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Kanalinseln

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Erhabener Anblick im Ärmelkanal: Die Kanalinseln im Sonnenuntergang

Zwischen England und Frankreich im Ärmelkanal gelegen, vereinen die Kanalinseln das beste aus zwei Welten: den very british Lifestyle mit Tea Time und liebenswertem englischen Akzent und das französische Savoir-vivre. Landschaftlich und klimatisch entpuppen sich die Kanalinseln – Jersey, Guernsey, Sark, Alderney und Herm – als wahres Paradies. Im Sommer erleben Sie hier eine wahre Explosion der Farben und Düfte und die Gärten scheinen der Last der wild und voller Lebenslust erblühenden Pflanzen kaum standhalten zu können.

Hinzu kommt ein unvergleichliches, kräftiges Licht, das der besonderen geographischen Lage der Inseln geschuldet ist und das die Kanalinseln zu einem wahren Traumziel macht. Das Wetter findet hier zudem die ideale Balance zwischen angenehmen Temperaturen, wie man sie im Sommer auch auf dem britischen Festland häufig findet (nur in der Regel weniger niederschlagsreich), und jenem manchmal schon mediterran anmutenden (wenn auch wegen der Atlantikküste stürmischeren) Klima Frankreichs. Die Lage der Kanalinseln – gesprenkelt zwischen zwei Welten – erfahren Sie also in jedem Detail Ihres Urlaubs. Und genau das macht einen Urlaub auf den Inseln im Ärmelkanals so besonders.

Spuren der frühen Geschichte auf den Kanalinseln

Jersey ist die größte der Kanalinseln im Ärmelkanal.

Bis vor etwa 4.000 Jahren gehörten die Kanalinseln zum kontinentalen Festland. So ist es auch zu erklären, dass sie schon sehr früh besiedelt waren und sich Spuren dieser frühen Besiedlung noch heute vielerorts finden lassen. So finden sich auf Guernsey und Jersey alte Megalithanlagen, die auf 4.500 v.Chr. zurückdatiert werden konnten. Les Fouaillages auf Guernsey (nördlich von Saint Peter Port) gehört zu den ältesten Megalithanlagen Europas. In Steinkreisen platzierte Steinkisten, wie man sie hier fand, sind sonst nur noch auf Malta zu finden.

Sie sind Zeugnis einer Welt im Umbruch und verweisen deutlich auf jene Zeit, in der sich der Meeresspiegel anhob und die Inseln vom Festland getrennt wurden. So entstand hier ein Mikrokosmos, der eigene Sonderformen ausbildete. Einige der zahlreichen Funde können heute im Museum von Saint Peter Port besichtigt werden. Ähnlich alt ist „Le Pinnacle“ auf Jersey.

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Wer auf den Spuren der Geschichte über die Kanalinseln wandeln möchte, kann vielerorts Menhire und insgesamt 23 weitere Megalithanlagen entdecken. Saint Peter Port, der Hauptort der Insel Guernsey, hat seine Ursprünge in der Eisenzeit und war seither ständig besiedelt. Dieser Tatsache sind auch mehrere Funde aus der Römerzeit geschuldet. Im Hafen liegt zum Beispiel ein Wrack aus dieser Zeit.

Die Kanalinseln zwischen den Welten und Zeiten

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Auf Grund ihrer besonderen Lage im Ärmelkanal ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Kanalinseln immer wieder Anlass für Streit und Ärgernis zwischen England und Frankreich boten. Schon im Mittelalter waren die Inseln Eigentum des Herzogs der Normandie. Einer von ihnen, Wilhelm der Eroberer, wurde 1066 nach der Schlacht von Hastings, König von England und nahm die Herrschaft über die Kanalinseln dorthin mit. Bis heute tragen die englischen Könige, als seine Nachfahren und Erben, diesen Titel.

Seit dem 11. Jahrhundert gehören die Kanalinseln also zu England, obwohl sie geographisch näher an Frankreich liegen und hier neben der offiziellen Amtssprache Englisch noch immer ein besonderer französischer Dialekt gesprochen wird. Das Patois ist eine französische Mundart, die aus dem Normannischen abgeleitet wird und – lange Zeit als „bäuerisch“ belächelt – in den ländlichen Regionen der Normandie und auf den Kanalinseln überlebt hat.

Im Zweiten Weltkrieg dann spielten die Kanalinseln eine entscheidende Rolle, waren sie doch Teil des Atlantikwalls, einer 2.685 Kilometer langen Befestigungslinie der deutschen Besatzer, die sich von Frankreich über Belgien, die Niederlande, Dänemark und Norwegen zog und die Westfront der eroberten und verbündeten Gebiete markierte. Bereits 1940 waren die Kanalinseln beinah kampflos an die deutschen Truppen übergegangen. Zeugnis der deutschen Besatzung legen noch heute die vielen Bunkeranlagen ab, die zum Beispiel entlang der Küste von Guernsey errichtet worden sind. Seit dem 9. Mai 1945 sind die Kanalinseln aber wieder Eigentum Großbritanniens und die farbenfrohe Natur hat längst begonnen, die Zeugnisse der Geschichte zurückzuerobern. Folgt man den schönen Klippenpfaden und Küstenwanderwegen sind sie manchmal zwischen all den Blüten, Büschen und Sträuchern kaum auszumachen.

Schätze und Sehenswürdigkeiten auf den Kanalinseln

Doch es gibt auch so genug anderes, was man auf Streifzügen über die Kanalinseln entdecken kann. Das Schöne dabei ist, dass die Inseln verhältnismäßig klein sind; ein Auto ist also nicht unbedingt notwendig. Selbst Jersey (116 qkm) und Guernsey (63,4 qkm), die größten Inseln des Archipels, lassen sich bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Die Streifzüge führen Sie durch sanfte Hügellandschaften, die von verwitterten, alten Steinmauern durchzogen und von knorrigen, windschiefen Bäumen durchbrochen werden. Die kurvigen, schmalen Straßen, die sich ihren Weg durch die Hecken bahnen, verbinden alte Gutshäuser, Gehöfte und malerische Cottages, die von Blumenkästen übersät zwischen blühenden Büschen hervorluken.

Kommt man an die Küste erwarten den Besucher beschauliche Fischerdörfer mit bunten Häuserfassaden, lebendigen Einkaufsstraßen und weißen Yachten, die im Hafen dümpeln. Abseits der Städte und Dörfer warten die Kanalinseln mit paradiesisch weißen Sandstränden auf. Nicht umsonst lautet der Slogan der Insel Herm, die im Wesentlichen aus Strand besteht: „Spend a day in paradise“. Wo könnte man den Alltag besser vergessen als auf kleinen Inseln, auf denen es keine Autos gibt und auf der die Uhren viel langsamer zu gehen scheinen, Inseln, die nur mit auf den Wellen wild tanzenden Fähren zu erreichen sind und auf denen die Lichter eines einzelnen Hotels die Nacht erhellen?

Eine neolithische Vergangenheit auf den Kanalinseln

Dass so kleine Inseln nicht mit eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten auftrumpfen, liegt wohl auf der Hand, doch es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Neben den bereits erwähnten neolithischen Anlagen aus der Frühzeit der Besiedlungsgeschichte der Kanalinseln, können Sie hier und da über wahre Fundstücke stolpern. Bestes Beispiel dafür ist die Little Chapel auf Guernsey, eine winzige Kirche aus Muscheln und Scherben, angelegt als Kopie der Grotte von Lourdes. Sie gilt als die kleinste geweihte Kapelle der Welt und ist an einigen Stellen so winzig, dass man kaum darin stehen kann. Doch die Liebe und Hingabe, mit der sie errichtet wurde, ist in jedem Detail spürbar.

Der Mönch Déodat Antoine hatte 1914, inspiriert durch das Wunder in Lourdes, mit dem Bau der Kapelle begonnen. Drei Meter lang und zwei Meter breit sollte seine Kapelle werden. Zwei Mal riss er sie mit eigenen Händen wieder ein, bevor er mit dem dritten Anlauf schließlich zufrieden war. Er starb, bevor er die Kapelle fertigstellen konnte. Nach einem Zeitungsartikel im Daily Mirror sendeten Menschen aus aller Welt schönste Porzellanscherben und Perlmuttstücke ein, mit denen die Kapelle schließlich fertiggestellt wurde.

Das ist nur eine von vielen kleinen Geschichten, die die Kanalinseln so liebenswert machen und die viel über den wunderbaren Menschenschlag verraten, der hier zuhause ist. Die Bewohner der Kanalinseln sind freundliche, aufgeschlossene, gastfreundliche Menschen, die Ihren Aufenthalt hier zu einem unvergesslichen Erlebnis machen werden. Fügen Sie nun noch köstliche Gerichte von der Atlantikküste und aus der gehobenen englischen Küche hinzu und Sie haben einen ersten Eindruck davon, wie schön es auf den Kanalinseln sein kann.

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