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Währung Schottland

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Währung Schottland

Seit 1709 hat die Währung von Schottland die gleichen Münzen wie die von England.

Die offizielle Währung in Schottland ist – wie im Rest des Vereinigten Königreichs auch – Pfund Sterling. Und doch sehen die Pfund-Noten in Schottland ganz anders aus als die Noten in England und Wales. Das liegt daran, dass man der Währung in Schottland eine Besonderheit zugesteht: Die drei großen schottischen Banken, die Bank of Scotland, die Royal Bank of Scotland und die Clydesdale Bank, dürfen ihre eigenen Noten herausgeben. Damit trägt man der Unabhängigkeit Schottlands Rechnung, das bis 1603 noch eigene Münzen prägen durfte. Erst mit der Personalunion 1603, als sich Jakob I. zum König von England und Schottland krönen ließ, entfiel dieses Recht für Schottland.

1709, nur zwei Jahre nach dem Act of Union, der die endgültige Vereinigung von Schottland und England besiedelte, wurde die eigene Währung von Schottland dann endgültig zu Grabe getragen. In jenem Jahr wurden in Edinburgh die letzten schottischen Münzen geprägt. Fortan wurden die Münzen für das gesamte Königreich in England geprägt - ein wichtiger Schritt im Versuch, das Land im Norden endgültig zu kontrollieren. Zwar sahen die Münzen für Schottland anders aus als die Münzen für England, doch beide waren als Zahlungsmittel in ganz Großbritannien gültig. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel Schottland Unabhängigkeit.

Bezahlen mit der Währung von Schottland

Die Noten der Währung von Schottland sind wesentlich farbenfroher gestaltet als die englischen.

Der klassische Pfund Sterling errechnete sich aus 240 Silber-Pennys. Erst später einigte man sich dann bei der Währung von Schottland und England auf die Dezimalwährung. Heute ergeben 100 Pence einen Pfund. Mit dieser Währungsreform ging dann auch eine Vereinheitlichung der Münzprägung einher. Fortan unterschied man auch optisch nicht mehr zwischen der Währung von England und der Währung von Schottland. Oftmals weigerten sich die stolzen und nationalbewussten Schotten jedoch, die einheitlichen Münzen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Heute sind die englischen Pfund Sterling das gesetzliche Zahlungsmittel in Großbritannien, d.h. sie müssen zum Begleichen von Schulden akzeptiert werden.

Manchmal werden schottische Noten in Wales und England deshalb nicht akzeptiert - und das obwohl sie im ganzen Land Gültigkeit haben. Umgekehrt kann man aber heute überall in Schottland mit englischen Noten bezahlen. Vielleicht liegt es daran, dass die Währung von Schottland, also die schottischen Pfundnoten, kleiner und farbenfroher gestaltet sind als die englischen. Neben den englischen Noten muten sie deshalb auf den ersten Blick vielleicht etwas weniger seriös an. Die schottische Währung verfügt außerdem über eine weitere Besonderheit: Die Royal Bank of Scotland gibt Banknoten im Wert von 1 Pfund heraus. Diese trifft man jedoch im öffentlichen Zahlungsverkehr verhältnismäßig selten an.

Wie die Währung von Schottland zu ihrem Namen kam

Der Name Pfund Sterling, der sowohl für die Währung Englands als auch für die Währung von Schottland gebraucht wird, steht übrigens in keinem Zusammenhang mit der schottischen Stadt Sterling, wie man sehr leicht glauben könnte. Es gibt drei verschiedene Theorien dazu, wie die Währung zu ihrem Namen kam. Während die eine Theorie davon ausgeht, dass sich der Anhang „Sterling“ auf die Qualität des Münzsilbers bezieht, übersetzt die zweite Theorie „Sterling“ mit dem spätaltenglischen Wort „steorling“, was so viel bedeutet wie „Müne mit einem Stern“. Demnach hatten die ersten Münzen, die mit den Normannen auf die Insel kamen, einen Stern auf der Rückseite.

Der Begriff Pfund bezieht sich dieser Theorie zufolge auf „Easterling“, also „Ostling“ und meint die Handelsleute aus den norddeutschen Hafenstädten, die von England gesehen im Osten lagen. Ein Pfund hieße demnach „Pfund der Osterlinge“. In der dritten Theorie heißt es, das Pfund beschreibe, um welche Menge Kupfer es sich handelt. Damit kann man davon ausgehen, dass das Pfund Sterling noch heute in der Währung von Schottland gebräuchlich ist, weil man damit eine Möglichkeit gefunden hatte, sowohl die Qualität als auch die Menge des Edelmetalls zu vereinheitlichen.

Im Übrigen sind die Pfund-Münzen, wie sie heute noch Bestandteil der Währung von Schottland sind, in ähnlicher Form schon seit etwa 775 n.Chr. in Gebrauch. In jenem Jahr nämlich ließen die angelsächsischen Könige zum ersten Mal Silbermünzen prägen. Aus einem Pfund Silber erhielt man so 240 Silber-Sterlinge. Mit 1.200 Jahren ist der Pfund vermutlich die älteste Währung, die heute noch in Gebrauch ist – auch wenn er im Laufe der Jahrhunderte, durch zahllose politische Veränderungen, Wirren und Kriege, immer wieder Veränderungen erfahren hat. Doch könnte man sich als Währung für Schottland etwas anderes vorstellen als die wohl älteste Währung der Welt? Nur sehr schwerlich, denn in Schottland ist alles von einem Hauch Geschichte umgeben, der dem Land seinen ganz besonderen Zauber verleiht.

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