Sprachreisen-Tipps

Natthapon Ngamnithiporn | Dreamstime.com

Sprachreisen-Tipps

Sprachreise: Darauf sollte man achten

Wo lässt sich eine Sprache besser lernen, als direkt im Austausch mit Land und Leuten? Bücher oder Kurse sind zwar eine gute Grundlage, doch echte Sprache will gelebt werden. Deshalb sind Sprachreisen so beliebt, vor allem nach England. Das britische Englisch gehört gemeinsam mit dem amerikanischen Englisch zur Weltsprache und ist allgegenwärtig.

Wer seine Kenntnisse in der Aussprache von „th“ und Co. verbessern und neue Vokabeln lernen möchte, sollte sich einen Ausflug auf die Insel gönnen. Tipps zur Finanzierung, zur Planung der richtigen Kurse und mehr gibt es hier.

Money, money, money: Was kann ich mir leisten?

Wie viel eine Sprachreise kostet, hängt von mehreren Faktoren ab. Art der Unterkunft, Sprachkurse, Ausflüge, Land – die Reise kann schnell 1.000 Euro und mehr kosten. Damit die Planung Spaß macht und nicht am klammen Geldbeutel scheitert, sollte die Finanzierungsfrage als Erstes geklärt sein.

Eine Reise in die Landeshauptstadt London kann teuer werden. Schließlich gehören die Preise für Hotels oder Restaurantbesuch zu den höchsten der Welt. Doch die Metropole hat natürlich auch einiges zu bieten, vor allem bei den Sehenswürdigkeiten. Big Ben, Buckingham Palace, London Eye, unzählige Museen – das kostet. Wer etwas erleben möchte, sollte pro Tag großzügig mit einem Budget von circa 100 Euro und mehr für Übernachtungen, Verpflegung und Annehmlichkeiten kalkulieren.

Bei einem mehrtägigen Sprachkurs kommen so schnell vierstellige Ausgaben zusammen. Meistens ist die Anreise noch gar nicht inkludiert und muss ebenfalls finanziert werden. Mit den eigenen Ersparnissen lässt sich der Traum einer Sprachreise natürlich am leichtesten realisieren. Doch was ist, wenn das Sparschwein leer ist? Jeder kann Reise-Darlehen im Internet kostenlos vergleichen. Mit dem geplanten Budget geht die Suche nach einem passenden Finanzierungsangebot blitzschnell.

Damit der Traum von der Sprachreise aber nicht zur Kostenfalle wird, sollten Angebote detailliert verglichen werden. Wichtig sind nicht nur Zinssätze, sondern auch Laufzeiten, monatliche Raten und die Gesamtbelastung am Ende. Eine günstige monatliche Rate geht nämlich häufig mit einer längeren Laufzeit einher, wodurch die Gesamtkosten durch die Zinsen höher werden.

Alternativen zur Finanzierung über ein Darlehen: Stipendium

Es gibt verschiedene Organisationen und Stiftungen, die Stipendien oder Zuschüsse für Sprachreisen anbieten. Manchmal unterstützt sogar der eigene Arbeitgeber bei der Weiterbildung. Oftmals sind solche Zuschüsse an Rahmenbedingungen gebunden. So darf der Sprachaufenthalt beispielsweise einen bestimmten Zeitraum oder eine Kostengrenze nicht überschreiten. Um die Planung zielsicher durchführen zu können, sollten die Finanzierungsmöglichkeiten vorher ausgelotet werden.

Finanzierung gesichert: Jetzt kann die Planung der Sprachreise beginnen

Sobald die Finanzierung der Sprachreise steht, kann es endlich an die Detailplanung gehen. Für die Vorbereitung ist die eigene Einschätzung erforderlich. Welches Sprachniveau habe ich und welches Sprachziel möchte ich erreichen? Außerdem ist der Aufenthaltsort wichtig. Soll der Kurs in einer bestimmten Stadt absolviert werden oder ist die Destination offen?

Auch der Reise- und Kurszeitraum spielt eine Rolle. Im Herbst ist die Hauptstadt Großbritanniens häufig in dicke Nebelwolken getaucht. Das Flanieren in der Stadt macht bei niedrigen Temperaturen und Nieselregen nicht ganz so viel Spaß wie vielleicht im Sommer. Ein ideales Land für ganzjährige Sprachreisen ist hingegen Malta. Hier ist es fast immer angenehm warm und die Chance auf Regen äußerst gering.

Nachdem die eigenen Wünsche definiert sind, wird das Bildungsinstitut gesucht. Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Schüler helfen bei der Auswahl. Lehrpersonal, die Unterrichtsmethoden und die verfügbaren Ressourcen sollten ebenfalls verglichen werden.

Auch die Aufteilung des Unterrichts ist entscheidend. Viele Sprachkurse werden beispielsweise halbtags abgehalten, sodass ausreichend Zeit für eigene Entdeckungen vor Ort bleibt. Wer sich hingegen uneingeschränkt auf den schnellen Lernerfolg konzentrieren möchte, sollte einen Intensivkurs wählen.

Welche Unterkunft soll es sein?

Die Unterbringungsmöglichkeiten bei einer Sprachreise sind ganz unterschiedlich: eine Gastfamilie, ein Studentenwohnheim, eine private Wohnung oder ein Hotel. Die Erfahrungen zeigen, dass der Aufenthalt in einer Gastfamilie oder mit anderen Sprachlernenden gemeinsam besonders wertvoll ist. Es fördert nicht nur die Sozialkompetenz und animiert zu Sprechübungen, sondern ist häufig auch viel günstiger als ein Hotel.

Doch viele Sprachschulen bieten die Vermittlung von Gastfamilien gar nicht an.

In diesem Fall müssten sich Lernende proaktiv um die Unterbringung kümmern. Hierbei helfen zahlreiche Plattformen im Internet, bei denen Gastfamilien ihre Hilfe offerieren. Wer solch ein Zusammenleben für seinen Sprachkurs-Aufenthalt nicht möchte, kann sich auch in ein Hotel oder ein Hostel einquartieren. Die Kosten hierfür sind jedoch häufig viel höher als in einer Jugendherberge oder einem Studierendenwohnheim. Bei der Auswahl der passenden Unterkunft ist auch die Nähe zur Sprachschule entscheidend.

Sicherlich möchte niemand täglich mehrere Stunden fahren, um pünktlich zum Unterricht zu kommen. Sobald ein passender Sprachschulen-Anbieter gefunden ist, hilft die Umgebungssuche bei Google. So zeigen sich auf der interaktiven Karten schnell sämtliche Übernachtungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung.

Dokumente für den Sprachaufenthalt: Das sollten Reisende immer dabeihaben

Abhängig davon, wo der Sprachkurs stattfindet, werden einige Dokumente benötigt. Beim Aufenthalt in Großbritannien müssen deutsche Staatsbürger einen gültigen Reisepass haben. Seit dem Austritt aus der EU reicht der Personalausweis nicht mehr dafür. Ein Visum ist jedoch nicht notwendig. Für kurze touristische Aufenthalte bis zu sechs Monaten ist die Einreise ohne das Dokument möglich.

Autofahren in Großbritannien ist ebenfalls weiterhin mit dem deutschen Führerschein gestattet. Trotzdem ist es ratsam, sich eventuelle Zusatzdokumente (etwa einen internationalen Führerschein) zu besorgen. Wer seinen Sprachkurs in London absolviert, sollte auf die Fortbewegung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln setzen. U-Bahn- und Bus-Netz sind gut ausgebaut und viel günstiger.

Auch während des Sprachaufenthalts an die Gesundheit denken

Die bisherige Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder die neue Provisorische Ersatzbescheinigung (PEB) deckt notwendige medizinische Behandlung in Großbritannien ab. Um jedoch Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme oder Zahlungen vor Ort zu vermeiden, hilft eine Reisekrankenversicherung. Viele Kreditkartenanbieter haben sie sogar bereits inkludiert, sodass sich hier richtig sparen lässt.

Kein teurer Anschluss unter dieser Nummer: So geht sparsame Handy-Nutzung beim Sprachkurs Auch beim Sprachkurs soll der Kontakt zu Freunden und der Familie nicht ausbleiben. Sprachnachrichten, das Senden von bildhaften Impressionen – das alles kann richtig teuer werden. Seit dem Brexit sind Großbritannien und die EU nicht mehr im gleichen Roaming-Netz.

Bisherige Roaming-Abkommen verloren ihre Gültigkeit. Ein Anruf oder sogar das Surfen im mobilen Internet können richtig teuer werden. Um Kosten zu sparen, kann der Wechsel auf eine lokale SIM-Karte helfen. Sie gibt es entweder online oder in einem Shop vor Ort zu kaufen. Damit werden sämtliche Gespräche und andere Telefondienstleistungen zum lokalen Tarif geführt und Roaming-Gebühren entfallen.

Nice to know: Das ist bei einer Sprachreise nach England noch wichtig

Zur Planung der Sprachreise gehört es auch, sich mit landestypischen Eigenheiten vertraut zu machen. Das beginnt schon bei der Stromversorgung. Wer nach England reist, sollte immer einen Adapter für seine Stecker dabeihaben, um Smartphone und Co. zu laden. Schließlich werden in England Steckdosen des Typs G verwendet. Diese sind drei- und nicht wie in Deutschland zweipolig.

Auch die Währung ist anders. In England wird mit dem britischen Pfund (GBP) bezahlt. Es ist empfehlenswert, stets etwas Bargeld dabei zu haben, auch wenn Kreditkarten in den meisten Orten akzeptiert werden. Für Trinkgeld im Hotel oder Restaurant ist Bargeld nämlich noch immer gern gesehen. Wer mit der Kreditkarte Bargeld an einem Automaten in England abheben möchte, zahlt dafür häufig hohe Gebühren. Vor der Sprachreise kann eine neue Kreditkarte sinnvoll sein. Viele Anbieter stellen mittlerweile Karten mit kostenlosem Auslandseinsatz zur Verfügung.

It's raining cats and dogs

Das englische Wetter ist für seine Launen bekannt. Selbst im Sommer ist von strahlendem Sonnenschein bis zu plötzlichen Regenschauern alles möglich. Eine Regenjacke oder ein kleiner Schirm sollte also stets in im Gepäck sein.

Wer sich ein typisches England-Mitbringsel sorgen möchte, kann auch einen echten Regenschirm aus London kaufen. Um hier nach dem Preis zu fragen, ist „How much is it?“ angebracht. Der Satz „What costs it?“ wird oftmals von vielen deutschen Sprachschulen verwendet, denn er erinnert an die eigene Muttersprache. Doch damit entlocken sie den Verkäufern lediglich ein charmantes Lächeln, denn so enttarnen sich die Sprachschüler aus der Bundesrepublik meistens schon selbst.

Sprachtraining direkt vor Ort üben: Etikette wird in England großgeschrieben

Die Briten gelten als sehr höfliches und stilvolles Volk. Das zeigt sich auch im Alltag. Ein "Please" und "Thank you" wird in fast jeder Situation erwartet und geschätzt. Das erlernte Wissen aus dem Sprachkurs kann so direkt in den Alltagssituationen umgesetzt werden. Häufig wird auch das „You are welcome“ genutzt. Dieser Ausruf sagt nicht etwa, dass sich der andere willkommen fühlt, sondern er steht für das deutsche Synonym „bitte schön“ oder „gern geschehen“. Man nutzt es als Antwort auf „Thank you“.

Günstig alles erkunden: Lokale U-Bahn-Karten helfen beim Sparen.

Das öffentliche Nahverkehrsnetz England gilt als gut ausgebaut, vor allem in der Metropole London. Wer hier schnell von A nach B kommen möchte, sollte sich auf die U-Bahn oder die Busverbindungen verlassen. Praktisch wird das Ganze vor allem durch die Tickets im Kartenformat. Touristen können sich die sogenannte Oyster Card direkt vor Ort an einem der Automaten an den U-Bahn-Stationen kaufen.

Damit sind kostengünstige Fahrten in ganz London möglich.

Durch den maximalen Tagespreis bleiben die Kosten zudem übersichtlich. Außerdem ist die Karte immer zur Hand und lässt sich bei Bedarf schnell wieder aufladen. Ist der Sprachaufenthalt in der Metropole Großbritanniens beendet, kann die Karte am Automaten zurückgegeben und das Restguthaben ausgezahlt werden.



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