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Walisisch

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Schilder wie dieses muss man auf Walisisch erst einmal lesen lernen.

Schon innerhalb der ersten Sekunden, die man in Wales verbringt, wird klar: Walisisch ist keine tote Sprache. Während in Irland, Schottland und Cornwall nur noch leidliche Überreste der alten keltischen Sprachen übrig geblieben sind, ist das Walisische noch immer so lebendig wie eh und je. Jedes noch so unbedeutende Schild ist zweisprachig gestaltet und vor allem in Nordwales bilden die Menschen, die Walisisch als ihre Muttersprache sprechen, noch immer eine Mehrheit (bis zu 70%). Darauf ist zum Beispiel auch das Fernsehprogramm in Wales ausgerichtet.

BBC Wales bzw. BBC Cymru sendet sowohl in Englisch als auch auf Walisisch und ist vor allem für die walisische Nachrichtensendung, „Newyddion“, und die Seifenoper „Pobol y Cwm“ („Die Menschen aus dem Tal“) bei den Walisern sehr beliebt. BBC Wales ist auch sonst sehr bemüht, die walisische Sprache voranzutreiben. Auf ihrer Website bietet die BBC die Rubrik Learn Welsh an, die nur dem Walisisch lernen gewidmet ist. Die „Big Welsh Challenge“ zum Beispiel war ein Projekt, in dem fünf Prominente in 12 Monate Walisisch lernten. Mit Online-Kursen, Clips und Übungsprogrammen animiert die BBC so mehr und mehr Menschen dazu, Walisisch zu lernen und auch im Alltag zu nutzen.

Dennoch muss man in Wales nicht befürchten, dadurch Verständigungsprobleme zu bekommen – mit sehr wenigen Ausnahmen spricht jeder Englisch. Doch wer Walisern untereinander lauscht, bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie sehr sich Walisisch von anderen modernen Sprachen unterscheidet. Walisisch durch reines Zuhören zu erlernen, ist vermutlich beinahe unmöglich.

Walisisch lernen: das Alphabet

Dazu kommt die Schrift. Das walisische Alphabet, unterscheidet sich von unserem Alphabet nicht nur dadurch, dass einige Buchstaben fehlen – das „k“ zum Beispiel, das „q“, das „v“, „x“ und das „z“ – sondern auch dadurch, dass es ein paar Buchstaben gibt, die wir nicht kennen: ch, dd, ff, ng, ll, ph, rh und th. Diese Buchstaben – und einige andere Besonderheiten – sind es, die daran schuld sind, dass wir die meisten walisischen Wörter, die uns im Urlaub begegnen, nicht ohne weiteres lesen können. Das hapert schon an der Aussprache. Deshalb wollen wir hier zunächst einige allgemeine Hinweise zur Aussprache walisischer Wörter geben:

  • ein „w“ wird wie ein „u“ ausgesprochen.
  • ein „u“ hingegen klingt meistens eher wie ein „i“.
  • ein „c“ ist ein hartes „k“.
  • ein „ch“ ist ein kehlig gerolltes „ch“.
  • ein „dd“ ist ein sanftes „th“, wie man es aus dem Englischen kennt (gelispeltes d).
  • ein „ff“ ist ein sehr hartes „f“.
  • ein „f“ ist ein weiches „w“.

Walisisch und die besondere Aussprache

Darüber hinaus gibt es im Walisischen zwei echte Härtefälle: das „Ll“ und das „y“. Das „Ll“ steht am Wortanfang vieler walisischer Wörter und Ortsnamen (zum Beispiel Llanberis) und bereitet dabei die größten Schwierigkeiten. Eine deutsche Entsprechung für diesen Buchstaben gibt es nicht. Zur Aussprache wird die Zunge an den Gaumen gelegt, ein Stück hinter die Zähne. Nur die Zungenspitze berührt den Gaumen. Dann wird die Luft zu beiden Seiten der Zunge herausgeblasen, wodurch ein Laut entsteht, der eher an „chl“ oder „kl“ erinnert, aber stärker zischt.

Die Aussprache dieses Buchstaben erfordert einige Übung. Die Problematik beim „y“ im Walisischen liegt woanders: Der Buchstabe wird nämlich je nach Wort – bzw. Buchstaben-Nachbarschaft – verschieden ausgesprochen. Steht das „y“ nicht in der letzten Silbe des Wortes, ist es ein einfaches „ö“. Am Wortende jedoch wird aus dem „y“ ein „i“. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist das walisische Wort für Krankenhaus, „ysbyty“, das „ösböti“ ausgesprochen wird.

Kleine Vokabelkunde für Walisisch

Walisisch ist in Wales noch immer eine lebendige Sprache.

Um Walisisch zu lernen, gilt es, diese Regeln zu verinnerlichen. Zwar heißt das dann noch lange nicht, dass man solche Wortungetüme wie Llanfairpwll¬gwyngyllgogery¬chwyrndrobwll¬llantysilio-gogogoch aussprechen kann, die es nur in Wales geben kann, doch dann verwandeln sich wenigstens die meisten – normalen – Ortsnamen, die bis dahin Ähnlichkeit mit Hieroglyphen hatten, in etwas, was man lesen kann. Darüber hinaus kann man sich dann einige nützliche Vokabeln aneignen. Wie überall auf der Welt freuen sich auch die Menschen in Wales, wenn Besucher sie in ihrer Sprache ansprechen und sich so bemühen, ein Verständnis für die Kultur des Landes zu entwickeln.

Betritt man in Wales einen Laden, kann man den Verkäufer mit „S’mae“ (gesprochen „Simaie“) begrüßen. Das heißt: „Hallo, wie geht’s?“. Um jemanden gezielt nach seinem Befinden zu fragen, verwenden Sie die Phrase „Sut dach chi heddiw?“ (gesprochen: „Sut dachi hethiu?“), was so viel heißt, wie „Wie geht es Ihnen heute?“. Wenn Sie jemanden nach seinem Namen fragen wollen, sagen Sie: „Pwy dach chi?“ (gesprochen: „Pui dachi?“). Sich selbst stellen Sie mit den Worten „Sabine dw i“ oder „Michael dw i“ vor, wobei das „dw i“ nach den oben genannten Regeln als „du i“ ausgesprochen wird.

Walisisch für den Urlaubsalltag

Walisisch ist eine sehr höfliche Sprache. Wenn Sie sich bedanken wollen, sagen Sie „Diolch yn fawr“ (gesprochen „diolch ön waur“.), danke sehr! Haben Sie jemandem etwas gegeben, oder die Tür aufgehalten, ist die walisische Entsprechung für unser „bitte“ „dyma chi“ (gesprochen: „dömachi“). Bitten Sie aber jemanden um etwas, sagen Sie „os gwelwch chi’n dda“ (gesprochen: „osgewelachin da“). So sagen Sie zum Beispiel, um eine Tasse Tee zu bestellen: „Ga’i un banad o de, os gwelwch chi’n dda?“.

Um jemanden auf sich aufmerksam zu machen (Entschuldigen Sie bitte!), wählen Sie auf Walisisch den Satz „Esgusodwch fi“ (gesprochen: „esgududuchfi“). Die tatsächliche Entschuldigung ist jedoch „mae’n ddrwg gen i“ (gesprochen: „mein drug geni“). Einen guten Morgen wünschen Sie mit den Worten „bore da“ (gesprochen: „boreda“), zum guten Tag sagen Sie „pynhawn da“ (gesprochen: „pnaunda“) und um einen guten Abend zu wünschen, sagen Sie „noswaith da“ (gesprochen: „nosweithda“).

Zum Schluss noch zwei wichtige Sätze, die die Dinge etwas vereinfachen. Wollen Sie fragen, wie etwas auf Walisisch heißt, fragen Sie „Be‘ ydy Hospital yn cymraeg?“ (gesprochen: „Be ädi Hospital ön Kümreig“). Um das Gegenteil zu erfragen, und zu erfahren, was das kryptische Wort „ysbyty“ auf Englisch heißt, fragen Sie „Be‘ ydy ysbyty yn saesnaeg?“ (gesprochen: „Be ädi ysbyty ön säsneg?“). Wenn Sie sich einen Spaß erlauben wollen, fragen Sie doch einmal „Be‘ ydy Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch yn saesnaeg?“ Wenn Sie dann all das verinnerlicht haben, dann können Sie vielleicht schon bald von sich sagen: „Dw yn dysgu cymraeg“ - „Ich lerne Walisisch.“

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