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Das Trinken von Whisky ist untrennbar mit dem Erlebnis Schottland verbunden.

Wasser des Lebens, „uisge beatha“, nennen die Schotten den Whisky, das Gold dieses mit Schönheiten so reich gesegneten Landes. Schottland und Whisky – das gehört irgendwie zusammen. Irgendetwas ist an diesem Land, dass dazu verführt, an einem Glas guten Scottish Single Malt Whiskys zu nippen, das würzige, manchmal scharfe, manchmal rauchige, manchmal honigmilde Aroma über die Zunge laufen und die Hitze des Lebenswassers den Hals herunter rinnen zu lassen.

Der Whisky scheint etwas von der Seele dieses Landes einzufangen – ein Gefühl, eine Ahnung, die man bestätigt findet, wenn man eine Whisky-Destillerie besucht und sich anschaut, wie der Whisky hergestellt wird. Da kommt alles gute aus Schottland zusammen: das Getreide der fruchtbaren Felder im Süden und Osten Schottlands, das klare Bergwasser der Highlands und das würzige Aroma des Torffeuers, das in den Wintermonaten über dem Land liegt und untrennbar mit Großbritannien verbunden ist.

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Whisky so richtig schottisch genießen

Die Schotten lieben ihren Whisky und sie schwören darauf, dass nirgendwo ein besserer Tropfen hergestellt wird. In einem Pub die Frage zu stellen, welchen Whisky man probieren soll, mündet nicht selten in ein langes, feucht-fröhliches Fachgespräch unter den Einheimischen. Dabei ist es in Anbetracht der verschiedenen Aromen fast unmöglich, auch nur annähernd eine Empfehlung zu geben. Der eine mag er den fruchtigen, milden Whisky, der andere schwört auf den scharfen, rauchigen Lagavulin, auf Talisker oder Laphroaig. Nur in einem ist man sich einig: Guter Whisky wird nicht – wie in Irland – Whiskey geschrieben und kommt weder aus Irland noch aus den USA. Das Wasser des Lebens muss aus Schottland kommen und mit schottischem Zutaten zubereitet werden.

Wie man den Whisky dann trinkt, ist wieder eine andere Geschichte. Auch darüber streiten sich die Pub-Philosophen sehr gern. Die häufig zitierte Doktrin, Whisky dürfe nur pur, ohne Eis, ohne Wasser und ohne Coke getrunken werden, spaltet die Whisky-Trinker Schottlands. Während die Einen noch immer schwören, dass man das Wasser des Lebens nur pur genießen dürfe, sagen die Anderen, dass ein winziger Tropfen Wasser erst das volle Aroma des Whiskys entfaltet. Von Eis raten viele Liebhaber ab, denn es nimmt dem edlen Tropfen das Aroma und betäubt die Zunge. Wer seinen Whisky in Schottland aber trotz allem nicht ohne Coke trinken kann, der darf das auch in einem schottischen Pub tun – wenn er den Blick der Einheimischen ertragen kann.

Es lohnt sich dabei, dem schottischen Whisky-Glas etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, das in seiner Form einer Destillerie nachempfunden zu sein scheint: dicker Bauch und schmaler Hals. Der Besitzer der kleinsten Destillerie Schottlands, der Loch Ewe Whisky Distillery im Wester Ross erklärte die Form des Glencairn-Glases mit stolzgeschwollener Brust folgender Maßen: „Nur ein Schotte kann ein Glas erfinden, das umkippen kann, ohne dass etwas ausläuft.“ Um das zu demonstrieren, legte er das Glas mitsamt seinem goldenen Inhalt auf die Seite und drehte es im Kreis. Der dicke Bauch des Glases hielt den Schatz sicher in Verwahrung.

Wenn die Diskussion über den besten Whisky im Pub dann also allzu hitzig wird, geht auch dann nichts von dem edlen Tropfen verloren, wenn das Glas einmal umkippt. Natürlich sorgt der schlanke Hals zusätzlich dafür, dass sich das Aroma voll entfaltet und dem Trinkenden schon beim Heben des Glases genussvoll in die Nase steigt. Das klassische, breite und flache Whiskyglas hat hingegen in der Regel einen zusätzlich beschwerten Boden: Es kippt gar nicht erst. Kommt vielleicht auch hier der sprichwörtliche schottische Geiz durch (von dem man bei den gastfreundlichen Schotten in der Regel gar nichts merkt) oder ist es einfach die große Liebe zum Whisky, die zu solchen Erfindungen inspirierte?

Ein Blick auf die Geschichte des schottischen Whiskys

Darüber, wie man Whisky richtig trinkt, scheiden sich die Geister.

Die Liebe der Schotten zum Wasser des Lebens ist uralt. Zwar wurde das Wort Whisky in Schottland erst erstmals 1736 erwähnt, doch die Schottisch-Gälische Bezeichnung „uisge beatha“ (gesprochen uschkeba) ist schon so alt, dass sich ihre Ursprünge kaum noch zurückverfolgen lassen. Wie so vieles in Schottland liegen auch die Wurzeln des beliebten Nationalgetränks im Nebel der Geschichte verborgen. Es waren vermutlich die Kelten in Britannien, die sich als erste auf die Kunst des Destillierens einer wasserklaren, stark alkoholhaltigen Flüssigkeit verstanden.

Später waren es dann vor allem die Klöster, die damals – zu Beginn der Christianisierung der Insel – eigene Gasthäuser betrieben, die das Wissen um die Whisky-Herstellung bewahrten und verbreiteten. Noch später hatte jeder schottische Clan eine eigene Destillerie, in der er Whisky zum Eigengebrauch herstellte. Die erste lizensierte Brennerei entstand 1608 dort, wo heute die Old Bushmills Destillerie liegt. Weil sich die Schotten jedoch weigerten, Steuern für den Whisky zu bezahlen, wurde er 1707 verboten. Das Whisky-Brennen war nun nur noch Brennereien mit staatlicher Genehmigung zu vorbehalten.

Das hinderte die Schotten natürlich nicht daran, weiterhin geheime Destillerien zu betreiben und intensiven Whisky-Schmuggel zu veranstalten. Zahllose alte Legenden der schottischen Highlands erzählen von waghalsigen Schmugglern, die den englischen Herren ein Schnippchen schlugen. So soll ein Mann beispielsweise für das illegale Brennen von Whisky verhaftet worden sein, aber den Gefängniswärter, der selbst ein großer Liebhaber des goldenen Tropfens war, mit Whisky bestochen haben, sodass er jede Nacht die Zelle verlassen und in seine Brennerei zurückkehren konnte.

Zwei Jahre währte diese friedliche Übereinkunft, mit der beide Seiten mehr als zufrieden waren. Immer wieder aber kam es auch zu blutigen Auseinandersetzungen wegen des Whiskys. Zahllose Gesetze wurden erlassen und sollten eine Regelung für das Brennen von Whisky schaffen, mit der auch die Schotten einverstanden waren. Unruhen und Widerstand fanden erst mit dem Act of Excise, 1823, ein Ende, der das Brennen von Whisky gegen eine Gebühr von 10 Pfund und einen festen Steuerbetrag pro Gallone, bei maximal 40 Gallonen pro Brennblase, erlaubte. Endlich lohnte sich die legale Produktion von Whisky und tausende illegale Brennereien verschwanden innerhalb kürzester Zeit. So ist es bis heute geblieben und Whisky ist so beliebt und begehrt wie eh und je. Und das nicht nur in Schottland: Die Deutschen tranken allein 2011 66,7 Millionen Flaschen Whisky (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Und wenn Sie dann im Pub Ihr Whisky-Glas heben, vergessen Sie nicht „slàinte mhath“ [ˌslɑːndʒə ˈva] zu sagen: Das ist Schottisch-Gälisch für „gute Gesundheit“. Dann schmeckt der Whisky gleich noch einmal so gut.

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