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Weihnachten in England

Weihnachten in England

Weihnachtsbräuche England

Bunte Lichter an Fenstern, Türen und Dächern. Weihnachtsbäume krümmen sich unter ihrem üppig geschmückten Gewand. Fröhliche Melodien erklingen in der eisig kalten Dezemberluft. Buntbestickte Weihnachtsstrümpfe hängen am Kaminsims und warten darauf, von „Father Christmas“ mit Geschenken voll gestopft zu werden. Kurzum: Weihnachten in England ist bunt und fröhlich. Hier werfen wir einen kurzen Blick auf die gängigsten Weihnachtsbräuche in England.

Weihnachtsbräuche in England: Aufwendig und pompös

Der Christmas Pudding ist ein fester Weihnachtsbrauch in England.

Eine Faustregel für Weihnachten in England lautet: Es kann gar nicht aufwendig und opulent genug sein! Dies gilt schon für die obligatorischen Weihnachtsgrußkarten. Über eine Milliarde Weihnachtskarten werden in England in den Adventswochen versendet. Ob großformatige Ausklappkarten, glitzernde Plüschdesigns oder ganz klassische Ansichtskarten mit historischen Weihnachtsmotiven – die Hauptsache ist, die Karten stechen hervor.

Das Verschicken der Karten ist in vielen Familien ein weihnachtliches Ritual. Im schummrigen Kerzenschein macht man es sich in der Runde gemütlich, sortiert und vergleicht seine diesjährigen Schätze und macht sich gemeinsam ans Schreiben und Frankieren. Die glücklichen Empfänger hängen die Karten dann an Girlanden im Zimmer auf oder stellen sie auf den Kaminsims. Sowohl das Verschicken als auch das Empfangen von Grußkarten bereitet große Freude und gehört zu den meist verbreiteten Weihnachtsbräuchen in England.

Eine weitere Tradition ist das Dekorieren der eigenen vier Wände: Weihnachtsdekoration ist in England bunt und schrill. Bunte Lichter, Weihnachtssterne und Girlanden gehören genauso dazu, wie ein üppig geschmückter Weihnachtsbaum. Angeblich wurde der Brauch des geschmückten Tannenbaums im 19. Jahrhundert vom deutschen Prinz Albert, dem Ehegatten der Königin Victoria, nach England gebracht. Seitdem gehört ein Weihnachtsbaum genauso zum Fest wie ein aus Tannenzweigen geformter Adventskranz. Allerdings wird dieser in England an die Haustür genagelt, anstatt mit Kerzen versehen.

Das tägliche Öffnen eines Türchens am Adventskalender steigert die Freude auf das Weihnachtsfest von Tag zu Tag. Ein weiterer typischer Weihnachtsbrauch in England ist der Weihnachtsstrumpf, oder „Stocking“. Jedes Familienmitglied hat einen eigenen bunten Strumpf, der auf dem Kaminsims drapiert wird. Zur Bescherung am Weihnachtsmorgen finden die Hausbewohner die Stockings dann prall gefüllt mit Leckereien, Geschenken und Allerlei vor.

Der englische Weihnachtsmann, „Father Christmas“ genannt, kommt in England nämlich klammheimlich mitten in der Nacht und sorgt dafür, dass die Wünsche der Menschen in Erfüllung gehen. Zur Weihnachtsdekoration gehört außerdem reichlich immergrünes Geäst wie Mistelzweige, Stechpalmen, Efeuranken und Lorbeeren.

Englische Weihnachtsbräuche: Mistelzweig-Romantik

Die Mistelzweige dienen nicht nur reinen Dekozwecken – ein ganz besonders romantischer Weihnachtsbrauch ist an dieses Immergrün geknüpft. In der Vorweihnachtszeit werden die hübschen Mistelzweige über den Zimmertüren aufgehängt. Wer auf der Türschwelle, also unter dem Mistelzweig, stehen bleibt, der darf darauf hoffen, geküsst zu werden! Die Mistel spielt schon seit Jahrhunderten eine Rolle im Brauchtum der Engländer – ihr wurden von jeher magische Kräfte zugesprochen. Keltische Druiden ernteten sie im Winter für die Herstellung von Heilmitteln und Fruchtbarkeitstränken.

Im Mittelalter hing man sich Misteln ins Haus, um böse Geister, Feuer und Hexen fernzuhalten. In manchen Teilen Englands glaubte man, es bringe Glück, der Kuh, die das erste Kalb des neuen Jahres gebar, eine Mistel zu füttern. Der Weihnachtsbrauch des Küssens unter dem Mistelzweig geht auch auf Hochzeits- und Friedensrituale der nordischen Stämme zurück und ist eine Geste der Versöhnung – passend zu Weihnachten.

Ein typisches Weihnachtsgericht in England ist übrigens der Plumpudding. Hier finden Sie Rezepte und Bestellmöglichkeiten.

Weihnachtliches Singen und Krippenspiel in England

Bunter Lichterschmuck - wie hier, in London - gehört zu den schönsten Weihnachtsbräuchen in England.

In der Eiseskälte der Vorweihnachtszeit ist es für die meisten Menschen der erste Instinkt, sich in sein schön dekoriertes Heim zurückzuziehen. Trotzdem sieht man immer wieder kleine Gruppen von Menschen jeden Alters durch die Straßen Englands ziehen, Notenhefte und Instrumente im Gepäck. Das sind die Christmas Carol-Chöre – ein Weihnachtsbrauch in England, der seit dem 19. Jahrhundert eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft ist. Im Gegensatz zu den oft eher melodramatischen Kirchenliedern sind Christmas Carols fröhlich und volkstümlich. Bekannte Carols sind zum Beispiel 'We wish you a merry Christmas', 'O come all ye faithful' und 'I saw three Ships'. So ziehen kleine Gruppen von Sängern und Sängerinnen von Haus zu Haus und verbreiten Weihnachtsstimmung in den Nachbarschaften. Wenn der Chor zum Dank auf einen Punsch in die warme Stube eingeladen wird ist der Gedanke des Weihnachtsfests – nämlich Nächstenliebe und andächtiges Miteinander – auf sehr schöne Weise realisiert. Ein weiterer Brauch ist die allweihnachtliche Inszenierung der Weihnachtsgeschichte, „Nativity Play“ genannt. Diese findet nicht in der Kirche, sondern in den Grundschulen statt. Stolze Eltern strömen in die Schulen, um ihren Kindern beim Nachstellen von Jesu Geburt zuzuschauen. Durch diese Weihnachtsbräuche werden die christlichen Ideen hinter dem Weihnachtsfest durch Spiel und Gesang weitergetragen.

Weihnachtsbräuche in England: Christmas Cracker

Auch in England werden natürlich zu Weihnachten etliche Stunden bei Tisch verbracht. Da kann es schon mal sein, dass zwischen all den Gängen Langeweile aufkommt. Zum Glück gibt es in England die sogenannten „Christmas Cracker“. Die dekorativ verpackten Christmas Crackers gehören dort zum Weihnachtsgedeck einfach dazu. Sie sind Tischdeko und Wundertüte zugleich. Die Cracker explodieren, wenn zwei Tischnachbarn gleichzeitig an beiden Enden ziehen. Heraus fallen Papierkronen, kleine Geschenke und eine Notiz, die sogleich laut verlesen wird. Meist enthält sie einen lustigen Spruch oder Reim. Die Papierkronen, manchmal auch Hüte, zieren dann anschließend die Köpfe der Speisenden und lassen die Tischgäste so richtig schön albern aussehen. Die kleinen Geschenke werden ausprobiert, ausgetauscht und an die Kinder weiter verschenkt. Christmas Cracker sind ein weit verbreiteter Weihnachtsbrauch in England, der für lockere Stimmung und gute Laune sorgt und erfolgreich gegen die Langeweile an der Festtafel zum Einsatz kommt.

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