Tee Geschichte

Jai Mukerji | Dreamstime.com

Tee Geschichte

Die Geschichte des englischen Tees

English Tea - Englischer Tee wie von Twinings oder PGTips mit Scones und Clotted Cream

Die Geschichte des Tees beginnt in China. Einer alten Legende zufolge wurde der Tee im Jahr 2737 vor Christus erfunden, von dem chinesischen Kaiser Shen Nung. Dabei handelte es sich um puren Zufall. Der Kaiser saß unter einem Baum, als der Wind ein Blatt in den Topf wehte, in dem sein Diener gerade Wasser abkochte. Mit diesem Blatt, das der Kaiser im heißen Wasser ziehen ließ, war der Tee entdeckt.

Von Asien aus führten schon im Mittelalter zahlreiche Handelsrouten nach Europa, denn im Fernen Osten gab es Gewürze und Stoffe, die in Europa nicht hergestellt wurden, die man dort aber sehr zu schätzen wusste. Um das Jahr 1600 fand so auch der Tee den Weg in die Alte Welt. Ein holländischer Handelsstützpunkt auf der Insel Java wurde der Ort, von dem aus Tee regelmäßig aus China nach Holland gebracht wurde - und von dort in das gesamte übrige Europa.

Allerdings war Tee zunächst noch ein absolutes Luxusgut. Hohe Steuern wurden darauf erhoben, was sich auf den Preis auswirkte. Für lange Zeit blieb Tee daher den Adligen und Reichen vorbehalten. Und es gab ein Preismonopol. Seit 1600 schon hatte die East India Company, ein britisches Unternehmen, das Monopol auf alle Waren, die nach Europa eingeführt wurden. Um 1660 begann die Company, Tee in großem Umfang aus den chinesischen Provinzen Fujian und Taiwan, der Heimat des Oolong, nach Großbritannien zu importieren. So konnten die Preise lange Zeit von einigen wenigen bestimmt werden. Trotzdem wurde Tee schnell überall bekannt. So fand sich 1658 die erste Anzeige für Tee in einer Londoner Zeitung - der Beweis dafür, dass das chinesische Getränk zu der Zeit in einem Kaffeehaus in London verkauft wurde.

Die hohen Preise für Tee führten dazu, dass geschmuggelter Tee Hochkonjunktur hatte. Im späten 18. Jahrhundert war dieser Markt kaum noch kontrollierbar, und auch die Qualität des Tees litt darunter. Denn der Tee wurde mit anderen Blättern, die dafür nicht gedacht waren, gestreckt, und es wurden alle möglichen Stoffe zugefügt, von Schafdung bis zu Kupferteilchen. Das fand quasi über Nacht ein Ende, als die Regierung einsah, dass es so nicht weitergehen konnte, und die Teesteuer 1784 drastisch senkte.

Um 1850 endete die Vorherrschaft der East India Company, und gleichzeitig mit dem frei gegebenen Handel waren die schnellen Schiffe aufgekommen, die Teeklipper. Die vollkommen neu konstruierten, sehr viel schlankeren und daher schnelleren Handelsschiffe lieferten sich wahre Wettrennen, wer am schnellsten die neue Ernte den weiten und gefährlichen Seeweg von China und später auch von Indien und Ceylon - dem heutigen Sri Lanka - nach Europa bringen konnte. Damit kamen auch Assam und Darjeeling Tees in die Kannen und Tassen.

Dass Tee ein britisches Nationalgetränk ist, wurde offiziell spätestens während des ersten Weltkrieges, als der Teepreis gesenkt wurde, damit auch in schweren Zeiten jeder Einwohner sein Lieblingsgetränk zur Verfügung haben konnte.

Die Entwicklung des Tees in England

English Tea - Englischer Tee wie von Twinings oder PGTips mit Scones und Clotted Cream

Die Geschichte des Tees begann schon vor vielen tausend Jahren. Heutzutage ist Tee nach Wasser das am häufigsten konsumierte Getränk auf der Welt. China gilt als die Wiege des Teeanbaus. Um den genauen Zeitpunkt der Entdeckung des Tees und dem Beginn eines erwähnenswerten Anbaus ranken sich viele Legenden. Eine davon ist die des chinesischen Kaisers Shen Nong. Es wird berichtet, dass dieser Herrscher sehr gesundheitsbewusst lebte. Auf einer seiner Reisen im Jahre 2737 v. Chr. wollte er daher einen Kessel Wasser abkochen, wie er es normalerweise tat, um Keime abzutöten. Diesmal soll er aber übermüdet neben dem Wasserkessel eingeschlafen sein. Während seines Schlummers blies der Wind einige Blätter von dem Zweigen eines nahen Teestrauchs, die in den Kessel fielen. Als der Monarch wieder wach wurde, wunderte er sich über die grünliche Farbe des Wassers, probierte aber trotzdem davon. Er fand den Geschmack erbaulich und war glücklich über den belebenden Effekt dieses Teegetränks. Soweit zur Legende. Sicher ist, dass schon vor Tausenden von Jahren in China damit angefangen wurde, Tee anzubauen. Anfangs wurde er oft zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

Während der Regierungszeit der Tang-Dynastie (618-907 nach Christi Geburt) wurde Tee am Kaiserhof als Genussmittel populärer und erreichte von dort das Interesse der Oberschicht. Außerdem begannen buddhistische Mönche damit, Tee zu ihren Meditationen zu trinken, um nicht einzuschlafen. Nach Europa kam der Tee Anfang des 17. Jahrhunderts, als die Niederländische Ostindien-Kompanie erstmals eine Ladung mit grünem Tee in die Niederlande brachte. Einige Jahrzehnte später lieferten die Niederländer den ersten Tee nach England. 1669 ging das Teehandelsmonopol von der Niederländischen Ostindien-Kompanie auf die British East India Company über. Diese behielt das Monopol bis ins Jahr 1833. Im 17. Jahrhundert wurde der Tee auch am englischen Königshof eingeführt und dadurch auch im Adel populär. 1717 wurde das erste Teegeschäft (Twinings) in London eröffnet. Etwa zu dieser Zeit wurden auch Teegärten (Parks mit Musik- und Teepavillons) beliebt, und der Siegeszug des Tees kannte kein Halten mehr.

Die Geburtsstunde des beiebten Teebeutels

Eine kleine Anekdote am Rande: Der Teebeutel, der das Aufbrühen von Tee wesentlich vereinfachte, wurde eher durch Zufall erfunden. Im Jahre 1908 wollte der Teehändler Thomas Sullivan Teeproben an seine Kunden versenden und füllte dazu den Tee in kleine Seidenbeutel. Die Kunden bereiteten sich ihre Teeproben zu, indem sie die Beutel ganz in heißes Wasser eintauchten. Für Sullivan waren die Seidenbeutel nur ein Transportaufbewahrungsmittel gewesen, aber seine Kunden waren der Ansicht, dass er die Beutel zur praktischen Verkostung hergestellt hatte. Und von hier setzte sich die Idee vom praktischen Teebeutel weiter fort. Wirkliche Teeliebhaber bevorzugen allerdings immer noch den losen Tee zum Aufbrühen. Für sie gehört der Zeitaufwand und die Zeremonie bei der Zubereitung des Tees einfach zum Genuss.

Ganz zu schweigen davon, dass der Geschmack bei losem Tee oft besser ist als bei Tee, der aus Teebeuteln zubereitet wird. Aber für die schnelle Tasse zwischendurch sind Teebeutel eine praktische Sache. Viele Hersteller bieten ihren Tee in Beuteln an, zum Beispiel Twinings, Tetley, Taylors Yorkshire, Typhoo, Lipton, Welsh Glengetti, Scottish Blend, Bewley's, Barry's und Lyons. Oft gibt es diese Teebeutel heutzutage auch in einer größeren Pyramidenform, wodurch die Teeblätter mehr Platz zum Entfalten haben - ein guter Kompromiss aus losem Tee und Teebeutel. Auf unseren English und Irish Tea-Seiten präsentieren wir Ihnen eine große Auswahl an britischem und irischem Tee. Erfreuen Sie sich mit uns am Teegenuss und nehmen Sie öfter mal eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag. Genießen Sie doch einmal mit guten Freunden einen „Afternoon Tea“ oder feiern Sie besondere Gelegenheiten bei einem „Royal Tea“.



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