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Wikinger in England

Wikinger in England

Die Wikinger in England

750 Jahre nach der Eroberung Englands durch die Römer (43 nach Christus) starteten die grausamen Raubzüge der Wikinger in England. Das Zeitalter der Wikinger begann im Jahr 793 im Nordosten von England. Norweger plünderten das englische Kloster Lindisfarne. Die wehrlosen Mönche des Klosters mussten die Plünderung ihrer Kirche hilflos mit ansehen.

Während Mitte des 9. Jahrhunderts die Dänen Britannien überfielen, zerfiel der englische Staat immer mehr. Die armen Angelsachsen wussten lange nicht, wie sie sich gegen die Invasion der Wikinger wehren konnten. Das sogenannte Danegeld, eine Schutzgeldzahlung an die Wikinger, war die einzige Möglichkeit zum Überleben. Es begann eine lange Leidenszeit für das unterdrückte Land. England mit ihren Angelsachsen und Kelten litt wie kein anderes Land unter den Repressalien der Wikinger.

Die Wikinger und ihre Raubzüge in England

Die intensiven Raubzüge der Wikinger in England näherten sich um 830 ihrem Höhepunkt. Fünf Jahre später standen 350 Wikingerschiffe vor der Küste von Cornwall. Die überwiegend aus Dänemark stammenden Wikinger erklärten England zum Ziel ihrer großen Beutezüge. Vor allem Klosterkirchen und Abteien wurden überfallen. Sie beherbergten wertvolle Schätze. Die Mönche lebten in Wohlstand. Alles was getragen werden konnte, schleppten die Wikinger fort.

Bis 850 kehrten die Wikinger nach ihren Überfällen immer wieder nach Skandinavien zurück. Doch ab dem Jahr 851 überwinterten sie in England. Die Wikinger wählten die Inseln Thanet und Sheppey an der Mündung der Themse, um dort einen festen Stützpunkt einzurichten und ließen sich dort nieder.

Die Gründung von Königreichen der Wikinger in England

Es waren dänische Wikinger, die nach der Gründung eigener Reiche ihre Landsleute auf englischem Boden ansiedelten und ihre Gesetze einführten. So etablierte sich im Laufe der Jahrzehnte eine dänische Minderheit in England.

Die dänische Armee begann schließlich im Jahr 865 mit der Eroberung Englands. In diesem Jahr landete die erste große Armee der Dänen an der Küste von East Anglia. Die Söhne des Königs Ragnar Lodbrok, Ivar und Halfdan, führten die Armee an. Sie erklärten Anglia zum Stützpunkt der Wikinger. Es folgte die Eroberung von York im Jahr 866. Die Wikinger erkoren York zum Mittelpunkt des Königreiches mit dem nordischen Namen Jórvík, welches erst im Jahre 954 nach Christus wieder untergehen sollte.

Bereits ein Jahr später setzten die Wikinger ihren Schützling Egbert I. auf den Thron, nachdem sie die Armee Northumbrias dort besiegt hatten. Die ganze Region von East Anglia wurde unterworfen.

Der Wikinger lassen sich in England nieder

Nach der Unterwerfung von nahezu ganz East Anglia zogen die Wikinger im Jahr 870 nach Wessex. Sie schlugen ihr Lager in der Region von Reading auf. Der Vormarsch der Wikinger war nicht aufzuhalten, obwohl die Schlacht von Ashdown von den Angelachsen gewonnen wurde. König Alfred der Große war gezwungen, sich den Waffenstillstand zu erkaufen.

Bereits drei Jahre danach brachten die Dänen König Kelvulf auf den Thron im östlichen Teil von Mercia. Die Wikinger verstärkten ihre Armee durch immer neu ankommende Truppen in England. Eine erste Aufteilung des Territoriums aller eroberten Gebiete zwischen den dänischen Armeen erfolgte 876.

Die Ansiedelung der Wikinger in England begann. Ein Jahr danach ließen sich mehrere dänische Armeen im Osten Mercias nieder. Das führte zur Entstehung des Fünf-Burgen-Gebiets.

Alfred der Große von England und die Wikinger

König Alfred der Große, König von Wessex, wurde 871 gekrönt. In der Schlacht von Edington im Jahr 878 feierte Alfred einen bedeutsamen Sieg über die Dänen. Die Wahrung der Unabhängigkeit von Wessex war gesichert. Das führte zur Vereinigung aller restlichen angelsächsischen Königreiche zu einem einzigen Staat.

Die angelsächsischen Reiche erkannten Alfred acht Jahre nach diesem Sieg als König von England an. In diesem Jahr teilten die Wikinger und Angelsachsen England unter sich auf.

Das Danelaw (Danelag) und der Friedensvertrag zwischen England und den Wikingern

Alfred war es nicht gelungen, das gesamte Land von der Wikinger-Herrschaft zu befreien. Daher einigte er sich mit dem Dänen Guthrum auf einen Teilungsvertrag. Die Wikinger erhielten den Osten, Nordosten und den Nordwesten Englands. Dänische Kultur, Sprache und Gesetzgebung setzte sich dort durch. Im dänischen Territorium und unter der Herrschaft der Wikinger befanden sich Cambridge, Norwich, Leicester, Manchester, York und Newcastle upon Tyne.

Die Dänen übergaben London an Alfred den Großen und er schloss mit dem Wikinger-Führer Guthrum von East Anglia einen Friedensvertrag. Die Unabhängigkeit beider Staaten wurden darin anerkannt, die Westgrenze des dänischen Territoriums festgelegt und die Gleichheit der angelsächsischen Bürger und der Wikinger auf dem Gebiet von Danelaw niedergeschrieben. Dieses Dokument legte den Grundstein für die staatliche Einheit von Danelaw und regelte dies durch eigene Gesetze für alle Bürger.

Als in den Jahren 892 bis 896 eine neue Wikinger-Armee an der Küste von Wessex landete, kamen die Dänen von East Anglia und Yorkshire zu Hilfe. König Alfred dem Großen gelang es geschickt, ein nationales Verteidigungssystem und eine eigene Flotte gegen die Eindringlinge einzusetzen. Die Verdienste Alfred des Großen waren unübersehbar. Nachdem König Alfred noch bis 899 regiert hatte, verstarb er. Seine Nachfolger und deren Erben drängten die Wikinger weiter zurück.

Erneute Angriffe der Wikinger in England

Knapp 100 Jahre später griffen Wikinger erneut zunehmend England an. Die Wikinger erhielten so insgesamt Schutzgeldzahlungen von 100 000 Pfund Silber von König Ethelred in England. In der Bevölkerung machte sich Unmut breit. Der König ordnete deshalb 1002 einen Massenmord an tausenden von in England lebenden Dänen an. Der dänische König Gabelbart, dessen Schwester unter den Opfern war, sann nun auf Rache und überflutete das Land mit Vergeltungsfeldzügen.

Die Skandinavier ließen sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts von Theiß bis Themse nieder und schufen ihre eigene Wirtschaft und soziale Organisation. Auch wenn es keine Einheit zwischen den dänischen Gebieten gab – im Kriegsfall schlossen sich alle gegen die Angelsachsen zusammen. Systematische Angriffe auf die dänischen Länder unter Edward dem Älteren bedeuteten den Untergang des angelsächsischen Staates.

Die Wikinger und ihre dänischen Könige in England

In den Jahren 1013 bis 1042 stand England fast durchgehend unter der Herrschaft von dänischen Königen. Durch die Führerschaft von König Sven im Jahr 1013 konnte England der Wikinger-Armee nicht mehr widerstehen. Danelaw ging mit einem Teil der angelsächsischen Bürger auf die Dänen über, während König Ethelred II. mit seiner Familie in die Normandie fliehen musste. Die Vereinbarungen von Oxford im Jahre 1018 legte letztendlich die Bedingungen für eine Co-Existenz zweier Nationen fest und Danelaw wurde am Ende ein Teil von England.

Das Blatt wendete sich 1066, als Herzog Wilhelm mit den Normannen ganz England eroberte. Mit der Eroberung der Britischen Inseln durch die Angelsachsen verschwand auch der Einfluss der Kelten auf die englische Sprache. Nur in Wales und Schottland sprechen noch einzelne Volksgruppen die Sprache der Kelten. Andere Spuren der Kelten finden sich heute nur noch in Artefakten und in geografischen Namen.

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