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Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson

Robert Louis Balfour Stevenson wurde am 13. November 1850 in Edinburgh, Schottland geboren. Er war der Sohn von Thomas und Margaret Stevenson. Der Beruf des Leuchtturmbaumeisters hatte Tradition in seiner Familie, auch sein Vater übte diesen Beruf aus. Im Alter von 17 Jahren schrieb sich Robert-Louis-Stevenson an der Universität in Edinburgh ein. Er wollte der Familientradition folgen und ebenfalls Leuchtturmbaumeister werden. Das Ingenieurwesen sagte ihm jedoch nicht zu. Im Alter von 21 Jahren entschied er sich Schriftsteller zu werden, womit er auf den heftigen Widerstand seines Vaters stieß. Um seinen Vater zu besänftigen, fing er an Jura zu studieren.

In dieser Phase seines Lebens packte ihn seine Abenteuerlust. Während des Jurastudiums reiste er mehrmals nach England und auf das europäische Festland. In London und Paris besuchte er wiederholt seinen wachsenden Freundeskreis aus jungen Malern und Schriftstellern. 1875 trat er aus der juristischen Fakultät aus. Zu diesem Zeitpunkt fühlte Stevenson eine starke Berufung Schriftsteller zu werden, als Jurist praktizierte er nie. Sein erstes Buch aus dem Jahr 1878, An Inland Voyage - Das Licht der Flüsse, schildert seine Abenteuer während einer Kanufahrt durch die belgischen und französischen Kanäle.

Heirat und Schriftstellerkarriere

Im September 1876 lernte Stevenson in Frankreich die Amerikanerin Fanny Osbourne kennen. Fanny Osbourne war 36 Jahre alt und damit elf Jahre älter als Stevenson. Sie lebte getrennt von ihrem Ehemann und hatte zwei Kinder. Er begann eine romantische Beziehung mit ihr. Während sie in Frankreich blieb, besuchte er sie immer wieder. 1878 lies sie sich von ihrem Ehemann scheiden und Stevenson reiste zu ihr nach Kalifornien. Über diese Reise berichtet er in seinem Buch Emigrant aus Leidenschaft - Ein literarischer Reisebericht.

Die beiden heirateten im Jahr 1880 und verbrachten ihre Flitterwochen in einer verlassenen Silbermine im kalifornischen Napa Valley. Über diese Zeit berichtet Stevenson 1883 in seinem Buch Silverado Squatters. Fanny Osbourne und Robert-Louis-Stevenson blieben bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1894 zusammen.

Ein Jahr nach seinem Aufbruch in die Vereinigten Staaten war Stevenson zurück in Schottland. Das schottische Klima erwies sich jedoch als schädlich für seine kranken Lungen. Stevenson und seine Frau verließen Schottland und lebten in den folgenden vier Jahren in der Schweiz und in Südfrankreich. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit erwiesen sich diese Jahre als produktiv. Die Geschichten, die Stevenson in New Arabian Nights (1882) und The Merry Men - Die tollen Männer (1887) gesammelt hat, reichen von Detektivgeschichten bis zu schottischen Dialektgeschichten oder Geschichten aus der Region.

Ebenfalls in den frühen 1880er Jahren erschienen Stevensons Kurzgeschichten Thrawn Janet - Die krumme Janet (1881), The Treasure of Franchard - Der Schatz von Franchard (1883) und Markheim (1885). Der Schatz von Franchard und Markheim weisen dabei gewisse Ähnlichkeiten auf zu seinen Romanen Die Schatzinsel (1883) und Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1886).

1882 veröffentlichte er mit den New Arabian Nights seine erste Sammlung Kurzgeschichten. Mit diesen Erzählungen etablierte sich das Vereinigte Königreich erstmals im Bereich der Kurzgeschichten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Markt hauptsächlich von Amerikanern, Franzosen und Russen dominiert. Zudem markierte die New Arabian Nights-Sammlung den Beginn von Stevensons Abenteuerliteratur, die zu seinem Aushängeschild wurde.

Die Schatzinsel und Dr. Jekyll

Robert-Louis-Stevenson litt an blutenden Lungen. Die Blutungen wurden wahrscheinlich durch eine nicht erkannte Tuberkulose verursacht. Sein Zustand verschlechterte sich. Das Schreiben war eine der wenigen Aktivitäten, die er im Bett verrichten konnte. In diesem bettlägerigen Zustand schrieb er in den 1880er Jahren einige seiner größten Meisterwerke.

Die Idee zu Die Schatzinsel hatte Stevenson, als er für seinen zwölfjährigen Stiefsohn eine Karte zeichnete. Spontan erfand er eine Abenteuergeschichte zu der Zeichnung. Diese Geschichte wurde von Oktober 1881 bis Januar 1882 in einer Serie in der Jungenzeitschrift „Young Folks“ abgedruckt. Ab 1883 gab es Die Schatzinel auch als Buch zu kaufen. Stevenson wurde zu einem beliebten Autor und profitablen Schriftsteller. Die Schatzinsel war sein erstes Buch, das „für Kinder“ bezeichnet wurde. Ende der 1880er Jahre war es eines der beliebtesten und meistgelesenen Bücher der Epoche.

1886 veröffentlichte Stevenson ein weiteres Meisterwerk: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Die Geschichte fällt eindeutig unter die Literatur für Erwachsene. Dr. Jekyll und Mr. Hyde beleuchtet in erschütternder, unheimlicher Weise die widersprüchlichen Merkmale, die innerhalb einer einzelnen Person lauern. Das Buch wurde international bekannt und in den nachfolgenden Generationen Grundlage unzähliger Bühnenproduktionen und Kinofilmen.

Seine letzten Jahre

Im Juni 1888 segelten Stevenson und seine Familie von San Francisco, Kalifornien, in Richtung Pazifischer Ozean. Während eines Besuchs auf den Haiwaii Inseln freundete er sich mit König Kalākaua an. 1889 erreichten Stevenson und seine Familie die Samoa Inseln, wo sie ein Haus bauten und sich niederließen. Die Inselkulisse belebte seine Fantasie und beeinflusste seine Werke. Er schrieb Geschichten rund um die pazifischen Inseln, darunter The Wrecker - Der Strandräuber (1892), Island Nights Entertainments (1893), The Ebb Tide - Die Ebbe (1894) und In the South Seas - In der Südsee (1896).

Gegen Ende seines Lebens erzählten Stevensons Südsee-Schriften mehr aus dem Alltag. Sowohl seine Sachbücher als auch seine Romane wurden gewichtiger als seine früheren Werke. Diese reiferen Schriften führten Stevenson zu dauerhaften Ruhm. Durch sie steigerte sich sein Ansehen bei den Literaturkritikern, die seine Werke im späten 20. Jahrhundert neu einschätzten. Seine Kritiker erkannten seine Leistungen nun an, so wie es seine Leser immer getan hatten.

Am 03. Dezember 1894 starb Robert-Louis-Stevenson in seinem Haus in Vailima, Samoa, an einem Schlaganfall. Begraben wurde er auf dem Gipfel des Mount Vaea, mit Blick auf das Meer.

Verfilmungen

Stevensons beliebte Erzählungen bilden die Grundlage für zahlreiche Filme. Die Schatzinsel und Dr. Jekyll und Mr. Hyde zählen dabei zu den beliebtesten Stoffen. Sie wurden mehrfach neu verfilmt und dienten als Fundament für neu interpretierte Geschichten. Sein Roman Kidnapped - Entführt wurde 1978 als Serie Die Abenteuer des David Balfour verfilmt. Der Fernsehfilm Black Arrow - Krieg der Rosen (1985) basiert auf seinem Roman The Black Arrow - Der schwarze Pfeil.

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