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William Turner

William Turner

William Turner

Der Bildband zeigt auf der Rückseite ein Porträt von William Turner.

William Turner war einer der bedeutendsten britischen Maler des vergangenen Jahrhunderts. Der Künstler erlangte vor allem durch seine Landschafts- und Seebilder weltweite Berühmtheit. Kunstkennern gilt Turner vor allem als ein Meister des Lichts: Er verwandelte Sonnenuntergänge, Schiffsbrüche und Explosionen zu beeindruckenden Kunstwerken.

Geboren wurde Joseph Mallord William Turner am 23. April 1775 in London. Sein Vater, zu dem er Zeit seines Lebens ein gutes Verhältnis pflegte, schickte den Sohn in den Kinderjahren auf das Land. Er sorgte sich um den gesundheitlichen Zustand des Jungen. Zudem erkannte der Vater früh die künstlerische Begabung des jungen William Turner. Im Alter von zwölf Jahren entstanden bereits seine ersten Skizzen und Bilder. Der stolze Vater stellte die Werke des talentierten Juniors in seinem Friseurladen aus.

Mit 15 Jahren wurde William Turner an der Royal Academy London, einer der wichtigsten Kunstinstitutionen des Vereinigten Königreichs aufgenommen. Der aufstrebende Künstler erlernte dort drei Jahre lang das Handwerkszeug der Malerei. In seiner Anfangszeit orientierte sich Turner an den Werken der Barockmaler Rembrandt und Claude Lorrain. Auch Tizian, ein Maler der Hochrenaissance, hatte Einfluss auf sein Schaffen.

Reisen inspirierten William Turner

In seiner frühen Schaffensphase widmete sich William Turner vor allem Grafiken und Aquarellen. Unter anderem entstanden idealisierte Stadtansichten von London. Um Eindrücke für die Motive seiner Bilder zu sammeln, bereiste der Künstler ganz Europa. In der Schweiz widmete er sich vor allem Flussansichten und den beeindruckenden Alpenformationen des Landes. Dafür hatte William Turner immer sein Skizzenbuch im Gepäck, das er, zurück in England, nutzte, um seine Werke entstehen zu lassen.

Im Alter von 24 Jahren stellte William Turner sein erstes Ölgemälde, „Fischer auf See“, aus und wurde drei Jahre später als außerordentliches Mitglied in die Royal Academy of Arts aufgenommen. Zu dieser Zeit hatte sein Erfolg als Maler bereits Früchte getragen. Er war finanziell unabhängig und zog aus seinem Elternhaus aus. Im Jahr 1804 richtete er in seinem neuen Zuhause sogar eine eigene Galerie ein, was in der damaligen Zeit und in der englischen Kunstwelt eine absolute Premiere war. Sein Schaffen erfuhr in den Folgejahren immer mehr Anerkennung. Neben John Constable wurde William Turner zu einem der gefragtesten Landschaftsmaler in England. Im Jahr 1811 erhielt er sogar eine Professur für die Royal Academy of Arts. William Turner lehrte dort das Fach Perspektive.

Das berühmte Spätwerk von William Turner

Der Bildband zeigt die Welt des Lichtes und der Farbe, die William Turner festhielt.

Nach 1820 wandelte sich Turners Stil. Es entstanden mehr Kompositionen, die sich vornehmlich auf das farbliche Zusammenspiel konzentrierten. Eine Italienreise war der Auslöser für diese Wende seines Schaffens. Das südliche Licht inspirierte ihn in besonderem Maße und er schuf innerhalb von vier Monaten rund 2.000 Skizzen von Rom und dessen Umgebung. Nicht nur das Meer und die Seefahrt faszinierten Turner. Er widmete sich auch einem neuen Fortbewegungsmittel: der Eisenbahn. William Turner war der erste Maler, der einen schnell fahrenden Zug realistisch darstellte. Eines seiner bekanntesten Bilder mit diesem Motiv entstand im Jahr 1844 und hieß „Regen, Dampf und Geschwindigkeit“.

Die berühmtesten Werke William Turners sind jedoch erst in seinen letzten Lebensjahren entstanden. Er lebte in dieser Zeit bereits zurückgezogen und hielt sich vom gesellschaftlichen Leben fern. Zudem litt er unter einer Trübung der Linse des Auges, die zu einer veränderten Farbwahrnehmung führte. Diese Krankheit beeinflusste die Farbgestaltung der Kunstwerke. Überdies wurde die Malweise des Künstlers immer freier und traf nicht mehr den damaligen Zeitgeist. Die Werke wirkten für die Allgemeinheit oftmals unfertig und skizzenhaft.

Die Spätwerke von William Turner fanden deshalb bei den Impressionisten eine große Anerkennung und Aufnahme. Deren Vertreter, wie zum Beispiel Claude Monet und Camille Pissarro, erkannten in Turner den Vorreiter für ihre künstlerischen Ideen. Der Maler wurde aber nicht nur zum einem Vorbild der Impressionisten, sondern auch der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Künstler starb am 19. Dezember 1851 im Alter von 76 Jahren. Nach seinem Tod hinterließ er dem britischen Königreich mehr als 2.000 Werke.

William Turner war ein äußerst produktiver Künstler. Sein Lebenswerk umfasst mehr als 19.000 Zeichnungen und Aquarelle sowie rund 300 Ölgemälde. Heute ist eine Vielzahl seiner Gemälde in der National Gallery, der Tate Gallery und im British Museum in London untergebracht. Auf dem internationalen Kunstmarkt werden die Werke William Turners seit dem Ende des 20. Jahrhunderts hoch gehandelt. Das bislang teuerste Gemälde des Künstlers, „Modern Rome – Campo Vaccino“, wurde im Jahr 2010 für rund 44,9 Millionen US-Dollar vom J. Paul Getty Museum in Los Angeles ersteigert.

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