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The Beatles

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Ihre Botschaft war einfach und wurde rund um den Erdball verstanden: „All You Need Is Love“. Mit rund 1,3 Milliarden verkauften Tonträgern gehören die Beatles zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte.

Und noch heute, 40 Jahre nach ihrer Trennung, begeistert die Musik der „Fab Four“ Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Doch wo nahm der Mythos „The Beatles“ seinen Anfang? Und wie wurden die vier Jungs aus Liverpool zu gefeierten Idolen? Begeben wir uns auf eine Zeitreise und folgen den Spuren der Beatles durch Liverpool und London.

John Lennon gründet eine Schülerband

Die Quarry Bank High School Liverpool, die heutige Calderstones School, ist die Keimzelle der Beatles. Hier gründet der damals 16jährige John Lennon gegen Ende des Jahres 1956 die Schülerband „The Quarry Men“. Im Rahmen eines Auftrittes der heute wohl berühmtesten Schülerband der Welt anlässlich eines Gartenfestes der Kirchgemeinde von Liverpool-Woolton lernt John am 6. Juli 1957 den um ein Jahr jüngeren Paul McCartney kennen.

Paul beeindruckt Lennon mit der Akkord- und textsicheren Wiedergabe des Eddie Cochran-Songs „Twenty Flight Rock“ auf der Gitarre und gehört fortan zu Johns Band. Dies ist „der Beginn einer musikalischen Konkurrenzsituation auf Augenhöhe“, wie sich Ivan Vaughan, ein ehemaliger Schulfreund John Lennons, später erinnert. Ein Schulfreund Paul McCartneys, ein damals 14jährige Junge namens George Harrison, besucht am 6. Februar 1958 ein Konzert der „Quarry Men“ in der Wilson Hall in Liverpool. Im Bus spielt er John Lennon das Instrumentalstück „Raunchy“ auf seiner Gitarre vor und wird in die Band aufgenommen - drei der vier späteren Beatles hatten sich gefunden.

Eine Zeitreise auf den Spuren der Beatles...

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Die Band wechselt mehrfach ihren Namen. Aus den „Quarry Men“ werden im Oktober 1959 „Johnny and the Moondogs“. Im Frühjahr 1960 wird der Bandname in „The Silver Beatles“ geändert, doch bereits im August streichen die Musiker den Zusatz „Silver“ wieder und treten fortan als „The Beatles“ auf. Eine Anfrage des deutschen Konzertveranstalters Bruno Koschmieder führt die Band im August 1960 nach Deutschland.

Täglich spielen John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe sowie der Schlagzeuger Pete Best im „Indra“, einem Stripclub im Rotlichtviertel St. Pauli, und werden schnell zum Geheimtipp in der Hamburger Klubszene. Sie lernen unter anderem den Fotografen Jürgen Vollmer kennen - eine Begegnung von entscheidendem Einfluss auf das künftige Erscheinungsbild der Band.

Jürgen Vollmer erinnert sich an jenen Moment mit den Worten: „Sie blickten auf meine Frisur und sagten ‚Ja, so einen komischen Haarschnitt möchten wir auch‘.“ Und John Lennon ergänzt rückblickend in einem Interview 1967: „Jürgen hatte nach unten gekämmte Haare mit Pony, was uns ziemlich gut gefiel.

Wir sind zu seiner Wohnung und wurden dort von ihm auf die gleiche Art frisiert – wobei das Wort zerschnippelt wohl passender wäre“. Es entsteht der für die Beatles der frühen Jahre typische Look, die Pilzkopf-Frisur. Zur gleichen Zeit lernen die Beatles in Hamburg eine ebenfalls aus Liverpool stammende Band namens Rory Storm & The Hurricanes kennen. Am Schlagzeug: Ringo Starr. Doch sollte es noch bis zum Sommer 1962 dauern, bis Ringo zu den Beatles stößt.

Beatles: Der Durchbruch

Zunächst aber erobern die Beatles nach ihrer Rückkehr aus Hamburg ihre Heimatstadt Liverpool im Sturm. In der Litherland Town Hall geben sie am 27. Dezember 1960 ein Konzert und hinterlassen großen Eindruck bei den Zuschauern. Man feiert sie als die “beste Band der Stadt” - die Popularität wächst. Nach ihrem Auftritt in der Litherland Town Hall folgt am 9. Februar 1961 ihr erstes Gastspiel im Cavern Club in der Mathew Street. Der Club wird schnell zum Stammlokal der späteren Fab Four und genießt heute unter den Beatles-Fans Kultstatus. Insgesamt sind 292 Auftritte der Beatles im Cavern Club nachgewiesen. Im Juni 1961 kehren die Beatles nach Hamburg zurück und begleiten Tony Sheridan bei Plattenaufnahmen, unter anderem bei dem Song „My Bonnie“.

Im Herbst fragt ein Kunde bei Brian Epstein, dem Liverpooler Geschäftsführer der Plattenfirma EMS, genau diese Aufnahme an. Epstein recherchiert und besucht am 9. November 1961 ein Konzert der Beatles im Cavern Club. Er ist begeistert von der Ausstrahlung der Band und bietet an, das Management der Gruppe zu übernehmen. Brian Epstein strukturiert sowohl Bühnenshow als auch Outfit der Beatles: Die Lederkluft wird gegen schwarze Anzüge getauscht, es gibt ein festes Bühnenprogramm und Epstein setzt ein „manierliches Verhalten“, so John Lennon in einem Interview von 1974, der Musiker während der Auftritte durch. Zudem macht Epstein die Gruppe bei diversen Plattenfirmen bekannt – mit Erfolg: Am 6. Juni 1962 erhalten die Beatles in den Abbey Road Studios London vom Produzenten George Martin einen Plattenvertrag. Ringo Starr ersetzt den bei den Produzenten am Schlagzeug durchgefallenen Pete Best – die Band ist komplett.

Das erste gemeinsame Konzert der Beatles in der Bestzung Lennon, McCartney, Harrison und Starr findet am 18. August 1962 in der Hulme Hall von Birkenhead statt. Am 5. Oktober 1962 erscheint die erste offizielle Single der Beatles in Großbritannien: „Love Me Do“ erreicht Platz 17 der britischen Top 40. Die zweite Single „Please Please Me“ wird am 11. Januar 1963 veröffentlicht und schafft es in England bis auf Rang 2. Mit den Erfolgen ihrer ersten Singles sowie der sich anschließenden Radio- und Fernsehauftritte vergrößert sich der Bekanntheitsgrad der Beatles über Liverpool hinaus. Nach einer ersten Großbritannien-Tournee folgen Auftritte bei der “Swinging Sound-Show” in der Royal Albert Hall am 18. April 1963 und anlässlich des “NME-Poll-Winners-Konzerts” im Empire Pool von Wembley vor 10.000 Zuschauern am 21. April 1963. Der erste offizielle Beatles-Longplayer „Please Please Me“ erscheint am 22. März 1963 und erobert wie alle weiteren Beatles-LPs - mit Ausnahme von “Yellow Submarine” 1969 - die Spitze der britischen Hitparaden.

Je bekannter die Band wird, desto stärker wächst die Verehrung der Musiker durch ihre Fans. Nach Veröffentlichung der Single “She Loves You” am 23. August 1963 erreicht der Kult um die Beatles in der Musikgeschichte bisher nicht gekannte Ausmaße. Bei öffentlichen Auftritten müssen die Musiker mehr und mehr von Polizeikräften vor den Menschenmassen abgeschirmt werden; auf dem Weg von und zu den Konzertsälen benötigen die Fab Four gar Polizeischutz. Der endgültige Durchbruch gelingt den Beatles am 13. Oktober 1963 mit einem Auftritt in der damals sehr populären Fernsehsendung “Sunday Night At The London Palladium”. Fünfzehn Millionen Menschen verfolgen den Auftritt der Beatles am Fernsehgerät, eine Menschenmenge kreischender Fans legt den Verkehr vor dem Theater still. Die Hysterie um die Band bekommt einen Namen: Beatlemania. Was nun folgt, könnte einem Märchen entstammen und ist doch Realität: Die vier Jungs aus Liverpool starten einen Siegeszug rund um den Erdball.

Ihre Platten belegen regelmäßig Spitzenpositionen in den Charts – die Beatles sind die einzige Band der Musikgeschichte, die sich selbst zweimal in Folge als Nummer eins der amerikanischen Billboard Hot 100 ablösen: Dem Titel “I Want to Hold Your Hand” folgt “She Loves You”, und nach dieser Single erreicht “Can’t Buy Me Love” Platz 1 (1964). Für ihr zweites Album “With The Beatles”, veröffentlicht am 22. November 1963, gibt es in Großbritannien bereits 1 Mio Vorbestellungen. Insgesamt werden die Beatles weltweit bis zum Jahr 2010 rund 1,3 Milliarden Tonträger verkaufen und gehören damit zu den nach Verkaufszahlen gerechnet erfolgreichsten Bands des 20. Jahrhunderts.

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Tourneen führen die Gruppe zunächst durch Großbritannien und Schweden. Nach einem Gastspiel in der Ed Sullivan-Show am 9. Februar 1964, die 73,7 Mio Zuschauer im US-Fernsehen verfolgen, liegt ihnen auch Amerika zu Füßen. Kurz zuvor hatten die Beatles mit “I Want To Hold Your Hand” ihren ersten Nr.1-Hit in den Vereinigten Staaten. Den Beatles gelingt, wovon Musiker nur träumen können: In den USA stehen sie am 4. April 1964 auf den ersten fünf Plätzen der Single-Hitparade; in Australien sind es gar die ersten sechs Ränge. Gipfel der bis heute unerreichten Dominanz: Zur gleichen Zeit ist die Gruppe mit sieben weiteren Songs in den US-Top 100 vertreten.

Auf ihren Tourneen brechen die vier Jungs aus Liverpool alle Rekorde. Bei der Ankunft zur Australien-Tour 1964 wird die Band von 300.000 Fans in Adelaides Innenstadt empfangen. Es ist die größte Menschenmenge, die sich bis dahin jemals in Australien versammelt hatte. Neben ihren grandiosen Tournee- und Charterfolgen versuchen sich die Beatles auch im Filmgeschäft. Unter der Regie von Richard Lester beginnen am 2. März 1964 die Dreharbeiten zu “Yeah Yeah Yeah” (Originaltitel: “A Hard Day’s Night”). Insgesamt drehen die Beatles bis 1970 fünf Filme, darunter den Zeichentrickfilm “Yellow Submarine”. Für ihr musikalisches Schaffen werden die Beatles mit insgesamt neun Grammys ausgezeichnet und erhalten 1970 einen Oscar für den Film “Let It Be” in der Kategorie Beste Filmmusik.

Es gibt Fotos, die im kollektiven Gedächtnis der Menschheit gespeichert sind: Ein hochbegabter Physiker mit weißem Haar streckt einem Fotografen die Zunge heraus; ein amerikanischer Astronaut betritt als erster Mensch den Mond; vier junge Männer überqueren auf einem Zebrastreifen die Londoner Abbey Road. In genau jenem Kontext ist das Werk der Beatles einzuordnen. Mit ihrem von Gitarren dominiertem Spiel und dem schnellen 4/4-Takt kreieren sie einen neuen Musikstil - den Beat - und inspirieren künftige Musikergenerationen. Die Beatles gelten als Wegbereiter des modernen Musikmarketings. 1965 drehen sie für ihr Album “Rubber Soul” erstmals sogenannte Promo-Filme - die Vorläufer hetiger Musikvideos.

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Am 15. August 1965 werden die Beatles zum Erfinder der Open-Air-Konzerte der modernen Musikgeschichte: Im ausverkauften New Yorker Shea Stadium spielen sie vor 55.600 Zuschauern den größten Live-Auftritt ihrer Karriere und sind damit die erste Popgruppe, die in einem offenen Stadion ein Konzert gibt. Im August 1966 erscheint das Album “Revolver”, mit dem die Beatles musikalisches Neuland betreten. In die Songs werden klassische Elemente und Tonbandschleifen eingearbeitet – der Vorläufer heutiger Sampling-Technik in der Produktion von Popmusik. 1967 veröffentlichen die Beatles mit “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” eines der ersten Konzeptalben der Musikgeschichte und inspieren so unter anderem Pink Floyd zur Produktion eigener Konzeptalben. Auf der Doppel-LP “The Beatles”, dem sogenannten Weißen Album, veröffentlichen sie im Jahr 1968 mit “Helter Skelter” eines der ersten Hard Rock-Stücke der Musikgeschichte.

Am 25. Juni 1967 strahlt die BBC via Satellit die Fernsehsendung “Our World” aus, in der die Fab Four das von John Lennon geschriebene Stück “All You Need Is Love“ live performen. 400 Mio Menschen rund um den Globus sehen den Beatles-Auftritt auf ihren Bildschirmen. Etwas vergleichbares wird es erst gut zwei Jahre später wieder geben: Dann verfolgt die Menschheit weltweit vor ihren TV-Geräten, wie der ersten Mensch den Mond betritt.

Das Ende der Beatles

Beatles-Fans und Musik-Experten streiten noch heute – 40 Jahre nach der Trennung der Band – wer für das Ende der Beatles verantwortlich ist. War es das 1967 gegründete Beatles-Unternehmen Apple, das sich mangels Geschäftssinns der Musiker und ihrer Angestellten zum Millionengrab entwickelte? War es Yoko Ono, die im November 1966 in John Lennons Leben trat und deren fortschreitende Liebesbeziehung zu John maßgeblich die Arbeit der Band im Studio behinderte? McCartney, Harrison und Starr ließen keinen Zweifel, dass sie Johns neue Freundin nicht mochten. Zudem stritten sich die Musiker heftig über die nächste Single-Auskopplung. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand das von Lennon geschriebene Stück „Revolution“. Als der Streit eskalierte, verließ Ringo die Band, ließ sich dann jedoch überzeugen, zurückzukehren und die gemeinsame Arbeit fortzusetzen.

Waren es Ermüdungserscheinungen? Das Business hatte die Band ausgelaugt. Anstrengende Tourneen vor hysterisch kreischenden Fans sowie der allgegenwärtige Presserummel forderten ihren Tribut. Es fehlte die Zeit zum Regenerieren, zum sammeln von neuen Ideen. Kritiker warfen den Beatles bereits 1964 Einfallslosigkeit vor, als das Album „Beatles For Sale“ veröffentlicht wurde und von den 14 Titeln nur acht aus der Feder der Beatles stammten. Oder waren es die Soloprojekte, die die Musiker auseinander führte? Am 1. November 1968 wird das erste Soloalbum George Harrisons, „Wonderwall Music“, veröffentlicht. Zwölf Tage später folgt der Release des Lennon/Ono-Gemeinschaftswerkes „Unfinished Music No.1: Two Virgins“. 1969 mehren sich die Spannungen innerhalb der Band. Hinzu kommen geschäftliche Probleme. Der letzte öffentliche Live-Auftritt der Beatles datiert vom 30. Januar 1969. Auf dem Dach der Apple-Studios in der Londoner Savile Row gibt die Band gemeinsam mit Billy Preston ihr letztes öffentliches Open-Air-Konzert. Schaulustige verursachen ein Verkehrschaos, Anwohner fühlen sich wegen Ruhestörung belästigt – die Polizei bricht das Konzert nach 42 Minuten ab. Der Auftritt endet mit John Lennons Worten: „Ich möchte mich im Namen der Gruppe und uns selbst bedanken – und ich hoffe, wir haben das Vorspielen bestanden.“

Am 20. September 1969 unterzeichnen die Beatles einen neuen Vertrag mit ihrer Plattenfirma. McCartney schlägt weitere Beatles-Konzerte vor, doch John Lennon mag nicht mehr und erklärt seinen Rückzug aus der Gruppe. Sechs Tage später wird das Album „Abbey Road“ veröffentlicht, auf dessen berühmten Cover die Fab Four den Zebrastreifen eben jener durch die Beatles bekanntgewordenen Londoner Straße überqueren. Das letzte Stück der LP - „The End“, ein mehrteiliges Medley – schließt mit den Worten:„Und am Ende ist die Liebe, die du empfängst, gleich der Liebe, die du gibst.“ Nachdem sich der Streit um das neue Album – veröffentlicht am 8. Mai 1970 unter dem Titel „Let It Be“ - nicht beilegen lässt, erhält die britische Presse am 10. April 1970 Post von Paul McCartney . In der Sendung befindet sich neben Vorab-Exemplaren seines ersten Soloalbums ein Interview, in dem er die Trennung von den Beatles bekannt gibt.

Noch am selben Abend veröffentlichen die Beatles eine letzte Pressemitteilung, in der es unter anderem heißt: „Die Welt dreht sich weiter, so wie wir und so wie ihr. Erst wenn sie aufhört sich zu drehen – das wird der Zeitpunkt sein, sich zu sorgen. Vorher nicht. Bis dahin sind die Beatles am Leben und wohlauf, und der Beat geht weiter, der Beat geht weiter…“. Ringo Starr fasste im Jahr 2008 die Botschaft der Beatles im Rahmen eines Interviews in folgende Worte: „Wir waren ehrlich zueinander und ehrlich in unserer Musik. Die Musik war positiv. Positiv und voller Liebe. [...] Die grundsätzliche Aussage der Beatles war Liebe“. Keine Frage – die Beatles hatten herausragendes geleistet. Für ihre Verdienste um die britische Exportindustrie wurden die Musiker am 26. Oktober 1965 im Londoner Buckingham Palast von Königin Elisabeth II. mit dem “Member Of The British Empire”-Orden ausgezeichnet.

Im April 1990 wurden vier in den Jahren 1983 und 1984 entdeckte Asteroiden von der Internationalen Astronomischen Union in Lennon, McCartney, Harrison und Starr umbenannt. Eine ganz besondere Würdigung erfuhren die Fab Four am 4. Februar 2008: Aus Anlass des 40. Jahrestages der Aufnahme des Beatles-Songs “Across the Universe” sendete die NASA das Lied als mp3-Datei zum Sternbild Kleiner Bär; die John Lennon-Komposition wird die 2,5 Billiarden Kilometer entfernte Polarstern-Region im Jahr 2439 erreichen. Beatles-Fans riefen den 4. Februar 2008 darüber hinaus zum „Across the Universe Day“ aus und spielten den Song zum Zeitpunkt der Übertragung weltweit mit. Das Ereignis wurde von der NASA via Internet live übertragen, untermalt mit einem Video, das den Song illustriert.

Beatles: Nach der Trennung

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Zwar blieben die vier Musiker nach der Trennung der Beatles in Kontakt, doch zu einem Treffem aller Bandmitglieder kam es nicht mehr. Die Ex-Beatles verfolgten erfolgreich Soloprojekte und arbeiteten mit anderen Musikern an verschiedenen Vorhaben. Doch die Beatles selbst gerieten nicht in Vergessenheit: Im Frühjahr 1976 stand die Band wieder in den Hitlisten. Nach der Neuveröffentlichung sämtlicher Beatles-Singles in Großbritannien waren die vier Jungs aus Liverpool mit 23 Titeln in den britischen Top-100 vertreten.

Paul McCartney erfuhr im Oktober 1979 eine besondere Würdigung. Das Guinness-Buch der Rekorde zeichnete ihn als den „erfolgreichsten Komponisten aller Zeiten“ mit einer Rhodium-Schallplatte aus. Und ein anderer Großer des Pop zeigte Interesse am musikalischen Erbe der Fab Four: Für 47,5 Millionen Dollar erwarb Michael Jackson am 10. August 1985 die Rechte an allen 251 von John Lennon und Paul McCartney komponierten Liedern. 21 Jahre später, im August 2006, wurde das Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ nach einer BBC-Umfrage zum „besten Album aller Zeiten“ gewählt – nein, eine Band wie die Beatles kann nicht in Vergessenheit geraten. Weder die Auflösung der Gruppe noch der gewaltsame Tod John Lennons am 8. Dezember 1980 in New York oder das Ableben George Harrisons am 29. November 2001 nach einem Krebsleiden konnten die Beatles aus der öffentlichen Erinnerung tilgen. John, George, Paul und Ringo haben sich mit ihrer Musik unsterblich gemacht.

The Beat Goes On

Im Oktober 1987 einigten sich McCartney, Harrison und Starr auf die Verwirklichung des Projekts „The Beatles Anthology“, das neben einer Fernsehproduktion und einem Buch auch drei Alben und drei neue Singles vorsah. Das Großprojekt startete im Februar 1994 mit den Aufnahmen für die erste neue Beatles-Single seit 25 Jahren. Unter Verwendung modernster Technik wurde den neu eingespielten Gesangs- und Instrumental-Spuren das digital gesäuberte „Free As A Bird“-Demoband von John Lennon hinzugefügt. Die am 4. Dezember 1995 veröffentlichte Single schaffte es dann aber entgegen aller Erwartungen in England „nur“ auf Platz 2 - Michael Jacksons „Earth Song“ war nicht von der Spitzenposition zu verdrängen. Zuvor hatten es die Beatles jedoch erneut bis ganz nach oben geschafft: Das im November 1994 als Doppelalbum „Live At The BBC“ veröffentlichte Material, bestehend aus einem Querschnitt der Beatles-Rundfunkaufnahmen aus den Jahren 1963 bis 1965, erreichte die Nr. 1 der britischen Charts.

Das Doppel-Album „Anthology 1“ mit Songmaterial aus den Jahren 1958 bis 1964 wurde am 21. November 1995 veröffentlicht und erreichte die Spitze der US-Charts. „Anthology 2“ mit Titeln aus den Jahren 1965 bis 1968 folgte im März 1996 und stieg sowohl in Amerika als auch in Europa an die Spitze der Hitlisten. Am 17. Oktober 1996 gaben McCartney, Harrison und Starr bekannt, dass es keine weiteren gemeinsamen Aufnahmen geben würde. Das am 28. Oktober 1996 veröffentlichte Doppel-Album „Anthology 3“ mit Titeln von 1968 bis 1970 erreichte Rang 1 der US-Hitlisten. Den Beatles gelang es damit als einziger Gruppe, innerhalb eines Jahres mit drei Alben die US-LP-Hitparade anzuführen. Insgesamt erhielt die Band für die dreiteilige „Anthology“ 15 Multi-Platin-Schallplatten und wurde mit drei Grammy Awards ausgezeichnet. Im Dezember 1998 folgte dann die Verewigung der Beatles mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Mit dem am 17. November 2000 veröffentlichten Greatest Hits-Album „1“ kehrten die Beatles noch einmal in 34 Ländern - unter anderem in Deutschland, Großbritannien und den USA - an die Spitze der Hitparaden zurück. Die bestverkaufte CD des Jahres wurde allein in der ersten Verkaufswoche weltweit 35fach mit Platin ausgezeichnet. Nach vierjähriger Vorbereitung erschienen am 9. September 2009 alle 13 Studioalben der Beatles in einer neu gemasterten Fassung. Erstmalig sind damit alle Beatles-Alben in Stereoqualität auf CD erhältlich. Wie hieß es doch in jener letzten Presseerklärung der Beatles vom 10. April 1970? „...und der Beat geht weiter, der Beat geht weiter.“.

Eine besondere Würdigung soll an dieser Stelle John Lennon erfahren. Unstrittig ist, dass es ohne ihn die Beatles nie gegeben hätte. Er brachte mit dem Beatles-Vorläufer “The Quarry Men” auf den Weg, womit noch heute viele Menschen auf der Welt schöne Erinnerungen verknüpfen: Songs, die in das Musikerbe der Menscheit eingegangen sind; Alben, die Schätze gleich gehütet wurden; Konzerte, von denen man nach Jahren noch voll Begeisterung erzählte. Lennon war mit Paul McCartney der kreative Kopf der Band. Doch postulierte John Lennon stets auch politische Ansichten und bezog Stellung zu den Themen seiner Zeit. Ausdruck seiner Haltung waren - neben Songs wie “Give Peace A Chance” oder “Women Is The Nigger Of The World” - seine legendären Bed-Ins mit Yoko Ono ebenso wie die Rückgabe des MBE-Ordens 1969 als Protest gegen die Beteiligung Großbritanniens am Vietnam-Krieg.

Nach der Trennung der Beatles arbeitete John Lennon als erfolgreicher Solomusiker. Mit “Instant Karma” belegte er 1970 Rang drei der US-Single-Charts. Die Titel “Whatever Gets You Thru The Night” (1974) und “(Just Like) Starting Over” (1980) kletterten gar auf die Spitzenposition der amerikanischen Hitliste. Sein Leben endete abrupt, als ihn der geistig verwirrte Mark David Chapman am 8. Dezember 1980 vor Lennons Haus in New York erschoss. Als die Nachricht vom Tode John Lennons um die Welt ging, unterbrachen Rundfunkstationen spontan ihr Programm und spielten Johns Lieder. Neben dem 1972 veröffentlichten “Happy Xmas (War Is Over)“ war vor allem “Imagine” aus dem Jahr 1971 in jenen Tagen oft zu hören; jener Song, der ausdrückt, wofür Lennon als Musiker und Persönlichkeit stand:

“Stell dir vor, es gibt keine Länder, [...] nichts wofür man morden oder sterben müsste, und auch keine Religion. Stell dir vor, es gibt keinen Besitz, [...] keinen Grund für Gier oder Hunger, alle Menschen wären Brüder. Stell dir vor, alle Menschen teilen sich die Welt. Du darfst ruhig sagen dass ich ein Träumer bin, aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, du wirst dich eines Tages uns anschließen, und die Welt wird eins sein.“

The Beatles und Liverpool

Quarry Bank High School, Harthill Road
Hier gründet der damals 16jährige John Lennon 1956 eine Schülerband mit dem Namen „The Quarry Men“ - dem Vorläufer der Beatles. Auf der Internetseite der heutigen Calderstones School findet der Besucher eine Würdigung des ehemaligen Schülers John Lennon.

St. Peter's Woolton Parish Church, Church Road
Am 6. Juli 1957 - die Quarry Men spielen im Rahmen eines Gartenfestes der Kirchgemeinde von Liverpool-Woolton – lernt der Gitarren-Autodidakt John Lennon den um ein Jahr jüngeren Paul McCartney kennen. John ist tief beeindruckt von Pauls musikalischen Fähigkeiten: Beherrscht dieser nicht nur alle Akkorde des Eddie Cochran -Songs „Twenty Flight Rock“ auf der Gitarre und dies obendrein, da McCartney Linkshänder ist, verkehrt herum - nein, er kennt zudem auch noch den Text auswendig.

Fortan gehört Paul zu Johns Band. Dies ist „der Beginn einer musikalischen Konkurrenzsituation auf Augenhöhe“, wie sich Ivan Vaughan, ein ehemaliger Schulfreund John Lennons, später erinnert.

New Clubmoor Hall, Back Broadway
Erster gemeinsamer Auftritt von John Lennon und Paul McCartney am 18. Oktober 1957.

Wilson Hall, Wilson Road
George Harrison besuchte am 6. Februar 1958 ein Konzert der „Quarry Men“, auf das ihn Paul McCartney, aufmerksam gemacht hatte. Harrison wird Mitglied der Band John Lennons, nach dem er diesem im Bus das Instrumental-Stück „Raunchy“ auf seiner Gitarre vorgespielte.

Litherland Town Hall, Hatton Hill Road
Konzert der Beatles am 27.12.1960 nach ihrer Rückkehr aus Hamburg.

Cavern Club, Mathew Street Nr. 10
Am 16. Januar 1957 eröffnet, traten die Beatles erstmals am 9. Februar 1961 im Cavern Club auf, der schnell zum Stammlokal der Band wurde. Insgesamt stand die Gruppe hier 292 mal auf der Bühne. Am 9. November 1961 fand im Cavern Club die erste Begegnung der Beatles mit ihrem späteren Manager Brian Epstein statt. Epstein war von der Ausstrahlung der Band tief beeindruckt und bot an, das Management der Gruppe zu übernehmen. Der erste Auftritt der Band im Fernsehen datiert vom 22. August 1962, als die Beatles während eines Konzertes im Cavern Club von einem Kamera-Team des Senders „Granada-TV“ gefilmt werden. 274 Zuschauer erlebten am 3. August 1963 das letzte Gasstspiel der Beatles im Cavern-Club. Der Club musste im Frühjahr 1973 dem Bau der Liverpooler U-Bahn weichen und wurde unter Verwendung von Original-Steinen durch Joe Davey wieder aufgebaut. Im April 1984 neu eröffnet, stellte Paul McCartney am 4. Dezember 1999 im neuen Cavern Club sein Album „Run Devil Run“ vor.

Penny Lane, Merseyside L18
Penny Lane ist eine Straße in Liverpool, der, wegen der Popularität des Liedes, immer wieder die Straßenschilder gestohlen wurden, sodass diese schließlich durch aufgemalte Varianten ersetzt wurden. In der näheren Umgebung der Penny Lane wuchsen John Lennon und Paul McCartney auf. Die im gleichnamigen Beatles-Song erwähnten Orte und Personen stammen aus McCartneys Erinnerungen oder aus einem Notizbuch, in das er – als junger Mann auf John Lennon wartend – Beobachtungen schrieb.

Liverpool John Lennon Airport, Liverpool L24 1
2002 wurde der Liverpool Flughafen Speke in „Liverpool John Lennon Airport“ umbenannt. Das Motto des Flughafens ist ein Zitat aus dem Lied „Imagine“: Above Us Only Sky.

The Beatles in London

Abbey Road Studios, Westminster
Am 6. Juni 1962 erhielten die Beatles auf Vermittlung Brian Epsteins in den Londoner Abbey Road Studios vom Produzenten George Martin einen Plattenvertrag. Ringo Starr ersetzte den bei den Produzenten am Schlagzeug durchgefallenen Pete Best.

Das erste Beatles-Album „Please Please Me“ erschien am 22. März 1963. Es wurde von den vier Musikern am 11. Februar 1963 in zwölf Stunden in den Abbey-Road-Studios eigespielt.

Gut sieben Jahre später, am 20. August 1969, arbeiteten die Beatles zum letzten Mal zu viert in den Abbey-Road-Studios.

Crawdaddy Club des Londoner Station-Hotels, Vauxhall Bridge Rd
Am 14. April 1963 lernten sich die Beatles und die zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Rolling Stones im Crawdaddy Club des Londoner Station-Hotels kennen. Mick Jagger & Co. veröffentlichten kurze Zeit später ihre erste Single. Die zweite Single der Rolling Stones ist der von John Lennon und Paul McCartney geschriebene Titel „I Wanna Be Your Man“, der bis auf Platz 12 der britischen Hitliste stieg.

Royal Albert Hall, Kensington Road
Die Beatles gastierten am 18. April 1963 in der Show „Swinging Sound“ in der Londoner Royal Albert Hall und wurden vom Publikum stürmisch gefeiert.

Empire Pool, Wembley, Brent, London HA9 0
Am 21. April 1963 traten die Beatles vor 10.000 Zuschauern im Rahmen des „New Musical Express-Poll-Winners“-Konzertes im Empire Pool von Wembley auf.

London Palladium, Argyll St, London W1F 7TF
Der Durchbruch gelang den Beatles am 13. Oktober 1963 mit einem Auftritt in der damals sehr populären Fernsehsendung “Sunday Night At The London Palladium”. Fünfzehn Millionen Menschen verfolgten den Auftritt der Beatles am Fernsehgerät, eine Menschenmenge kreischender Fans legte den Verkehr vor dem Theater still.

Prince of Wales Theatre, Coventry Street, London W1D 6AS
Im Rahmen der jährlich stattfindenden „Royal Command Performance“ spielten die Beatles am 4. November 1963 im Prince of Wales Theatre. Im Publikum befanden sich unter anderem die Königinmutter Elizabeth, Lord Snowdon sowie Prinzessin Margaret. Den letzten Titel des Auftrittes, „Twist And Shout“, kündigte John Lennon mit den Worten an: „Für unser letztes Stück bitte ich Sie um Ihre Mithilfe: Könnten die Leute auf den billigen Plätzen mitklatschen? Der Rest von Ihnen klappert einfach mit den Juwelen!“

Finsbury Park Astoria, Green Lanes, London N4 1BY
Mit der ersten Auflage der Beatles „Christmas Show“ gastierte die Gruppe vom 24. Dezember 1963 bis 11. Januar 1964 im Finsbury Park Astoria.

Marylebone Station, Melcombe Place, Greater, London NW1 6JJ
Beginn der Dreharbeiten zur Musikkomödie „Yeah Yeah Yeah“ (Originaltitel: „A Hard Day’s Night“) am 2. März 1964. Die Premiere des Schwarzweißfilms fand am 6. Juli 1964 in London statt. Der Titelsong, komponiert von John Lennon, soll auf einen Satz zurückgehen, den Ringo Starr beim verlassen des Studios nach einem harten Arbeitstag gesagt haben soll: „It’s been a hard day“, dabei bemerkte er, dass es draußen bereits dunkel war und schob ein „’s night“ hinterher.

Hammersmith Odeon, Queen Caroline St, London W6 9QH
Am Ende des Jahres 1964 gastierten die Beatles im Hammersmith Odeon mit der zweiten Auflage ihrer „Christmas Show“. Innerhalb von drei Wochen absolvierte die Band 39 Auftritte.

Buckingham Palace, Buckingham Palace Rd Westminster, London SW1W 0
Am 26. Oktober 1965 wurden die Beatles von Königin Elisabeth II. für ihre Verdienste um die britische Exportindustrie im Londoner Buckingham Palace mit dem Orden “Member Of The British Empire” ausgezeichnet.

Apple-Studios, Savile Row, Savile Row, W1S 3QG
Das letzte öffentliche Konzert der Beatles unter freiem Himmel fand am 30. Januar 1969 auf dem Dach der Apple-Studios in der Savile Row statt. Gemeinsam mit Billy Preston spielten die Beatles 42 Minuten ihre Songs, danach brach die Polizei das Konzert ab. Die Zuschauer hatten für ein Verkehrschaos gesorgt, zu dem fühlten sich die Anwohner vom ruhestörenden Lärm belästigt. John Lennons Schlussworte waren: „Ich möchte mich im Namen der Gruppe und uns selbst bedanken – und ich hoffe, wir haben das Vorspielen bestanden.“

Tittenhurst Park
Hier fanden am 22. August 1969 die letzten gemeinsamen Fotoaufnahmen der Beatles statt.

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