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Wales-Flagge

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Wer die Wales-Flagge stolz im Wind wehen sieht – weißer Himmel, grüner Grund und darauf ein stolzer roter Drache – der bekommt schon ein sehr gutes Gefühl für die Seele von Wales. Kaum eine andere Flagge der Welt weist ein so verspieltes, detailliertes Motiv auf – noch dazu ein so mystisches. Es verrät dem Betrachter viel über die tiefe Verwurzelung der Waliser im Reich der Mythen und Legenden.

Die Geschichte vom roten Drachen, die in der Wales-Flagge verewigt sein könnte, ist eine der größten Legenden von Wales und reicht zurück in die Zeit des großen König Artus. Im 5. Jahrhundert herrschte der römisch-keltische Kriegsherr Vortigern über Teile von Britannien. Ihm wird nachgesagt, er habe die Angelsachsen eingeladen, als Söldner nach Britannien zu kommen, um dort die Einheimischen unter Kontrolle zu bringen und seine Vorherrschaft zu festigen. Doch das Blatt wendete sich gegen Vortigern und die Sachsen verfolgten urplötzlich ihre eigenen Ziele zur Eroberung Britanniens. 460 Briten fielen den Sachsen zum Opfer, die sich während einer von Vortigern anberaumten Friedenskonferenz auf ihre Gastgeber stürzten.

Die Legende hinter der stolzen Wales-Flagge

Die Wales-Flagge ist eine der ältesten noch in Gebrauch befindlichen Flaggen der Welt.

Schockiert und in heller Angst zog sich Vortigern nach Wales zurück - und hier beginnt die eigentliche Legende der Wales-Flagge. In den Bergen von Snowdonia in Nordwales hofft er, ein sicheres Versteck zu finden. Ein Turm soll ihm Schutz vor den Angreifern gewähren. Doch so oft er es auch versuchte, immer wieder sanken die Mauern ein und der Bau zerfiel. Seine Berater und Wahrsager rieten ihm daraufhin dazu, nach einem vaterlosen Kind suchen zu lassen, mit dessen Blut er die Mauern und Fundamente beschmieren sollte. Wie es das Schicksal – und die Legende wollte – war dieser Junge Merlin. Von ihm hieß es, er habe keinen Vater. Seine Mutter, die Tochter des Königs von Demetia, lebte im Kloster. Geoffrey von Monmouth ging in seiner Historia Regnum Britanniae sogar soweit, zu sagen, sein Vater sei ein Inkubus, ein Dämon, gewesen, der sich einer Nonne königlicher Abstammung bemächtigt habe.

So schien Merlin genau der Richtige für Vortigerns Vorhaben gewesen zu sein. Doch Merlin wäre nicht der größte Zauberer Britanniens geworden, wenn er es nicht besser gewusst hätte. Er sagte, die Schuld läge bei den Bauherren, der Boden sei einfach sumpfig. Wenn man ihn trockenlegte, würde man darunter noch eine weitere Überraschung entdecken. Und tatsächlich: „Als Vortigern, der König der Briten, noch immer am Ufer des Sumpfes saß, den man entwässert hatte, tauchten zwei Drachen aus der Tiefe auf, der eine weiß, der andere rot.

Und sobald sie einander ansichtig wurden, fuhren sie aufeinander los und spien sich mit Feuer an. Der Weiße Drache gewann die Oberhand und drängte den Roten an den Rand des Sumpfes.“ Doch der Rote ließ sich nicht vertreiben und startete einen neuen Angriff. Auf Vortigerns Frage hin, wie Merlin diesen Kampf interpretiere, antwortete dieser, der Kampf symbolisiere die Zukunft des Landes.

Die Wales-Flagge und Merlins Prophezeiung

Merlin’s Prophezeiung legte dann den Grundstein für die Wales-Flagge: „O weh, das Ende des Roten Drachen ist nahe! In seiner Höhlenwohnung wird sich der Weiße Drache einnisten, hinter dem sich nichts anderes verbirgt als die Sachsen, die du hergeholt hast. Der Rote Drache steht für das Volk der Briten, die der Weiße Drache besiegen wird: denn die Berge und Täler Britanniens werden ineinanderfallen und die Bäche und Flüsse sich in Blut verwandeln.“ Die grausame Zukunft, die Merlin voraussagte, Gotteshäuser, die in Schutt und Asche fallen würden, der Aufstand des unterdrückten Volkes – all das machte Vortigern Angst. Doch Merlin hatte auch eine gute Nachricht: „Der Eber von Cornwall wird die Eindringlinge zurückschlagen; er wird seinen Fuß auf ihren Nacken setzen.

Die Inseln des Ozeans werden ihm anheimfallen, und über die Wälder Galliens wird er gebieten. Das Haus Romulus wird unter der Macht des Ebers erzittern, und das Ende des Ebers wird von Geheimnis umhüllt sein. Der Eber wird in aller Munde sein, und seine Taten werden wie Speise und Trank für alle die sein, die davon berichten.“ Dieser Eber von Cornwall, von dem Merlin da sprach, das sollte kein geringerer sein als König Artus, der einzige, dem es gelingen sollte, den Sachsen wenigstens kurzzeitig Einhalt zu gebieten.

Der rote Drache in der Wales-Flagge könnte dieser Interpretation zufolge also für die Briten stehen, die sich den Sachsen – und allen anderen späteren Eroberern – nicht ergeben wollten. Kein Wunder, dass diese Flagge so viel Kraft, Mut und Stärke ausstrahlt, war sie doch alles, was den Walisern blieb, nachdem sie schon im 13. Jahrhundert unter die Herrschaft der Engländer fiel und seitdem nie wieder richtig frei war. Seit 1807 ist der Drache fester Bestandteil der offiziellen Wales-Flagge, seit 1959 in ihrer heutigen Form.

Die Wurzeln dieser Flagge gehen jedoch so weit in die Vergangenheit zurück, dass sich niemand mehr daran erinnern kann, wann der Drache zum ersten Mal zum Nationalsymbol wurde. Einige Historiker glauben, dass die Flagge von Wales, neben der Flagge von Schottland, die älteste noch in Gebrauch befindliche Flagge der Welt ist. Die Form des Drachen ist dabei nicht exakt standardisiert, sodass es mehrere Versionen der Wales-Flagge gibt. Den grün-weißen Untergrund spricht man übrigens dem walisischen Königsgeschlecht Tudor zu, das aus dem Hause Gwynedd hervorging und zwischen 1485 und 1603 den englischen Thron innehatte. Es war das erste und einzige Mal, dass Waliser auf dem englischen Thron saßen – noch etwas, worauf die Waliser stolz sind, wenn sie die Wales-Flagge über ihren Köpfen schwenken.

Die hier im Text verwendeten Zitate entstammen dem Buch Artus - König von Camelot von Wilfried Westphal.

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