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Wales Land und Leute

Wales: Land und Leute

Wales ist ein malerischer Landesteil von Großbritannien, der für seine unberührte Natur und seine vielen liebenswürdigen Eigenheiten bekannt ist. In Wales trifft man nicht nur auf herzliche Leute der ganz besonderen Art, sondern auf eine wahrlich heile Welt, wie man sie in der heutigen Zeit nur noch sehr selten findet. Während die südlichen Bereiche des Landesteils vor allem auf den hochklassigem Tourismus konzentriert haben und die Touristen in die Szenerie romantischer Liebesfilme hineinversetzen, ist der Norden von Industrie und Bergbau sowie altertümlichen Relikten geprägt.

Wales und seine Sprache

Wales hat eine eigene Sprache parallel zum Englischen: Das keltische Walisisch. Bereits an den Grenzen wird man stilecht auf Walisisch mit "Croeso y Cymru" - willkommen in Wales begrüßt. Überall wird man auf Leute treffen, die das Walisische noch sprechen. Gerade die ältere, oft bäuerlich geprägte Bevölkerung spricht heute hauptsächlich Walisisch, auch wenn natürlich alle Waliser Englisch beherrschen. Der Erhalt der gefährdeten Sprache wird heute aktiv in Wales gefördert, was sicherlich auch dem Touristen auffallen wird. Wer sich für Sprachen und Kultur interessiert, kann fast überall einen Walisisch-Kurs besuchen und die klangvolle, anspruchsvolle Sprache ebenfalls kennen lernen.

Burgen und Ruinen

Wales ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für seine malerischem Burgen und seine urigen Ruinen. Zusammen mit dem weiter südlich gelegenen Cornwall ist es eines der ersten Ziele, die der Großbritannien-Tourist einplanen sollte, wenn er sich für die Geschichte von Wales interessiert. Die meisten der Burgen, die über das ganze Land verteilt liegen, lassen sich bis ins frühe Mittelalter zurückdatieren. Auch wenn Teile von ihnen im Laufe der Jahrhunderte erneuert wurden, sind die ursprünglichen Fundamente fast immer deutlich zu erkennen und verleihen der Burg den Anschein eines echten Monuments der Menschheitsgeschichte. Noch viel schauriger wirken die Burgruinen in Wales, die oft noch älter sind und bereits von den Angelsachsen bewohnt wurden. Fans des Unbekannten werden sich sicherlich auch diejenigen Burgen und Ruinen ansehen wollen, deren Hintergrund nicht mehr vollständig geklärt werden kann, da sie zu alt sind.

Malerische Landschaften

In Wales ist die Welt noch so, wie sie sein soll. Abseits der Städte präsentieren sich dem Touristen Landschaften, wie er sie vielleicht nirgends sonst finden wird. Unter Wales kann man sich alte, romantische Backsteinhäuser, naturbelassene Steinmauern umrankt von wilden Brombeeren, goldene Kornfelder im warmem Sonnenlicht, schmale Straßen und weitreichende Schafherden auf grünen Weiden vorstellen, ohne das Bild zu stark zu romantisieren. Wenn die Schafherde nicht gerade vom Schäfer über die Straße getrieben wird, lädt die Landschaft im ganz Wales zu ausgedehnten Spaziergängen oder langen Fahrten ein, um so viel Schönheit wie möglich aufzunehmen oder sie vielleicht sogar künstlerisch zu verarbeiten.

Badespaß am Strand

Ein großer Teil von Wales grenzt an die Irische See und hat so manch einladende Strand zu bieten. Im Sommer lädt der Strand zu langen, erholsamen Tagen am Meer ein, an denen man Baden und in aller Ruhe Sonne tanken kann. Beeindruckend ist nicht nur die Szene selbst, sondern auch die Fauna: Nahezu überall finden sich die unterschiedlichsten Muscheltiere, Fische und andere Lebewesen.

Die Geschichte Wales

Wales galt von jeher als attraktives Reiseziel. Bietet das kleinste Land des Vereinigten Königreiches doch die abwechslungsreichste Landschaft und eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gibt.

Westlich von England gelegen, grenzt Wales an die irische See, den St. Georges Kanal und an den Bristolkanal. Insgesamt zählt die Küste eine Länge von 1200 Kilometern, die vor allen Dingen von einer atemberaubenden Steilküste geprägt sind. Für Badefreunde finden sich hier wunderbare Badeabschnitte, die von wild romantisch bis hin zu klassisch aufgeräumt reichen.

Das Landesinnere besticht durch seine großflächigen Wiesenlandschaften und ist von Mooren, hügeligen Landschaften und einem Gebirge geprägt. Das Kambrische Gebirge zieht sich durch fast ganz Wales.

Und auch geschichtlich hat Wales einiges zu erzählen. Wales ist von Eroberungszügen größtenteils verschont geblieben. Ob es nun an der rauen Landschaft lag, die den ein oder anderen Eroberer abschreckte oder am heftigen Widerstand der Bevölkerung, die sich nicht erobern lassen wollte – Wales konnte immer seine keltischen Wurzeln verteidigen und pflegt diese auch in der heutigen Zeit. Die Ortsbezeichnung, zweisprachige Schilder und die zweite Amtssprache Walisisch weisen deutlich darauf hin, dass man hier nicht gewillt ist, sich unterzuordnen und anzupassen. Aber genau das ist es, was Wales ausmacht und ihm seinen typischen Charakter verpasst.

Doch was macht Wales so sehenswert? Es sind die kleinen verträumten Dörfer, die atemberaubende Küste und die vielen geschichtsträchtigen Stätten, die aus vergangenen Tagen berichten. So gibt es in der Region Gwynedd, welche im nordwestlichen Teil von Wales zu finden ist, eine Reihe von Burgen. Diese ließ der englische König Edward errichten, um seine Sicherheit zu garantieren. Insgesamt sind so auf einer doch recht kleinen Fläche vier Burgen und Befestigungsanlagen entstanden, welche seit 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Die Hauptstadt von Wales – Cardiff- existiert bereits seit dem 1. Jahrhundert. Eine Reihe von Museen erzählen die geschichtliche Entwicklung der Stadt und des Umlandes in sehr anschaulicher Art und Weise. Besonders sehenswert ist dabei das Freilichtmuseum „National Museum of Welsh Life“. Es wurde 1948 eröffnet und erzählt das Leben der Menschen in Wales. Von den Anfängen der keltischen Dörfer bis hin zum „Haus der Zukunft“ kann man hier in das walisische Leben eintauchen. Und auch Cardiff besitzt eine sehr eindrucksvolle Burganlage, die besichtigt werden kann. Die mittelalterliche Burg wurde aus den Überresten eines römischen Kastells errichtet. Sie stammt aus dem Jahr 1091 und wurde von Robert Fitzhamon errichtet. Viele historisch bekannte Menschen bewohnten diese Burg oder wurden hier eingekerkert. Dazu gehörten der Sohn von Wilhelm dem Eroberer, Robert II und die Tudors.

Das komplette Kontrastprogramm erfährt man in dem kleinen verträumten Fischerdorf Portmeirion. Wer diesen Ort das erste Mal sieht, könnte denken, dass er in Italien gelandet ist. Zwischen 1925 und 1975 verwirklichte sich hier der Architekt Sir Bertram Clough Williams-Ellis seinen Lebenstraum und baute dieses Dorf fast komplett neu auf. Einzig eine kleine ehemalige Fischerhütte gehört nicht zu den Errungenschaften des Künstlers und war bereits vor Ort. Wer sich ein Souvenir aus Portmeirion mitbringen möchte, sollte die „Portmeirion Pottery“ besuchen. Feinstes handgefertigtes Essgeschirr und Küchenzubehör kann hier erstanden werden.

Wales: Ferien im Burgenland

Wales ist das Land der grünen Wiesen, der sanften Hügel und Flüsse. Kaum ein anderes Land steht so für das gemäßigte Klima Mitteleuropas. Die Landschaft ist von Burgen, kleinen Dörfern und Weilern gesäumt, mittelalterliche Geschichte ist hier überall greifbar, spürbar, sichtbar. Das Land hat natürlich nicht die Temperaturen, die man in klassischen Urlaubsländern am Mittelmeer gewöhnt ist, doch wer nach Wales fährt, für den ist der Strand Nebensache (obwohl kilometerlange Strände vorhanden sind!). Ungefähr so groß wie das Bundesland Hessen, es ist die Mischung aus ländlicher Ruhe, Kultur, Geschichte und urbanen Zentren, die das kleine Gebiet auf der angelsächsischen Insel so reizvoll macht.

Eine Ferienwohnung oder auch Ferienhäuser gibt es hier dennoch in den unterschiedlichsten Varianten und in verschiedensten Gebieten. Dabei kann das Ferienhaus eine gute Basis sein, um das kleine Land komplett zu erkunden. Was ein Urlaub in den walisischen Ebenen alles zu bieten hat, soll in den nächsten Absätzen zumindest in Ausschnitten vermittelt werden.

Cardiff: Zwischen Mittelalter und Postmoderne

Die Hauptstadt ist ohne Zweifel das wichtigste urbane Zentrum. Das Cardiff Castle oder das Castell Coch sind Pflichtbesuche für jeden Urlauber, ob historisch interessiert oder nicht. Das moderne "Millennium Center" ist eines der architektonisch wertvollsten Theaterhäuser Europas, der alleinige Anblick ist eine Reise wert, ganz abgesehen vom Innenleben. Für Fans von Doctor Who bietet sich die weltweit einzigartige „Doctor Who Experience“ in Cardiff an, denn die Hauptstadt ist der Hauptdrehort der Kultserie.

Wer direkter das Stadtleben und die Alltagskultur der Stadt erleben will, flaniert einfach einmal gemütlich über die Cardiff Bay. Diese Mischung aus Promenade, Pier, Hafen- und Vergnügungsviertel atmet walisische Kultur. Es gibt Bars, Restaurants, Cafés. Sehenswert sind auch die beeindruckenden Schleusenanlagen.

Trinken in Cardiff, Essen in Wales

Apropos Bars: Cardiff ist bekannt für ein gediegenes, aber abwechslungsreiches Nachtleben. Die beiden wichtigsten Clubs der Stadt, das „Missoula“ und der „Clwb lfor Bach“ (kein Schreibfehler!) sind international unter den Partygängern bekannt und locken für sich genommen schon genug Feiervolk aus ganz Europa an. Soll es etwas gemütlicher sein? „The Dead Canary“ lockt mit extravaganten Cocktails, das „Porter‘s“ begeistert die Biertrinker. Nun ist das Land nicht gerade für eine gehobene Küche bekannt, wie etwa Italien oder Frankreich.

Doch das mag der walisischen Küche Unrecht tun. Urlaub in walisischen Gebieten lohnt sich auch kulinarisch. So ist das Land und vor allem Cardiff für exzellentes Lammfleisch bekannt, serviert in atmosphärischen Restaurants, etwa dem „Barley & Rye“ oder dem „Nant Restaurant“. Für Ferienwohnung oder Ferienhäuser ist vor allem der Norden der Stadt bekannt, besonders die Ferienhäuser am Stadtwäldchen sind für Naturfreunde reizvoll.

Die weiten walisischen Wiesen

Wie bereits erwähnt: In Wales gibt es Burgen, Schlösser, Bergfriede und Festungen wie in keinem anderen Land der Erde. Experten sprechen von über 600 Burganlagen. Damit nicht alle 600 von Ihrem potentiellen Ferienhaus angesteuert werden müssen, zwei Tipps: Das fast 800 Jahre alte Caerphilly Castle, eine gigantische Burg, erbaut zur Abwehr und Abschreckung der Normannen und, erfolglos, der Angelsachsen.

Diese Burganlage war zu Ihrer Zeit ein architektonisches Meisterwerk und ist – Achtung – Vorbild für fast alle danach entstanden Burganlagen in ganz Großbritannien. Burg Bodelwyddan ist ebenfalls ein Must-have, sie ist voller Mythen und Gruselgeschichten, eine Führung lohnt sich. Ferner soll sich hier – laut Legende – der aus Romanen und Überlieferungen bekannte „Heilige Gral“ befinden. Ein Ferienhaus außerhalb von Cardiff findet sich vor allem im Westen des Landes, an den langen Sandstränden und am „Pembrokeshire Coast“ Nationalpark, im Süden bei Carmarthen und im Norden beim „Snowdonia National Park“.

Praktisches

Wales ist Teil des Vereinigten Königreichs, eine Reise in dieses Land ist eine Reise nach Großbritannien, theoretisch. Praktisch jedoch unterscheidet sich die walisische Kultur von der englischen und irischen. Zuerst aber zu den formalen Ähnlichkeiten: Für die Reise braucht der Urlauber noch keinen Reisepass, nur den Personalausweis. Das Land benutzt, wie das Vereinigte Königreich, Steckdosen des Typs G. Dafür braucht ein deutscher Urlauber in der Regel einen UK-Adapter. Die Netzspannung beträgt 230 V bei 50 Hz Spannung.

Land, Leute, Lehrreiches

Nun aber zu einigen grundlegenden Sitten. Wie auch in Irland wundert sich keiner darüber, dass alle Generationen, vom Kind bis zum Urgroßvater, sich in den traditionellen Pubs aufhalten. Der „Pub“ oder „Public House“ ist in Wales, Irland und zum Teil auch in England eine Art öffentliches Wohnzimmer, es gibt Spielabende und den „Sunday Roast“, eine Hauptmahlzeit am Sonntag Nachmittag. Doch Vorsicht: Die klassisch deutsche Sitte des „Vortrinkens“ vor einem Pub-Abend klappt hier nicht, denn die Kneipen schließen deutlich früher als in Mitteleuropa.

Die Waliser sind zudem Sportfans. Sport ist in diesem Land glorifiziert, vor allem Rugby, Golf und Cricket. Das ist auch daran sichtbar, dass auf walisischem Gebiet 200 Golfplätze liegen. Wie viele Golfplätze hat Hessen eigentlich? Übrigens: Nennen Sie ein Waliser niemals Engländer. Im besten Fall ernten Sie dafür ein Lachen, im schlimmsten Fall ist der Gesprächspartner ernsthaft beleidigt.

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