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Kornkreise England

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Kornkreise England

Das Rätsel der Kornkreise in England konnte bis heute nicht gelöst werden.

Um 1900 herum entdeckte der Großgrundbesitzer und Auktionator Teddy Lawes aus Devizes in dem kleinen Ort Tilshead in Wiltshire eine außergewöhnliche Formation auf seinem Feld: Vier größere und zwei kleinere Kornkreise waren übereinander angeordnet. Zwanzig Jahre später wiederholte sich das Ereignis. Damit steht Teddy Lawes in einer langen Reihe englischer Bauern, die von Kornkreisen berichten und die viele Geschichten aus ihrer Jugend über Kornkreise in England zu berichten wissen. Schon ihre Großväter und Urgroßväter hatten von diesem Phänomen erzählt, das sie sich nicht erklären konnten und die Kornkreise sind ein fester Bestandteil nicht nur der englischen, sondern auch der europäischen Folklore.

1932 gab es dann erstmals einen fotografischen Beweis für die Existenz der Kornkreise: Das Bild zeigt drei Ringe und einen Halbring auf einem Gerstenfeld bei Chinester in West Sussex. Ein Reiseführer über Sussex druckte das Bild und schrieb dazu, dass „die Gerste zu Boden geschlagen“ niederlag. Etwa zur gleichen Zeit soll ein Foto von weiteren Kornkreisen in Sussex entstanden sein, das jedoch inzwischen verloren gegangen ist.

Die hier erwähnten Sichtungen und Augenzeugenberichte entstammen dem Buch Kornkreise – Geometrie, Phänomene, Forschung von Andreas Müller, dem deutschen Standardwerk zum Thema Kornkreise in England. Hier können Sie alles zum Thema nachlesen.

Das Interesse an den Kornkreisen in England erwacht

Doch damit endet die Liste der Sichtungen von Kornkreisen in England natürlich noch lange nicht. 1960 wurden die Massenmedien erstmals auf das Phänomen aufmerksam und berichteten von zwei konzentrischen Kreisen, die in einem Feld nach Evenlode in Gloucestershire entdeckt wurden.

1963 entsandte dann die britische Regierung ein Forscherteam um den australischen Astrophysiker Dr. Robert Randall, um eine Kornkreis-Formation in einem Weizenfeld bei Charlton in Wiltshire zu unterrsuchen. Hier hatte man einen Ring und ein Oval nahe eines Kraterlochs entdeckt.

In seinem Bericht schreibt der Astronom Patrick Moore ausführlich über die weiteren kreisrunden und elliptischen Markierungen, die im Feld nahe des Kraters zu finden waren. Auch eine Aussage des lokalen Polizeibeamten wurde in das Protokoll mit aufgenommen: Officer P.C. Penny berichtete, dass er in der Entstehungsnacht ein orangerotfarbenes, kugelförmiges Licht beobachtet hätte, welches sich langsam von oben in das Feld herab gesenkt haben soll. Damit steht Officer Penny in einer langen Reihe von Augenzeugen, die von Lichtphänomenen im Zusammenhang mit der Entstehung von Kornkreisen in England und überall in der Welt berichteten. So heißt es zum Beispiel in einer Flugschrift aus dem Jahr 1678, dass „das Feld geleuchtet [habe], als stünde es in Flammen“, bevor am nächsten Morgen Kornkreise entdeckt wurden.

Die Kornkreise in England werden immer komplexer

Die Kornkreise in England sind ein ewiges Rätsel.

Bis 1986 tauchten immer wieder Berichte von verhältnismäßig schlichten Kornkreisen in England auf. Im Wesentlichen fand man einfache Kreis- und Ringformationen, die immer wieder neu angeordnet wurden. 1987 entdeckte man beispielsweise einen klassischen Einzelkreis in Westbury in Wiltshire und im gleichen Jahr den ersten Kreis in einem Rapsfeld in South Wonston in Hampshire. 1983 fand man ein so genanntes Quintuplet in Cheesefoot Head in Hampshire, das aus einem großen Kreis und vier kleineren Kreise bestand, die jeweils auf 3, 6, 9 und 12 Uhr angeordnet waren.

1986 tauchte aber erstmals ein geradliniges Formelement auf: In Childrey in Oxfordshire fand man an einem Juli-Morgen einen großen Kreis mit einem weiteren Außenkreis, von dem eine gerade Linie abging. 1987 fand man in Bratton Castle in Wiltshire dann erstmals einen eindeutig definierten Doppelring und etwa ein Jahr später bestaunte man in einem blühenden Rapsfeld ini Charity Down in Hampshire eine wunderschöne Doppelformation, die zwei Formelemente kombinierte, die bis dahin nur einzeln aufgetreten waren. 1989 sorgte ein Kornkreis im englischen Winterbourne Stoke in Wiltshire für Aufsehen, der über ein strahlenförmiges Lagemuster in seinem Inneren verfügte, das die Kreisfläche ähnlich einer Swastika in vier Quadranten unterteilte.

Insgesamt konnten zwischen 1980 und 1989 86 Kornkreise in England dokumentiert werden. In den 1990er Jahren dann gewannen die Formationen bislang unerreichte Präzision und Größe und die Muster wurden komplexer. Waren es anfangs einfache Kreis- und Ringformationen, in denen die Halme niedergedrückt waren, entstanden nun sogar Bilder mit deutlich piktogrammhaftem Charakter. Berühmt geworden sind zum Beispiel das Langpiktogramm in East Kennett in Wiltshire und das „Grand Finale“ in Cheesefoot Head in Hampshire, das die Kornkreis-Saison 1990 spektakulär beendete. 1991 schien dann der Variantenreichtum seinen Höhepunkt erreicht zu haben.

In jenem Jahr fand man das beeindruckende Insektogramm bei Micheldever in Hampshire, „Die Mutter aller Piktogramme“ in Barbury Castle in Witlshire und die verschiedenen Delphinogramme. Den Saison-Abschluss bildete in diesem Jahr das „Fraktale Apfelmännchen“. Dieser Kornkreis ist in vielerlei Hinsicht ein Highlight, denn selbst wenn die Kornkreise von Menschenhand geschaffen wurden, so ist es doch sonst nur mit Hilfe eines Computers möglich, diese geometrische Figur (die das Produkt einer komplexen mathematischen Formel ist) korrekt darzustellen. Im selben Jahr noch präsentierte die britische Tageszeitung „Today“ zwei Rentner als vermeintliche Urheber aller Kornkreise dieses Jahres, doch der Beweis dafür steht bis heute aus. Es darf aber bezweifelt werden, dass sie für alle 115 Kornkreise in England verantwortlich waren, die in diesem Jahr dokumentiert wurden und die für die Verbreitung der Sagen und Legenden verantwortlich waren.

Welche Bedeutung haben die Kornkreise in England?

In den folgenden Jahren beobachtete man dann nochmals eine deutliche Steigerung der Formensprache, Komplexität und Größe der Kornkreise in England. Die schönen, sauberen Formationen machten es leicht, die von Menschenhand angefertigten Kopien von den eigentlichen Phänomenen zu unterscheiden. Blasen- und Langormationen wurden vor allem Mitte der 1990er Jahre immer häufiger. 1994 erscheinen gleich drei Steinkreise in der Nähe der prähistorischen Sehenswürdigkeiten in Avebury. Auch in Stonehenge entdeckt man 1996 einen wahrhaft spektakulären Kornkeis mit komplexen Spiralsegmenten. Er soll in nur 15 Minuten (zwischen 17:30 und 17:45 Uhr am 7. Juli 1996) entstanden sein. Das war jedoch nur der Anfang einer wahrhaft spektakulären Saison mit vielen aufregenden Kornkreisen in England.

In Alton Barnes in Wiltshire entdeckte man einen 200 Meter langen Kornkreis mit 89 Einzelkreisen. Nur drei Wochen später fand man in Etchilhampton in Wiltshire dann die längste Formation in der Geschichte der Kornkreise in England: Über eine Länge von 1.300 Metern erstreckt sich ein wahrhaft imposantes Gebilde mit 13 miteinander verbundenen Kreisgebilden. Den Höhepunkt der Saison bildete die dreifache Julia-Menge mit einem Durchmesser von 200 Metern und 194 Einzelkreisen am Windmill Hill in der mystischen Landschaft von Avebury. Blüten- und komplexe Sternmuster dann formten das Thema der Saison 1997, wobei sich die Schöpfer anscheinend überaus komplizierter Formeln der Chaosmathematik bedienten.

1999 dann vereinte eine Formation alle Symbole und Formen, die in den vergangenen Jahren aufgetaucht waren, in einem einzigen Bild: In nur einer Nacht entstanden zwei imposante Langformationen in East Field in Wiltshire. Mit einer Länge von 316 Metern und ihren komplexen Mustern stellt diese Formation alles bisher dagewesene in den Schatten. Im gleichen Jahr fand man dann auch die erste dreidimensionale Darstellung auf einem Feld am Hackpen Hill in Wiltshire. An Perfektion ist dieser Oktaeder kaum noch zu überbieten. Für Aufsehen sorgte dann 2000 ein wunderschön geschlungener keltischer Knoten in Kent, doch viele Fälschungen im gleichen Jahr stahlen den echten Phänomenen die Aufmerksamkeit. Sonnendarstellungen und religiös interpretierte Gebilde (z.B. der Engel von Cambridge) prägten dann die Kornkreis-Saison 2001. Es scheint, als seien den komplexen Formen keinerlei Grenzen gesetzt.

Die Entstehung der Kornkreise von England liegt bis heute im Dunkeln. Die unglaubliche Perfektion, mit der die Figuren im Korn entstehen und das jegliche Fehlen von Spuren, die der Einsatz von Maschinen in jedem Fall mit sich bringen würde, spricht gegen den Menschen als Urheber der Formationen. Doch wer könnte sonst ein Interesse daran haben, solche Figuren im Feld entstehen zu lassen? Und warum werden die Figuren immer komplexer? Welche Nachricht verbirgt sich hinter ihnen? Was verrät der jeweilige Standort über den Zweck der Kornkreise in England? Bis heute werden immer wieder neue Kornkreise gesichtet, doch der Lösung des Rätsels ist man noch immer nicht auf die Spur gekommen. Deutlich ist jedoch, dass England mit 50 bis 80% aller Kornkreis-Sichtungen weltweit führend ist. Und wenn England das globale Zentrum der Aktivitäten darstellt, ist die Grafschaft Wiltshire mit dem Steinkreis Averbury wiederum das regionale Zentrum.

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England bietet malerische Strände, vielfältige Landschaften, großzügige Naturparks und kulturelle Vielfalt.

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