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Cricket in England

Cricket in England

English Cricket - Sport für Gentlemen

Cricket - Sport für Gentlemen

Cricket ist eine der angesehensten und traditionsreichsten Sportarten in England. Hinter dem Sport verbirgt sich eine Jahrhundert alte Tradition, die den Briten heilig ist.

Cricket ist in England gleichbedeutend mit Pferderennen und steht noch vor dem Nationalsport Fußball, das liegt in erster Linie an der Geschichte des Sports und der damaligen Bedeutung für die englische Bevölkerung.

Die genauen Anfänge des Crickets können nicht eindeutig zurückverfolgt werden, eine erste bekannte Form geht bis in das Jahr 1300 zurück. Damals entstand eine altertümliche Frühform des Ballsports, die von der ländlichen Bevölkerung in Kent gespielt wurde.

Es ist auch bekannt, dass Prince Edward, zu dieser Zeit, diese Form des frühen Crickets gespielt hat. Aus dieser Epoche liegen auch erste schriftliche Belege des Sports vor, der damals als „creag“ bezeichnet wurde. Das Wort Cricket stammt nachweislich von dem 1598 erstmals schriftlich erwähnten Wort „Kreckett“ ab. Das erste Cricketspiel fand historisch und urkundlich belegt 1646 in Coxheath bei Kent in England statt. Im Laufe des 17. Jahrhunderts erfreute sich der Sport vor allem im südlichen und südöstlichen Raum Englands immer größerer Beliebtheit und entwickelte sich bis zum Ende des Jahrhunderts zu einem organisierten Sport.

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Die bis heute geltenden Regeln von Cricket wurden bereits im Jahr 1774 vom Duke of Dorset festgelegt. Diese allgemeine Festlegung von Regeln war unteranderem ausschlaggebend dafür, dass sich Cricket im 18. Jahrhundert zu einem Nationalsport in England entwickelte. Immer mehr Adlige und wohlhabende Kaufleute begannen eigene Mannschaften aufzustellen und traten gegeneinander an. Eine Spielstätte fand sich zu dieser Zeit im Artillery Ground bei Finsbury und wurde 1787 vom neueröffneten Lord’s Ground abgelöst. Schnell entwickelten sich Topadressen des Sports und das Team vom Marylebone Cricket Club stand kurz darauf an erster Stelle.

Der Verein zählt bis heute zu einem der ruhmreichsten und angesehensten Cricket Clubs in England. Cricket war 1900 eine zugelassene Sportart bei den Olympischen Spielen in Paris, wurde danach aber nicht mehr aufgenommen. Der damalige Sieger England darf bis heute den Titel des Olympiasiegers tragen. Der internationale Cricketverband engagiert sich seit Jahren für eine Wiederaufnahme des Sports in das Olympiaprogramm.

Cricket symbolisiert schon seit beginn des organisierten Sports einen Fair Play Gedanken und stellt ein klassenloses Spiele dar. Die mit modernen Regeln ausgestatte Sportart galt als vornehm, da er Anfangs überwiegend vom englischen Landadel gespielt wurde. Ein klassenloser Sport ist es geworden, weil das einfache Volk nicht vom Spiel ausgeschlossen wurde. Der Adel schloss erste Mannschaften in den Dörfern des Landes, dort spielte er gegen die „gewöhnliche“ Dorfbevölkerung, ohne jegliche Benachteiligung.

Die Mannschaften waren zwar nach jeweiligem Stand getrennt, dennoch wurde ein faires Spiel abgehalten. Das war nicht nur eine äußerst moderne Denkweise und Haltung des englischen Adels, sondern auch einzigartig im absolutistisch regierten Europa, indem sich niemals der Adel mit dem „gewöhnlichen“ Volk abgegeben hätte. Auch das Wesen des Cricket spiegelt dieses Fair Play wieder, denn es ist kein Sport der auf Kraft und Schnelligkeit beruht, sondern auf Geduld und taktischer Intelligenz. So war es auch dem englischen Volk möglich mit Geschick den Adel zu besiegen. Es kam zu keiner dominanten Spielführung und Unterdrückung des Gegners, wie es heute in Sportarten wie Rugby oder Fußball der Fall ist.

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Cricket spielt im Allgemeinen nur in England, dem Commonwealth und den ehemaligen englischen Kolonien eine Rolle, außerhalb dieser Länder und in Europa hat der Sport fast keine Bedeutung und ist nur sehr wenig verbreitet. Das liegt zum einen an der langen Spieldauer und zum anderen an den für Außenstehenden komplizierten Spielregeln. Ein Match kann sich ohne weiteres drei Tage hinziehen und kann mit anderen Ballsportarten nicht mitziehen, da es für eine breite Masse nicht medientauglich ist. Der Sport wurde in Verbindung mit der britischen Kolonialisierung verbreitet und sollte zur Kultivierung derer beitragen.

In einem Großteil der Kolonien wurde Cricket angenommen und verkörperte eine Einheit des britischen Empires in der Welt. Auch dort war es den Menschen möglich gegen ihre „Herren“ Spiele auszutragen, zudem trug es zu einem besseren gesellschaftlichen Klima bei. Eine Ausnahme bildete jedoch die schwarze Bevölkerung der karibischen Staaten, dieser war es zwar gestattet Spiele auszutragen, aber die Kolonieherren waren lange Zeit nicht gewillt gegen sie anzutreten.

Ebenso erging es den Aborigines in Australien, die permanent ausgegrenzt wurden und bei einem Match durch Regeländerungen um den Sieg gebracht wurden waren. Bis heute herrscht große Rivalität zwischen dem englischen und australischen Nationalteam, gleichwohl empfinden die Engländer Niederlagen gegen Australien als besonders schlimm.

Cricket ist ein sehr streng geregeltes Spiel, bei dem jeder Spieler eine bestimmte Aufgabe hat und dem Schiedsrichter der größte Respekt entgegengebracht wird, da die Anzweifelung einer Entscheidung als äußerst unsportlich gilt. Beim Cricket geht es darum die gegnerische Mannschaft mittels Geschick zu besiegen. Der Sport ist im Vergleich mit anderen Ballsportarten gegen jede bekannte Regel, so ist das Spiel umso ruhiger und langsamer, desto besser die Mannschaften spielen. Das ist ein kompletter Widerspruch zu den temporeichen Sportarten, in denen es darauf ankommt schnelle Spielzüge durchzuführen. Die geduldige Spielweise beim Cricket führt dazu, dass ein Spiel schon einmal drei Tage dauern kann.

Ziel der Mannschaften ist die Unterbrechung des Spiels, ein Kampf um den Ball findet nicht statt, aus diesem Grund bezeichnen die Engländer dieses Spiel, als äußerst zivilisiert. Den Spielern ist es wichtiger ein faires Spiel mit einem leidenschaftlichen Mannschaftsgeist abzuhalten, als es zu gewinnen. Die strenge Regelung des Spieles wird auch in der Spielkleidung deutlich, hier ist genau festgelegt wer was tragen muss. Zunächst brauchen alle beteiligten Spieler ein Trikot, hinzu kommt oft eine lange Hose. Die Schuhe müssen weiß sein und haben spezielles Profil. Bei bestimmten Spielen ist die Trikotfarbe festgelegt, so muss bei einem Testspiel die Spielbegleitung weiß sein. Am wichtigsten ist die Schutzbekleidung, die vor dem starken Aufschlag des Balls schützt, diese besteht aus Pads, die die Beine schützen, einem Helm, Handschuhen, Armschützer, Brustpanzer und Fanghandschuhe, die nur der Wicket Keeper tragen darf. Der Schiedsrichter trägt einen weißen Kittel.

In England gibt es in jeder Stadt und in vielen Dörfern Cricketplätze, mit einem gut gepflegten Rasen und bequemen Sitzgelegenheiten für die Zuschauer, da es keine Schande ist während einer ausgedehnten Partie Cricket ein kurzes Schläfchen abzuhalten. Spiele zwischen angesehenen Mannschaften sind gesellschaftliche Großereignisse und locken Besucher aus allen gesellschaftlichen Schichten an. Als ein Highlight gilt das Spiel zwischen der Eton Schule und der Harrow Schule auf dem legendären Lord’s Ground. Während des zweitägigen Spiels genießen die Zuschauer das reichliche Essen und Trinken. Sehr beliebt ist hierbei der Cream Tea, der Hauptbestandteil der meisten Cricketspiele ist. Der einstündige Cream tea ist eine Zwischenmalzeit die aus drei Gängen besteht, nacheinander werden Sandwiches, Teebrötchen mit Sahne und Marmelade und anschließend einige Süßigkeiten gereicht.

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