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Linksverkehr in Großbritannien

Linksverkehr in Großbritannien

Fahren und Linksverkehr in Großbritannien

Fahren in Großbritannien

Keineswegs allen an den Rechtsverkehr gewohnten Verkehrsteilnehmern ist es bewusst, dass in weltweit mehr als ein Viertel der Länder und Staaten der Linksverkehr gilt. Der Ursprung des Verhaltens auf der Straße war seit jeher der Linksverkehr. Hauptsächlich durch französische Feldzüge und Eroberungen unter Napoleon sowie durch französische Kolonien in Übersee wurde in diesen Gebieten zum Rechtsverkehr hin gewechselt. In den Jahren direkt nach Ende des ersten Weltkrieges folgte eine weltweite Wechselwelle von Links- auf Rechtsverkehr. England gehört nach wie vor zu den Ländern mit Linksverkehr.

Wer heutzutage, gegen Ende der 2010er-Jahre seinen Urlaub in England verbringt oder aus anderweitigen Gründen ein Auto in England mietet, der muss sich nicht nur auf den Links-, sondern auf den gesamten geänderten Straßenverkehr als solchen einstellen. Wie gut und reibungslos das gelingt, steht auch im direkten Zusammenhang mit dem Fahrzeug. Sofern im Urlaub in England das eigene Fahrzeug gefahren wird, bezieht sich die Umstellung „nur“ auf den Straßenverkehr. Wird jedoch ein Auto in England gemietet, dann kommt zusätzlich noch die Umstellung im Fahrzeug auf die Linkslenkung hinzu.

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Und in beiden Fällen muss der Autofahrer neben der Konzentration im Auto sowie auf der Straße noch einiges theoretische Wissen mitbringen, um auf Englands Straßen verkehrssicher zu sein. Sofern er die folgenden Ratschläge und Hinweise beachtet, wird er sich schon wenige Kilometer nach Verlassen der Autofähre oder des Eurotunnels auf Englands Straßen wie zuhause fühlen.

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Der heimische Führerschein ist in derjenigen Fassung in England gültig, die auch im Europäischen Wirtschaftsraum EWR gilt. Wie das ab 2019, also nach dem Brexit aussieht, ist zurzeit noch nicht bekannt. Die Zulassungsbescheinigung Teil I, der frühere Kfz-Schein muss für das eigene Fahrzeug mitgeführt werden.

Die „Grüne Versicherungskarte“ ist keine Pflicht, jedoch empfehlenswert; ebenso wie ein Schutzbrief sowie die Vollkaskoversicherung. Der standardisierte „Europäische Unfallbericht“ in englischer Sprache ist für die Unfallaufnahme und Unfallabwicklung recht hilfreich.

Fahrzeugausrüstung – kein Reservekanister auf der Fähre Calais - Dover

Die Ausstattung des eigenen Pkw ist für die Insel im Grunde genommen dieselbe wie zuhause; das Spektrum reicht von der Kann- bis zur Pflichtausstattung mit Warndreieck und Warnwesten für Fahrer sowie Mitfahrer, bis hin zum gültigen Verbandskasten. Ein Feuerlöscher ist ratsam, ebenso wie das Mitführen einiger Ersatz- und Reserveglühbirnen. Die Mitnahme eines Benzinkanisters ist aus Sicherheitsgründen auf allen Autofähren untersagt. Ein Navigationsgerät mit aktueller GB-Straßenkarte erleichtert das Auffinden von Zielen in Stadt und Land.

Geschwindigkeiten in Meilen pro Stunde [mph]

In Großbritannien wird nicht in Kilometern, sondern in Meilen und Yards gerechnet sowie gemessen. 1 Meile = 1,61 Kilometer, und 1 Yard sind 91 Zentimeter. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen inner- und außerhalb von Ortschaften sind für den Pkw ohne Anhänger wie folgt geregelt:

  • Innerorts 30 mph = 48 km/h
  • Außerorts auf einspurigen Straßen 60 mph = 96 km/h
  • Außerorts zwei- und mehrspurig 70 mph = 112 km/h
  • Verkehrsberuhigte Fahrzonen innerörtlich 20 mph = 32 km/h
  • Straßen mit engen Kurven 50 mph = 80 km/h
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten immer ab dem Standort des Verkehrsschildes

Drei Straßenkategorien in und außerhalb von Ortschaften

In UK gibt es drei verschiedene Straßenkategorien, und zwar:

  • Motorways, vergleichbar mit den deutschen Autobahnen
  • Hauptverkehrsstraßen als miteinander verbundene, sozusagen verknüpfte Straßen im ganzen Land
  • Umgehungsstraßen zur Anbindung an die nächstgelegene Hauptverkehrsstraße
  • Die Motorways sind als „M“ mit anschließender Ziffer ausgewiesen, die Hauptverkehrsstraßen auf einem grünen Schild mit weißer Schrift, und die Umgehungsstraßen auf weißem Schild mit schwarzer Betextung
  • Die Beschilderung von Motorway-Ausfahrten beginnt eine Meile vorher
  • Abgesehen von landesweit einer einzigen Ausnahme bei Birmingham ist die Straßenbenutzung im gesamten Land inklusive Schottland und Wales kostenlos

Straßenbeschilderung

Ergänzend zu den international üblichen sowie bekannten Straßenschildern gibt es einige wenige, die ausschließlich hier auf der Insel zu finden sind. Eines davon ist die beschilderte „T-Kreuzung“ mit der Maßgabe, dass Verkehrsteilnehmer von rechts kommend Vorfahrt haben.

Unterschieden wird ganz allgemein in:

  • Warnungs- und Haltegebote
  • Straßenschilder zur Information
  • Straßenschilder zur Erklärung
  • Parkmarkierungen
  • Straßenmarkierungen

Alkohol und Telefonieren am Steuer, Angurten und mehr

Während des Urlaubsaufenthaltes auf der Insel sollte Alkohol am Steuer generell ein No-Go sein. Zulässig ist überall außer in Schottland ein Alkoholgehalt im Blut von 80 Mikrogramm pro 100 Milligramm Atemluft; dort sind es nur 50 Mikrogramm pro 100 Milligramm Atemluft. Die Handybenutzung am Steuer ist verboten, sie kostet mindestens 90 GBP. Dasselbe Verbot gilt für Senden und Empfangen von SMSs. Auf der gesamten Insel besteht Gurtpflicht für Fahrer und Beifahrer. Rückwärtseinparken ist ohne Angurten zulässig. Das Bußgeld bei Verstoß gegen die Gurtpflicht ist mit deutlich über 400 GBP spürbar teurer als in Deutschland. Falsches sowie unberechtigtes Parken kostet ab 60 GBP aufwärts.

ADAC und AA

Die Automobile Association AA ist das englische Pendant zum deutschen ADAC. Der Urlauber ist günstigstenfalls ein ADAC-Mitglied mit einem im Urlaub geltenden Auslandsschutz für das Fahrzeug, die Insassen sowie für die Krankenversicherung. Diese Mitgliedschaft erleichtert den Kontakt sowie die Kommunikation mit dem AA in Situationen wie Pannenhilfe oder Streckenplanung.

Notfallnummern im englischen Straßenverkehr sind die beiden Rufnummern 112 und 999.


Und los - die Resie kann beginnen!

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Ein Aufenthalt in Großbritannien ist für die meisten deutschen Besucher eine kleine Herausforderung, wenn sie planen, dort mit dem Auto aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen:

In Großbritannien gilt bekanntermaßen das Linksfahrgebot. Das heißt, Autofahrer müssen hier auf der linken Straßenseite fahren. Überholen muss man dementsprechend rechts und nicht wie in Deutschland, links. Für Fahrzeuge mit Linkssteuerung kann sich ein entsprechender Überholvorgang als schwieriger erweisen als der Fahrer / die Fahrerin es aufgrund des in Deutschland geltenden Rechtsverkehrs bisher gewohnt sind. Sie sollten daher mit Umsicht agieren und wenn möglich, etwas mehr Abstand halten, um einen größeren Blickbereich zu erhalten sowie ausreichend Kontrollblicke in Innen- und Außenspiegel werfen.

Grund zur Panik bedeutet dies alles nicht, jedoch sollten sich deutsche Autofahrer mit den landestypischen Gegebenheiten, welche den Straßenverkehr betreffen, vertraut machen und entsprechend vorbereiten. In der Regel gewöhnt man sich als deutscher Besucher in Großbritannien jedoch recht schnell an die Andersartigkeit der Fahrweise. Ist der Großbritannien-Urlauber nicht mit seinem eigenen Fahrzeug auf britischen Straßen unterwegs, sondern mit einem landestypischen rechts gelenkten Auto, ist auch das Führen des Fahrzeugs erst einmal äußerst ungewohnt und fremd.

Anders als es die Deutschen von daheim gewohnt sind, befindet sich der Fahrer-Einstieg auf der rechten Seite des Fahrzeugs, während die Schaltung hier mit der linken Hand betätigt wird. Ansonsten ist die Anordnung identisch mit der Ausrichtung deutscher Fahrzeuge. Auch die vertraute Regelung der Vorfahrt bleibt bestehen. Somit heißt es in Großbritannien ebenfalls 'Rechts vor Links!'.

Bei links gelenkten Fahrzeugen ist es wichtig, vor Fahrten in der Dunkelheit, den Einschliff in der Mitte der Frontscheinwerfer – meist ist dieser trapezförmig – mit Isolierband o. ä. abzukleben, da ansonsten die Gefahr besteht, die Fahrzeuge des Gegenverkehrs zu blenden. Vor Teilnahme am britischen Straßenverkehr empfehlen sich ein paar Übungseinheiten, ein Parkplatz o. ä. würde sich hierfür anbieten , um die Umstellung auf das fremde System etwas einfacher zu gestalten.

Geschwindigkeitsgrenzen und die Umwelt

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Was die Höchstgeschwindigkeiten in Großbritannien angeht, so müssen Sie sich als Besucher des Landes an folgende Werte halten: Innerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die Geschwindigkeitsobergrenze 48 km/h, was etwa 30 Meilen pro Stunde entspricht. Außerhalb geschlossener Ortschaften sind es 60 Meilen pro Stunde bzw. 97 km/h, die nicht überschritten werden dürfen. Auf Autobahnen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Meilen pro Stunde (113 km/h). Wenn Sie mit dem Auto im britischen Straßenverkehr unterwegs sind, sollten Sie die vorgeschriebenen Verkehrsregeln hundertprozentig einhalten, denn schon bei minimalen Geschwindigkeitsüberschreitungen, drohen unangenehme Strafen. Werden beispielsweise die zugelassenen 113 km/h auf Autobahnen missachtet und sogar 145 km/h überschritten, kann der jeweilige Fahrer theoretisch zu einer Haftstrafe verurteilt werden.

Bei Verkehrsteilnahme in der Londoner Innenstadt wird von allen Kraftfahrzeugführern in der Zeit von Montag bis Freitag, zwischen 7.00 Uhr und 18.30 Uhr die so genannte Congestion Charge verlangt. Diese in Zentral-London zu entrichtenden Innenstadtmaut fordert eine Tagesgebühr von acht Pfund. Die entsprechende Einhaltung der Regelung wird durch Video-Überwachungssystem kontrolliert, welches die Kennzeichen der Autos prüft. Es gibt jedoch auch Ausnahmen,denn einzelne Straßen sind von der Gebühr in London nicht betroffen. Hiernach erkundigt man sich am besten vorab an der Mietwagenstation.

Sicherheit an erster Stelle

Aufgrund der in Großbritannien geltenden Anschnallpflicht, gibt es auch dort kein Entkommen vor dem Sicherheitsgurt. Gesetzlich geregelt ist dies auch für Kinder, diese müssen im Alter von 3 bis 12 Jahren auf dem Rücksitz des Fahrzeuges in einer speziellen Vorrichtung zu sitzen. Auch das Telefonieren am Steuer ist während des Fahrens verboten, für die Nutzung Ihres Mobiltelefons sollten Sie also über eine Freisprechanlage verfügen. Lassen Sie sich dennoch mit Telefon am Ohr erwischen, droht unter Umständen eine Strafe von bis zu 100 Pfund. Überhauptt ist es ratsam, den britischen Regelungen Folge zu leisten, denn Missachtungen können schnell ins Geld gehen.

Der allgemein typische Fahrstil der Briten ist als defensiv zu beschreiben und keinesfalls etwa als aggressiv. Für gewöhnlich hält der britische Verkehrsteilnehmer bereitwillig die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ein, und sollte er Dränglern und überholwütigen Autofahrern begegnen, so wird diesen großzügig genügend Platz fürs entsprechende Überholmanöver eingeräumt.

Dem Reiz, den mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Autos nachzujagen, unterliegt der Brite in der Regel nicht. Hier sind es zumeist die ausländischen Fahrer, die der Versuchung, ein zu schnell fahrendes Auto einzuholen, nicht widerstehen können.

Durch seinen gemächlichen Fahrstil trägt der britische Autofahrer zu einer längeren Lebensdauer seines Autos bei und kann sich dementsprechend auch vergleichsweise lange an seinem Fahrzeug erfreuen. Denn im Umgang mit seinem Auto vermeidet er Höchstbeanspruchungen so gut es geht.

Landstraßen in Großbritannien

Da viele Landstraßen in Großbritannien enorm eng und kurvenreich sind, und damit teilweise auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 oder 40 Meilen pro Stunde begrenzt sind, fährt der britische Verkehrsteilnehmer hier natürlich besonders vorsichtig. Sieht man dort vereinzelt Fahrzeuge, die stärker aufs Gaspedal treten, so sind dies meist Sportwagen oder Lastwagen. Besonders die Sportwagen-Fahrer genießen einen Sonntag morgen auf ihre Weise: Erfreut nämlich über die Abwesenheit des Berufsverkehrs, erhöhen sie nun kräftig das Tempo und rauschen mit teils überhöhter Geschwindigkeit die Straßen entlang.

Vorsicht ist auf den Motorways geboten: Hier wird häufig geblitzt! Der Großteil der Autofahrer in Großbritannien gilt als sehr höflich, zuvorkommend und umsichtig. Für ausländische Fahrer ist es daher empfehlenswert, sich bezüglich der persönlichen Fahrweise bestmöglich an das Verkehrsverhalten der Briten anzupassen, denn unangenehm aus der Masse hervorzutreten, hinterlässt sicher nicht den besten Eindruck. Statt stur auf dem eigenen Recht zu beharren, ist es sinnvoller, auch anderen einmal den Vortritt zu lassen.

Hupen beispielsweise, sollte man als Autofahrer in Großbritannien vermeiden, dadurch erscheint man bloß als unhöflicher ausländischer Verkehrsteilnehmer. Die Briten nämlich setzen das Warnsignal des Hupens ausschließlich im Notfall ein. Da Fußgänger im britischen Straßenverkehr immer Vorrang haben, sollten Sie als Autofahrer an Zebrastreifen stets bremsbereit sein und den Fuß vom Gaspedal nehmen. Es ist auch nicht selten, dass Fußgänger an Zebrastreifen losgehen, ohne zu schauen, ob ein Auto naht.

Britische Verkehrsteilnehmer lieben übrigens den Kreisverkehr – dementsprechend viele gibt es im Land. An jeder möglichen Kreuzung befindet sich ein Kreisverkehr, in dem die Regel 'Rechts vor Links' gilt. Das Fahrzeug also, welches sich im Kreisverkehr befindet, hat immer Vorfahrt. Zudem fährt man in Großbritannien nach links, also im Uhrzeigersinn, in den Kreisverkehr hinein. Bevor man sich hinein wagt, sollte man am besten noch einmal einen Briten nach dem ein oder anderen hilfreichen Tipp fragen und sich diverse Dinge praxisnah erklären lassen.

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