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Schottland Geschichte

Schottland Geschichte

Geschichte Schottland

Steinkreise, wie der Ring of Brodgar, gehören zu den Geheimnissen der Geschichte von Schottland

Die Geschichte von Schottland ist schon immer stark an die Geschichte Englands gebunden gewesen und nur zu verstehen, wenn man die britische Insel als Ganzes betrachtet. So ergibt sich der Hauptkonflikt, der sich durch die Jahrhunderte zieht wie ein roter Faden, aus dem Kampf der Schotten gegen die Eroberer aus dem Süden.

Doch auch untereinander boten die Schotten sich genügend Grund für Kampf und Fehde. Und so bietet die Geschichte von Schottland Stoff für Sagen und Legenden und große Figuren wie William Wallace und Robert the Bruce („Braveheart“), Rob Roy und Bonnie Prince Charlie.

Die Anfänge der Geschichte von Schottland

Die Anfänge der Geschichte von Schottland unterscheiden sich kaum von denen überall auf der Insel und auch in Europa. Steinzeitliche Jäger und Sammler waren die Ersten, die sich in Schottland niederließen. Die ersten Siedlungen, deren Spuren wir mancherorts noch heute besuchen können, fanden sich auf den Inseln vor der Küste Schottlands, an Flussläufen und im Schutz der mächtigen Berghänge der Highlands.

In diese Zeit fällt auch der Bau von Steinkreisen überall in Schottland. Noch heute geben Kultstätten, wie der Ring of Brodgar oder die Stones of Stenness ebenso große Rätsel auf wie Stonehenge im Süden von England. Zwar weiß man heute, dass sie um 3.000 bis 2.500 v.Chr. errichtet wurden, doch wie die Menschen damals, in dieser noch so jungen Geschichte von Schottland, die Steine transportiert und aufgerichtet haben – und welchen Zweck sie damit verfolgten – weiß man heute nicht mehr. Dass astronomische Beobachtungen eine Rolle spielten, ist inzwischen jedoch allgemeiner Konsens.

Die römische Epoche der Geschichte von Schottland

Der römische Hadrians Wall ist ein Zeuge der Geschichte von Schottland

Um 43 n.Chr. brach auf der Insel ein neues Zeitalter aus: Die Römer besiedelten den Süden von England und arbeiteten sich dann stetig gen Norden vor. Weiter als bis in das südöstliche Schottland hinein sollten sie jedoch nicht gelangen.

Die Kaledonier (bzw. Caledonii), ein Stamm der Pikten, nach denen Schottland in der keltisch-lateinischen Sprache Caledonia hieß, leisteten erbitterten Widerstand. Zwar sollen die Römer unter Agricola eine entscheidende Schlacht gegen die schottischen Ureinwohner gewonnen haben, doch dort wo sich heute der Hadrians Wall befindet, war das römische Reich zuende.

Sein Nachfolger Antonius versuchte zwar einen weiteren Vorstoß gen Norden, scheiterte jedoch ebenfalls. Um 410 zogen sich die Römer von der Insel zurück und hinterließen sie den eindringenden Angeln und Sachsen, die das dunkle Zeitalter in der Geschichte von Schottland einläuteten. Man weiß heute kaum etwas über diese Zeit, da so gut wie keine Aufzeichnungen existieren. Doch Legenden – wie die von König Artus – haben sich bis heute hier gehalten.

Das dunkle Zeitalter in der Geschichte von Schottland

Helden der Geschichte von Schottland: Robert the Bruce vor dem William Wallace Monument

Zu dieser Zeit war das Land der Pikten, das wir heute als Schottland kennen, in vier Reiche aufgeteilt, die ständig miteinander in Streit und Krieg lagen. Zugleich mussten sie sich gegen die Wikinger und die Angeln verteidigen. Um 1034 vereinte Duncan I. erstmals das gesamte heutige Schottland zu einem einzigen Königreich: dem Kingdom of Scotia.

Doch auch innerhalb dieses Königreiches brodelte es an allen Ecken und Enden und die Überfälle der Wikinger setzten den Hochlandclans ebenfalls zu. William Shakespeare widmete dieser dunklen Epoche sein Drama „Mcbeth“, benannt nach Duncans Cousin, der 17 Jahre lang über Schottland herrschte.

Während im Süden der Insel die Normannen einfielen und William der Eroberer zum König von England erhoben wurde, flohen Teile des englischen Adels und der Bildungselite nach Schottland. Ende des 13. Jahrhunderts dann brachen die Schotttischen Unabhängigkeitskriege aus, deren bekannteste Figuren – William Wallace und Robert the Bruce – heute Nationalhelden sind. Die Machtergreifung der Stewarts schien eine Wende einzuleiten. Während in England die Rosenkriege tobten, erlebte die Geschichte von Schottland eine ruhige Periode, die erst nach dem Tod James V. endete, der nur eine Tochter, die zukünftige Mary, Queen of Scots, Maria Stuart hinterließ. Durch eine Ehe mit dem französischen Kronprinzen wurde sie zur Königin von Schottland und Frankreich und damit zur größten Widersacherin von Queen Elizabeth I., die sie schließlich 1587 köpfen ließ.

Die Geschichte von Schottland unter englischer Krone

James VI., Marias Sohn, wurde nach dem Tod von Elizabeth zu König James I. von England gekrönt, sodass Schottland und England nun von einem einzigen Monarchen regiert wurden. James verlegte seinen Hof nach England und besiegelte damit das Ende der schottischen Autonomie. Unter James‘ schwachem Sohn Charles I. entbrannte daraufhin in England ein fürchterlicher Bürgerkrieg. Erst die harte Hand Oliver Cromwells konnte die Situation beruhigen. Charles II., der allgemein als einer der fähigsten Stuart-Könige betrachtet wird, starb kinderlos.

Ihm folgte Jakob II., der Herzog von York, auf den englisch-schottischen Thron. Als dieser jedoch versuchte, Schottland zu rekatholisieren, brach die Glorreiche Revolution (1688) aus, in deren Verlauf Jakob abgesetzt und durch Maria II. und ihren protestantischen Ehemann ersetzt wurde. Jakob wartete unterdessen im französischen Exil auf seine Rückkehr. Mit der Unterstützung der schotttischen Jakobiten sollte es dann schließlich seinem Sohn Charles Edward Stuart (Bonnie Prince Charlie) gelingen, eine Armee zu mobilisieren. Der Jakobiten-Aufstand endete 1746 in der dramatischen Schlacht von Culloden, in der die Schotten vernichtend geschlagen wurden. Daraufhin wurde das Clan-System der Highlands endgültig zerstört, Kilts und Dudelsäcke verboten und viele Schotten verbannt.

Die moderne Geschichte von Schottland

Die Schlacht von Culloden stellte einen Wendepunkt in der Geschichte von Schottland dar.

Doch das Ende des traditionsbewussten Kults von Ehre und Tapferkeit läutete die Ära der schottischen Aufklärung ein. Schottland wurde zum Vorreiter der Geisteswissenschaften und Edinburgh zu seinem Zentrum. Eine neue spannende Phase der Geschichte von Schottland war angebrochen und das Land nutzte die Gelegenheit, sich zu erneuern. Diese Zeit war geprägt von großen Männern wie Robert Burns, Sir Walter Scott, Robert Lewis Stephenson, Sir Arthur Conan Doyle, Alexander Fleming und James Watt.

Im 19. Jahrhundert dann wandelte sich Schottland vom Agrar- zum Industriestaat. Um den wachsenden Bedarf nach Schafswolle zu befriedigen, wurden in den sogenannten Highland Clearances, einer weiteren dunklen Epoche der Geschichte Schottlands, Tausende Menschen aus dem schottischen Hochland vertrieben, um Platz für Weideland zu schaffen. Viele dieser Aussiedler wider Willen gingen nach Amerika, um dort ihr Glück zu versuchen. Im 20. Jahrhundert dachte man in Schottland dann wieder zunehmend an die Unabhängigkeit. 1997 erhielt das Land den Autonomiestatus und für 2014 war eine Abstimmung über die Unabhängigkeit von Schottland geplant. Dabei stimmten die Schotten überraschend mit deutlicher Mehrheit gegen die Unabhängigkeit. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Schottland Unabhängigkeit.

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