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Tea Time

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Tea Time - nichts könnte britischer sein!

Die englische Tea Time - nichts könnte britischer sein! Die Teekultur der Insel ist in der ganzen Welt legendär und das, obwohl in England, Schottland und Wales gar kein Tee angebaut wird. Bei dem Wort Tea Time hat jeder von uns ein Bild vor dem geistigen Auge: Pünktlich um fünf Uhr nachmittags, so glaubt man, steht auf der Insel das Leben still und die Briten setzen sich zu einer gepflegten Tasse englischem Tee mit einem leichten Snack, etwa dem königlichen Gurkensandwich, nieder.

Dieses Bild ist heute kaum mehr als koloniale Nostalgie und erinnert an eine Zeit im späten 17. Jahrhundert, als die Briten zwar Tee aus Indien importierten, er aber so teuer war, dass er nur den Wohlbetuchtesten des Landes vorbehalten war. Und doch hat sich das Bild bis heute als zentrales Element des britischen Lebensstils gehalten. Für die Damen aus gutem Hause, die ihre Tage bei Stickarbeiten, Spaziergängen und der Organisation von gesellschaftlichen Großereignissen verbrachten, war der Nachmittagstee ein angenehmer Anlass sich zu treffen und eine Gelegenheit, die langen Stunden (und den Magen) bis zum Dinner zu füllen.

Aus dieser Zeit stammt auch die rituelle Teezeremonie, der Legende nach erfunden von Lady Bedford im Jahr 1840. Jedes Treffen zur Tea Time war ein kleines gesellschaftliches Ereignis, das mit dem gebührenden Tamtam gewürdigt werden musste. Wer etwas auf sich hielt, lud die feinen Damen der Gesellschaft zum Tee zu sich ein – und wurde (mit etwas Glück) dann ebenfalls von ihnen eingeladen. Bei solchen Anlässen kamen dann edle Tischdecken, Silberkannen und nur das beste Porzellan auf den Tisch.

Die Zubereitung des legendären „five o’clock teas“ oblag dann ganz allein der Hausherrin. Die Dienerschaft trug zur Tea Time alles Notwendige dafür zusammen und die Dame des Hauses setzte vor aller Augen den Tee an. Damit war die Tea Time eröffnet. Die Bezeichnung „five o’clock tea“ ist übrigens keine britische Erfindung und im anglosächsischen Raum kaum bekannt oder gebräuchlich.

Wer danach fragt, wird deshalb mitunter verständnislose Blicke ernten. Das, was wir unter diesem Begriff verstehen, kennt man in England als „afternoon tea“.

So bereiten Sie Ihre Tea Time richtig zu

Alles, was das Herz in der Tea Time begehrt

Der afternoon tea ist kein schneller Tee, der mal eben schnell hinuntergestürzt wird. Seine Zubereitung braucht Zeit - genau wie sein Genuss! Am besten suchen Sie sich einen gemütlichen Pub, ein Ausflugsrestaurant oder einen der berühmten tea gardens, sitzen vielleicht mit tollem Ausblick draußen und genießen die Sonne, und lassen die pure Wohltat dieser britischen Tradition auf sich wirken. Beinah unweigerlich wird man –wie wir aus eigener Erfahrung wissen – in England, Schottland und Wales zum Teetrinker, denn nach einem Tag an der frischen Luft – bei Wind und Wetter oder bei schönstem Sonnenschein – gibt es fast nichts Schöneres, als eine Tasse heißen Tee mit Milch, der die Lebensgeister erweckt. Bei der Zubereitung gibt es jedoch einiges zu beachten.

Der kräftige, aromatische Schwarztee (in der Regel Assam, Ceylon oder Darjeeling) wird lose in die Kanne gegeben und mit kochendem Wasser aufgegossen. Eine Ziehzeit gibt es nicht. Der lose Tee verbleibt bis zum letzten Schluck in der Kanne und sorgt so dafür, dass das Getränk stetig stärker und bitterer wird. Für Urlauber ist das in der Regel der kritische Punkt, denn zum Mindesten in Deutschland sind wir es gewöhnt, den schwarzen Tee nach drei bis spätestens fünf Minuten aus dem Wasser zu nehmen. Damit der englische Tee dennoch genießbar bleibt, wird aus einer bereitstehenden Kanne heißen Wassers immer wieder nachgegossen.

Nun geht es an den kritischen Punkt einer jeden Tea Time, an dem sich die ganze Insel scheidet: Ist man ein Mif oder ein Tif? Mif steht für „Milk in first“; Tif für „Tea in first“. Die Mifs geben zunächst die kalte Milch in die Tasse und füllen sie dann mit Tee auf. Diese Tradition stammt noch aus der Zeit, in der das feine Porzellan, das china, oft in tausend Teile zersprang, sobald man den heißen Tee eingoss. Wer zunächst die Milch in seine Tasse gab, konnte das verhindern. Die Vertreter der Tifs beharren jedoch darauf, dass zunächst Tee in die Tasse kommt – und dann die Milch. Nur so entstehe der unvergleichliche Geschmack des Nachmittagstees. Den Verlust des teuren Geschirrs muss man heute in der Regel nicht mehr befürchten, sodass die Frage inzwischen eher zur Charakter- und Gesinnungsfrage geworden ist – oder zum bloßen Zeitvertreib während der Teezeremonie. Wer seinen Tee trinken möchte wie Königin, Queen Elisabeth II., zählt sich übrigens angeblich zu den Mifs. Nach Belieben werden dann noch Zucker und Zitrone hinzugegeben.

Typische Snacks zur englischen Tea Time

Mit der Zubereitung des Tees ist die erste Hürde der englischen Tea Time genommen. Doch eine Tea Time ist keine Tea Time, wenn es keine Snacks dazu gibt. Der klassische afternoon tea setzt sich aus einem Kännchen Tee, Scones, Erdbeer-, Himbeer- oder Orangenmarmelade und Clotted Cream zusammen. Wer es deftiger mag, bestellt zum englischen Tee ein Sandwich. Toast mit Butter, Gurkenscheiben, Honig, Cheddar Käse, Salz, Pfeffer und Petersilie ist der Klassiker unter den Snacks zur Tea Time.

In Kombination mit Lachssandwichs zaubern Sie so im Handumdrehen zweierlei Sandwiches, die die gute britische Teetradition nach allen Regeln der Kunst feiern. Weitere Kleinigkeiten, die Sie als Snacks bestellen oder Ihren Gästen bei der heimischen Teezeremonie nach britischer Art reichen können, sind die sogenannten Welsh Cakes mit ihren Korinthen, das schottische Shortbread, Cupcakes, Crumble, Früchtekuchen, Fairy Cakes oder Muffins. Vor allem bei den Cupcakes können Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Cupcakes mit Karamell und Wallnüssen zum Beispiel sind ein echtes Gedicht! Wenn Sie Ihre Gäste überraschen wollen, können Sie auch Toffees (Die süß-salzige Kombination in Erdnuss-Toffees ist „Very British“!), Sausage Rolls oder kleine Pies selbst zubereiten.

Übrigens: Wer vom Tea nicht genug bekommt, kann sich rund um die Uhr auf eine Tasse freuen. Da gibt es nämlich außerdem den Early Morning Tea, den Breakfast Tea und den High Tea. Von Letzterem leitet sich auch der Begriff „Tea“ ab, der in Großbritannien häufig verwendet wird, wenn das Abendessen gemeint ist. Und dann gibt es noch die vielen anderen Gelegenheiten, bei denen die Briten mit größter Liebenswürdigkeit fragen: „Wanna have a cup of tea?“ Und die Antwort ist wieder und wieder: „Yes!“

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