialekt. Iren, Engländer, Schotten, Waliser trafen in Amerika aufeinander und durchmischten ihre eigenen charakteristischen Sprachmerkmale. Vor allem in der Aussprache unterscheidet sich American von British English.

Es gibt noch viele kleinere Dialekte, die bestimmten Städten oder Regionen in Großbritannien zugeordnet werden können. Einige Sprachvarianten neigen zu starken Veränderungen, wie zum Beispiel „Geordie“, ein Dialekt aus Newcastle. Andere unterscheiden sich kaum, so etwa wie im Bezirk Yorkshire.

Englisch - eine lebendige Sprache mit Geschichte

Wer viel reist und die Welt entdecken möchte, sollte unbedingt Herr der englischen Sprache sein.

Zusammenfassend bleibt also festzustellen, dass Englisch eine lebendige Sprache mit einer wechselvollen Geschichte ist. Sie zu lernen und zu sprechen macht Spaß und hilft tatsächlich weiter - beruflich wie privat.

Und wer schon einmal in Manchester, in Liverpool oder einer anderen Stadt Urlaub gemacht hat, wer die Vielfalt von Wales bis Schottland erlebt hat, wer die Landgüter in Yorkshire und Essex gesehen hat, wer am Loch Ness oder vor den Steinmonumenten von Stonehenge gestanden ist, kann sich der Faszination, die diese Insel ausübt, sicherlich nicht mehr erwehren.



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