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Prinz Charles

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Prinz Charles

Prinz Charles ist der älteste Sohn der britischen Königin Elisabeth II. und somit der erste Thronfolger des Vereinigten Königreichs. In der Geschichte von England hat noch kein Thronfolger so lange auf die Übernahme der Regentschaft warten müssen wie Prinz Charles. Allerdings kündigte er bereits an, sich im Falle einer Thronbesteigung Georg VII. nennen zu wollen. Seine Vorfahren mit dem Namen Charles sind nur mit negativen Schlagzeilen in die Geschichte eingegangen. Der Prinz zieht es daher vor, die wesentlich ruhmreichere George-Linie fortzusetzen.

Geboren wurde Prinz Charles am 14. November 1948 als Sohn von Prinzessin Elisabeth und Prinz Philip. Sein vollständiger Name lautet Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor. Zudem trägt der Thronfolger zahlreiche Adelstitel, unter denen „Prince of Wales“ und „Duke of Cornwall“ die bedeutendsten sind. Der Titel „Prince auf Wales“ wird seit dem 12. Jahrhundert allen Thronfolgern der britischen Krone verliehen und wird nach Charles an seinen Sohn, Prinz William, übergehen.

Prinz Charles wuchs im Buckingham Palace in London auf und erhielt dort auch Privatunterricht. Schon früh bereiteten die Royals den Jungen auf das spätere Regentenamt vor. Doch Prinz Charles lernte auch den Unterricht außerhalb des Königspalasts kennen, während er Internate und traditionsreiche Privatschulen besuchte. Im Jahr 1967 nahm er das Studium der Archäologie, Anthropologie und Geschichte an der Universität Cambridge auf. 1970 erhielt er dort seinen Bachelor-Abschluss. Zudem studierte Prinz Charles an der „University of Wales“ in Aberystwyth die walisische Sprache und ist damit der erste „Prince of Wales“, der diese Sprache beherrscht. Noch im selben Jahr zog er in das britische Oberhaus ein und wohnte den Sitzungen des „House of Lord“ als Stellvertreter der Königin bei. Auch beim Militär machte der Thronfolger Station. Dort erhielt er eine Ausbildung und diente in den Jahren 1971 bis 1976 bei der „Royal Navy“ und der „Royal Air Force“.

Prinz Charles repräsentiert die britische Krone

Im Jahr 1977 wurde Prinz Charles in den Geheimen Kronrat aufgenommen und übernahm ab diesem Zeitpunkt hauptberuflich repräsentative Aufgaben für die britische Krone. Zudem setzte er sich seither für viele karikative Einrichtungen ein. Er prägte das gesellschaftliche und politische Leben Großbritanniens mehr und mehr. Der Thronfolger gründetet eine eigene Stiftung mit dem Namen „The Prince`s Trust“ und widmete sich damit Jugendlichen, die Unterstützung benötigten. Sein Interesse galt darüber hinaus dem Natur- und Umweltschutz. Mehrere Bücher zu diesem Thema entstammen der Feder des Prinzen. In Zusammenarbeit mit Christopher Patten veröffentlichte er im Jahr 2000 das Werk „Respect for the Earth. Sustainable Development“ (dt. „Respekt vor der der Erde. Nachhaltige Entwicklung). Auch an „Architecture & the Environment“ von 1993 (dt. Architektur und die Umwelt) war er beteiligt. Die Architektur hatte es Charles angetan. 1992 gründete er sogar eine private Architekturschule, das „Prince of Wales’ Institute of Architecture“.

Das fortwährende Engagement für das Vereinigte Königreich stand schon früh im Gegensatz zu seinem skandalumwitterten Privatleben. Als der Thronfolger in den späten 70er Jahren Diana Spencer kennenlernte, schien das Glück zunächst noch perfekt. Sowohl die Königsfamilie als auch die Nation hatten die Frau an der Seite ihres Prinzen schnell ins Herz geschlossen. Unter den Augen von Milliarden Fernsehzuschauern gaben sich die zukünftige Prinzessin Diana und Prinz Charles am 29. Juli 1981 in der St. Paul's Cathedral das Ja-Wort. Ihr erster Sohn, Prinz William, wurde im nächsten Jahr, am 21. Juni 1982, geboren.

Am 15. September 1984 kam Prinz Harry auf die Welt. Prinz Charles Ehefrau Diana avancierte schnell zu einem Liebling der Medien, doch gleichzeitig kriselte es in der Beziehung des Paares. Charles alte Jugendliebe Camilla Parker-Bowles stand immer mehr im Mittelpunkt seines Interesses. Ab 1987 zeigten sich die Eheleute kaum mehr gemeinsam in der Öffentlichkeit. Nur bei gesellschaftlichen Anlässen trafen sie aufeinander. Die Ehekrise verschärfte sich nach der Veröffentlichung des Buches „Diana: Her True Story“ (dt.: Diana: Ihre wahre Geschichte) im Jahr 1992. Der Reporter Andrew Morton brachte darin die Liebesaffäre zwischen Camilla und Charles ans Tageslicht und provozierte so einen öffentlichen Skandal.

Prinz Charles: Das Leben nach der Ehe mit Diana

Im Dezember 1992 gab das Paar offiziell die Trennung bekannt. Die Scheidung wurde jedoch erst im Jahr 1996 vollzogen. Die Sympathien der britischen Nation und des weltweiten Medienpublikums galten weiterhin Lady Diana. Der Thronfolger hatte in diesen Jahren keinen leichten Stand. Nach dem tragischen Unfalltod seiner geschiedenen Frau und ihres Freundes Mohamed Al Fayed im Jahr 1997 führte Prinz Charles seine Amtsgeschäfte professionell fort. Sein angeschlagenes Image besserte er in den Folgejahren durch seinen Einsatz für zahlreiche wissenschaftliche, politische und kulturelle Organisationen auf. Prinz Charles erhielt neben vielen Auszeichnungen und Preisen auch die Ehrendoktorwürde der Universität Durham.

Die Beziehung zu Camilla Parker-Bowles hielt der Thronfolger nicht länger geheim. Das Paar trat gemeinsam in der Öffentlichkeit auf. Ihnen spielte die Liberalisierung des Scheidungsrechts in die Hände. Sie ermöglichte eine Wiederheirat des geschiedenen Prinzen. Die britische Bevölkerung und öffentliche Stimmen lehnten die erneute Eheschließung des Thronfolgers ab, doch Prinz Charles ließ sich nicht beirren. Am 9. April 2005 heiratete Prinz Charles seine Langzeitfreundin Camilla Parker-Bowles in Windsor. Auch dieses Ereignis verfolgte ein Millionenpublikum vor dem Fernseher. Seither lebt das Ehepaar im Londoner „Clarence House“ sowie auf den Landsitzen Highgrove und Birkhall in den schottischen Highlands. Charles‘ Sohn Prinz William und seine Schwiegertochter Kate Middleton machten Prinz Charles am 22. Juli 2013 mit der Geburt von Prinz George Alexander Louis von Cambridge zum ersten Mal zum Großvater.

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