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Englands Geschichte

Englands Geschichte

Die Geschichte von England

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Die Geschichte von England beginnt schon lange bevor dieses Land überhaupt England genannt wurde. Wenn wir heute von England sprechen, dann meinen wir jenes Land, das damals noch Britannien hieß und das die Angeln, Jüten und Sachsen im 5. Jahrhundert besiedelten und nach denen es Angelland, also England genannt wird. Doch schon lange vorher lebten auf dem Gebiet die verschiedensten Völker, deren Spuren wir heute überall im mystischen England entdecken können. Erste Siedlungsspuren gibt es schon aus der Zeit 8.000 – 7.000 vor Christi. Im Verhältnis dazu sind die großen Steinkreise von Stonehenge (ca. 1.500 v.Chr.) und Avebury (ca. 2.600 v. Chr.) noch sehr junge Bauwerke – mögen sie uns auch so alt wie Zeit selbst vorkommen.

Römer und Kelten: Die Geschichte von England

Die keltisch sprechenden Völker, deren Nachfahren noch heute in Cornwall, Wales und Schottland leben, wanderten etwa um 900 v. Chr. im heutigen England ein. Da die Kelten ein schriftloses Volk waren und keine Aufzeichnungen hinterließen, ist alles, was wir über sie wissen, von anderen Völkern - etwa den Römern und den Griechen - überliefert.

Die einzigen Zeugnisse, die sie selbst hinterließen, sind die Grabstätten, Steinkreuze und Monolithen, die über das ganze Land verteilt sind. Welche Funktion sie hatten, wissen wir heute nicht sicher. Viele mystische Stätten in England sind deshalb das Objekt vielfältiger Spekulationen. Wir wissen jedoch, dass sich die keltischen Völker untereinander stark bekriegten.

Als dann um 55 v.Chr. auch noch die Römer unter Julius Cäsar auf der Insel landeten, nahm die Geschichte Englands so richtig Fahrt auf. Das Römische Reich machte England zum nördlichsten Außenposten und stationierte entlang der heutigen englisch-walisischen (Offa’s Dyke) und der heutigen schottischen-walisischen (Hadrians Wall) Grenze große Legionen, mit denen die „rebellischen“ Kelten bezwungen werden sollten. Die Römer brachten ihre hocheffiziente Infrastruktur nach England und richteten Bäder und Amphietheater nach römischem Vorbild ein (siehe Caerleon und Bath). Die Kelten wehrten sich mit aller Macht gegen die Besatzer und immer wieder kam es zu blutigen Aufständen, wie z.B. 61 n.Chr., als sich die Icener unter Boudicca erhoben.

Die Angeln und Normannen in Englands Geschichte

Um 410 n.Chr. (etwa zur Zeit des historischen König Artus) gaben die Römer England auf und hinterließen ein schwaches Land, das neuen Eroberern schutzlos ausgeliefert war. Angeln, Jüten, Sachsen und Friesen drängten jetzt nach England und die keltischen Ureinwohner wichen in den Westen, ins heutige Cornwall und Wales, zurück.

Im 9. Jahrhundert folgten dann die Raubzüge der Wikinger auf das Land, bevor die Geschichte von England mit der Landung des normannischen Heerführers Wilhelm des Eroberers die entscheidende und bislang endgültige Wendung nahm. In der Schlacht von Hastings 1066 wurde das Schicksal Englands für die kommenden 1.000 Jahre besiegelt. Das heutige englische Königshaus steht in mehr oder weniger direkter Linie mit den normannischen Eroberern aus dem 11. Jahrhundert.

Auf Ihrer Reise durch das mystische England werden Sie überall auf die Spuren dieser abwechslungsreichen Geschichte stoßen.

Der Beginn der Geschichte des modernen England

Überall begegnen Sie auf Ihrer Reise den Spuren der Geschichte von England - zum Beispiel in Avebury.

Hier beginnt nun die eigentliche Geschichte des Landes, das wir heute England nennen. Zwar verdankt England seinen Namen den Angeln, doch England, wie wir es heute kennen, wurde auf dem Schlachtfeld von Hastings geboren.

Zu glauben, damit wären die spannendsten Kapitel in der Geschichte von England abgeschlossen, ist aber ein großer Irrtum, denn auch wenn England in seiner heutigen Form seit beinahe 1.000 Jahren besteht, so war es doch immer heiß umkämpft und in einem ständigen Wandel begriffen.

Unter Wilhelm dem Eroberer wurde England zu einem absolutistischen Feudalstaat, in dessen Zentrum der König selbst stand. Wilhelms Sohn, Heinrich I., jedoch hatte das von seinem Vater errichtete System weniger im Griff und musste dem Adel schließlich die sogenannte Charter of Liberties zugestehen, die ein Vorgänger der bedeutenden Magna Charta ist. Sie war aber nicht wesentlich mehr als ein Lippenbekenntnis, um den Adel vorübergehend ruhig zu stellen und wurde von den meisten Königen in der Folgezeit ignoriert.

Zeitleiste der Geschichte von England

  • 8.000 – 7.000 v.Chr. erste Siedlungen
  • Um 900 v.Chr. Ein keltisch sprechendes Volk taucht in England auf
  • 55 v.Chr. Julius Cäsar landet in England
  • 410 n.Chr. Die Römer geben England auf
  • Um 400 Die Angelsachsen erobern England
  • 793 Wikinger plündern England und werden sesshaft
  • 1066 Wilhelm der Eroberer gewinnt die Schlacht bei Hastings und erobert England.
  • 1170 Thomas Becket wird hingerichtet
  • 1215 Die Magna Charta wird verabschiedet
  • 1272 – 1307 Edward I. erobert Wales und führt Krieg gegen Schottland
  • 1314 Edward II. erleidet in der Schlacht von Bannockburn gegen William Wallace die entscheidende Niederlage gegen die Schotten.
  • 1337 – 1453 Hundertjähriger Krieg
  • 1435 Niederlage der Engländer gegen die Franzosen und Jeanne d’Arc in der Schlacht bei Castillon
  • 1455 – 1485 Rosenkriege zwischen den Häusern Lancaster und York
  • 1529 – 1536 Reformation durch Heinrich VIII., Bruch mit Rom und Gründung der Anglikanischen Kirche
  • 1558 – 1603 Elizabeth I. regiert England mit starker Hand und besiegt die spanische Armada und ihre Konkurrentin Maria Stuart von Schottland
  • 1603 Jakob I.wird Nachfolger von Elizabeth I. und erwirkt so die Vereinigung von Schottland und England
  • 1642 – 1646 Englischer Bürgerkrieg zwischen Königs- und Parlamentstruppen
  • 1665 Die Große Pest
  • 1666 Der Große Band von London
  • 1707 England und Frankreich werde im Act of Union zum Königreich Großbritannien vereint
  • 1765 mit der Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt beginnt die Industrielle Revolution in England
  • 1775 – 1783 Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
  • 1792 – 1815 Koalitionskriege gegen Napoleon
  • 1815 Der Herzog von Wellington besiegt Napoleon in der Schlacht bei Waterloo
  • 1801 England und Irland schließen sich zum Vereinten Königreich zusammen
  • 1837 – 1901 Viktorianisches Zeitalter unter Königin Victoria
  • 1914 – 1918 Erster Weltkrieg
  • 1939 – 1945 Zweiter Weltkrieg

Für eine detailierte Zeitleiste beuschen Sie unseren Artikel „10.000 Jahre Britische Geschichte“ »

Die Statue von Robert the Bruce bei Bannockburn erinnert an eine große Niederlage in der Geschichte von England.

Kein Wunder also, dass sich Unmut im Adel regte. Im frühen 12. Jahrhundert erlebte England deshalb einen handfesten Bürgerkrieg, dessen Auseinandersetzungen über 20 Jahre andauerten und erst mit der Übernahme der Herrschaft durch das Haus Plantagenet beendet werden konnten. Heinrich II., der erste Vertreter dieser Dynastie, führte als mächtigster Fürst Frankreichs auf dem Festland erbitterten Krieg gegen die französische Krone, verhalf zur gleichen Zeit aber England zu neuer Größe. Mit Hilfe von Reiserichtern und Geschworenengerichten sorgte er im Reich für die Einhaltung der Gesetze. Der Versuch, diese Macht auch auf die Kirche auszuweiten, scheiterte vorübergehend am Widerstand von Thomas Becket, der 1170 hingerichtet wurde, aber bis heute in England als Märtyrer verehrt wird.

Heinrichs Sohn Richard Löwenherz ist eine der bekanntesten Figuren der Geschichte von England. Als sein Vater starb, war Richard gerade auf dem Dritten Kreuzzug im Heiligen Land und geriet auf der Heimreise in die Gefangenschaft von Kaiser Heinrich VI, dem Staufer. Zehn Jahre lang herrschte er über England, doch tatsächlich verbrachte er während dieser Zeit nur wenige Monate hier. Während seiner Herrschaft waren einige Gebiete verlorengegangen und auch Richards Bruder, Johann Ohneland, gelang es nicht, das Reich wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Schlimmer noch: Der Adel trotzte ihm die Magna Charta (1215) ab, die den Weg für die Entstehung des englischen Parlaments ebnete.

Die Geschichte von England im Hochmittelalter

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Johanns Sohn, Edward I., prägte die Geschichte von England durch die endgültige Angliederung von Wales an das Königreich. Gleiches versuchte er auch mit Schottland, musste sich aber nach der Schlacht von Bannockburn geschlagen geben, sodass das nördliche Nachbarland bis 1603 unabhängig blieb. Das Hochmittelalter (10. bis 14. Jahrhundert) war eine Blütezeit in der Geschichte von England: Die Bevölkerung verdreifachte sich und die Städte wuchsen und erstarkten. Doch mit dem Hundertjährigen Krieg (1337 – 1453) endete diese Hochzeit. Am Ende der folgenden knapp 120 Jahre (zwischen 1381 und 1415 herrschte Waffenruhe) hatte England all seine französischen Besitztümer (mit Ausnahme von Calais) verloren.

Das französische Heer, geführt von Jeanne d’Arc, brachte den Engländern bei der Schlacht bei Castillon (1435) eine empfindliche Niederlage ein, die auch die Situation in der Heimat schwieriger machte. Neben der Absetzung Richards II. war vor allem die Niederlage im Hundertjährigen Krieg Schuld am Ausbruch der sogenannten Rosenkriege, in denen sich die Häuser Lancaster (rote Rose im Wappen) und York (weiße Rose im Wappen) um die englische Krone stritten. Die Rosenkriege endeten mit der Schlacht von Bosworth Field (1485). Als Sieger ging Heinrich Tudor, der erste englische König (Heinrich VII.) aus dem Hause Lancaster hervor, der anschließend die Tochter seines Kontrahenten heiratete und die beiden Häuser und damit England befriedete.

Englands Geschichte zur Zeit der Reformation

Glastonbury Abbey fiel dem bekanntesten König der Geschichte Englands zum Opfer: Heinrich VIII.

Es folgte eine Zeit politischer Stabilität, die erst durch die Reformation von Heinrich VIII. beendet wurde. Grausame Katholikenverfolgungen waren die Folge der Gründung der Anglikanischen Kirche. Die Kinder Heinrichs, Eduard VI. und Maria I., stürzten das Haus Tudors in eine tiefe Krise. Der Kampf gegen die Katholiken und die Rekatholisierung unter Maria sorgten für Angst und Schrecken und schwächten das Vertrauen in die Kirche.

Erst Heinrichs Tochter Elizabeth I. läutete wieder so etwas wie ein Goldenes Zeitalter ein. Ihre größten Triumphe waren der Sieg gegen die spanische Armada und die Hinrichtung von Maria Stuart von Schottland. Deren Sohn erklärte Elizabeth I. zu ihrem Nachfolger. Damit besiegelte sie die Personalunion der Krone von England und Schottland, wodurch Schottland 1603 an England angeschlossen wurde und seine Unabhängigkeit verlor.

Wichtige Personen in der Geschichte von England

Dennoch galt Jakob I. als schwacher König und auch sein Sohn, Karl I., konnte sich nicht sonderlich hervortun, sodass es immer wieder zu Aufständen und gewaltsamen Auseinandersetzungen kam, die 1642 in den Bürgerkrieg mündeten, in dem die Monarchie gegen die aufstrebenden Parlamentarier kämpfte. Mit Hilfe aus Schottland gelang es den Parlamentstruppen schließlich, Karl zu stürzen. Er wurde 1649 hingerichtet. Sein Sohn, Karl II., begründete mit Hilfe des Parlaments die Restauration. Es waren harte Jahre, geprägt von der Großen Pest (1665), dem Großen Brand von London (1666) und dem Devolutionskrieg gegen die Niederlande.

Der Unmut der Bevölkerung richtete sich dabei ziemlich schnell gegen den König selbst und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Volk erhob, um den königlichen Absolutismus abzuschaffen und damit der Geschichte von England eine neue Wendung zu geben. Mit der Bill of Rights erhielt das Parlament die Befugnis, Regierungsgeschäfte zu führen, wodurch der König fortan nicht mehr von „Gottes Gnaden“ eingesetzt, sondern vom Volk legitimiert war.

In der Folgezeit waren es nicht mehr die Adelshäuser, die das Land regierten, sondern die Whigs und die Tories, die beiden Parteien des britischen Parlamentarismus, die bis ins 19. Jahrundert hinein regierten, und der Premierminister. 1707 folgte der Act of Union, bei dem England und Schottland zum Königreich Großbritannien vereint wurden, verabschiedet.

Geschichte Englands seit der Industriellen Revolution

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Das 18. Jahrhundert war eine Zeit großer wissenschaftlicher Fortschritte, die schon den Weg für die Industrielle Revolution ebneten, und ständiger Expansion. England verfügte über zahllose Kolonien überall auf der Welt und betrieb regen Handel. Lange Zeit war England in den Kolonialgebieten die unbestrittene Macht gewesen, doch im späten 18. Jahrhundert entwickelten auch andere europäische Staaten Interesse an Übersee-Gebieten und so wurde zum Beispiel der Siebenjährige Krieg zwischen Frankreich und England unter anderem um die Kolonien geführt. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg dann verlor England die bedeutende Kolonie Nordamerika und auch in Irland regten sich Nationalbewegungen, die durch die Französische Revolution angestachelt wurden.

Im Act of Union (1800) wurde diese Bestrebung jedoch endgültig unterbunden und die formelle Unabhängigkeit Irlands beendet. Es entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. In den kommenden 100 Jahren sollte die Geschichte von England von rasanten Veränderungen geprägt sein: Das Wahlrecht wurde modernisiert, um dem Volk mehr politische Gewalt zu geben, und mit der Industriellen Revolution veränderte sich das Gesicht des Landes für immer. Die Dampfmaschine und die Entstehung von Fabriken bedingten die Urbanisierung und die Entstehung des Proletariats. Die städtischen Ballungsräume explodierten und in den Arbeitervierteln lebten die Menschen unter fürchterlichen Bedingungen, doch der technische Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten. Zudem sorgten innenpolitische Krisen nach den Napoleonischen Kriegen für die Entstehung neuer politischer Bewegungen und Clubs, die die Geschichte von England von nun an mitbestimmen wollten.

Das goldene Zeitalter unter Königin Victoria

Das Viktorianische Zeitalter, das mit dem Herrschaftsantritt von Königin Victoria 1837 eingeläutet wurde, gilt bis heute als goldenes Zeitalter und wird von vielen Engländern noch immer verklärt – und das obwohl Missernten und die Große Hungersnot das Volk knechteten.

Unter Königin Victoria trat England in die Phase des Imperialismus ein. Territoriale Machtkämpfe im Nahen und Fernen Osten und Afrika prägten diese Epoche der Geschichte von England und ebneten schließlich den Weg für den Ersten Weltkrieg, in den sich Land 1914 voller Kriegsbegeisterung stürzte. 1918 hatte das Britische Empire fast 8 Millionen Tote zu beklagen, 12 Prozent der Bevölkerung. Eine Zeit der Dekolonialisierung begann, während Nordirland an England angeschlossen wurde und so das Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland geboren wurde.

Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges waren noch weitaus verheerender. Es ist dem Eingreifen der Alliierten zu verdanken, dass Deutschland am 8. Mai 1945 kapitulierte. In der Folge teilten England, Amerika, Frankreich und die Sowjetunion Deutschland in Besatzungszonen auf, die bis 1990 in der Teilung Deutschlands fortbestanden. In dieser Zeit prägten Premierminister wie Winston Churchill und Margaret Thatcher die Geschichte von England.

Das nächste mit Spannung erwartete Ereignis in der Geschichte von England war dann das Referendum über die Unabhängigkeit von Schottland im Herbst 2014, das die mehr als 400 Jahre andauernde Einheit hätte beenden können. Die Schotten entschieden sich jedoch mit überraschender Mehrheit gegen die Unabhängigkeit und für den Verbleib im Vereinigten Königreich von Großbritannien. Lesen Sie mehr daz in unserem Artikel Schottland Unabhängigkeit.

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