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Englische Mode

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Bei den Worten Englische Mode hat man immer gleich zwei Extreme vor Augen: Entweder den Lord mit Knickerbockern, Tweetjacke und dazugehöriger Mütze, der freundlich lächelnd, das Jagdgewehr über der Schulter, mit seinem Hund durch die Hügel wandert, oder die Fashion-Stars der Hipster-Szene-Viertel in London. Das Bild, das wir Deutschen von der englischen Mode haben, ist das Bild eines eleganten, stilvollen Kleidungsstils. Der hat zwar nur wenig gemeinsam mit der Tracht aus Jogginghosen, die man in vielen britischen Großstädten und vor allem an Bahnhöfen und Flughäfen antrifft, weil die Briten es auf Reisen gern bequem mögen, und auch mit der Parade kurzer, enger Kleider und hoher Pumps an Freitag- und Samstagabenden hat dieses Idealbild der englischen Mode nur wenig zu tun, doch ganz allgemein lässt sich über die Engländer sagen, dass die meisten von ihnen bei der Wahl ihrer Kleidungsstücke viel Wert auf Klasse, Stil und Tradition legen.

Die Engländer sind trendbewusst und haben ein unvergleichliches Gespür für die richtige Mode zur richtigen Zeit. Das beweist auch der Evergreen des aufwendig gestalteten, exzentrischen Hutes, der nicht nur beim Pferderennen Royal Ascot bei britischen Damen ganz hoch im Kurs steht, sondern auch zu jedem anderen festlichen Anlass. Ob Pferdefigur, Blumen, Federn, Stickereien – bei der Gestaltung der Hüte sind den englischen Frauen keinerlei Grenzen gesetzt. Kein Wunder also, dass das große Pferdesportereignis Jahr für Jahr zum Schaulaufen für die außergewöhnlichsten Hutkreationen des Landes wird. Und auch die Herren lassen es sich nicht nehmen und erscheinen – je nach Anlass – gern mit der klassischen englischen Melone.

Die englische Mode legt Wert auf Tradition

Wie viele andere Elemente der englischen Mode, geht auch die Leidenschaft für den Hut in die viktorianische Zeit zurück – jene Epoche, der die heutige britische Mode ihre meisten Einflüsse verdankt. Die Tweet-Jacketts im Karo-Muster zum Beispiel, die in der Phantasie eines jeden England-Fans mit der Vorstellung einer eleganten Reit- oder Jagdgesellschaft im 19. Jahrhundert verknüpft sind, gehen zurück auf die besondere Vorliebe Queen Victorias für Schottland. Sie machte das Land, den Tartan, den Kilt und viele andere Elemente der schottischen Kultur wieder gesellschaftsfähig. Ja nicht nur das: Während ihrer Regentschaft galt es als höchst modisch, sich auch in London in schottischer Tracht zu zeigen. Stilisiert und wesentlich eleganter zwar, als man das zu jener Zeit in den Highlands von Schottland tat (dort hatte man wahrlich andere Probleme), aber immerhin. Auch der Tweet selbst – Inbegriff der englischen Mode – stammt aus Schottland. Sein Name geht auf das schottische Word „tweel“ zurück, das eine spezielle Webart bezeichnet, die damals in Schottland sehr weit verbreitet war.

Barbour: Traditionsmarke mit Stil

Bei Barbour-Jacken kommen einem grüne Wiesen, feudale Landsitze, Tee und Gurkensandwich in den Sinn. Mehr als jede andere Marke verkörpert Barbour den „British Way of Life“. Die Bekleidungsmarke steht vor allem für hochwertige gewachste Outdoor-Jacken im Country Style, die dem britischen Klima auf den Leib geschneidert scheinen. Solide von Hand gearbeitet, robust und wasserundurchlässig trotzen Barbour-Jacken jedem Wetter. „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung“ scheint der Leitsatz der Marke zu lauten. Wer schon einmal mit ungeeigneter Kleidung im britischen Regenwetter unterwegs war, weiß, wovon hier die Rede ist.

Kultmarke mit britischem Understatement

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Die 1894 begründete Marke ist eine Institution – auch die Royals wissen die Traditionsmarke zu schätzen. Nicht umsonst ist Barbour Hoflieferant des Königshauses – schon Lady Di machte in der Allwetterjacke eine gute Figur. Selbst im Kinofilm „The Queen“ trägt ihre Royalness die klassische Barbour-Jacke mit dem Cordkragen. Das Familienunternehmen in fünfter Generation hat schon lange den Sprung über den Kanal geschafft und sich weltweit einen Namen gemacht. Die Marke ist heute in mehr als 40 Ländern vertreten. Mittlerweile hat sich Barbour zur Lifestyle-Marke gemausert, dezent aber schick – britisches Understatement eben.

Barbour: von der Funktionskleidung zum Prestigeobjekt

Mit Wachs imprägnierte Jacken haben in Großbritannien seit jeher Tradition – daran ist Barbour nicht ganz unschuldig. Zu Zeiten des Gründers John Barbour stand vor allem wetterfeste Kleidung im Fokus. Sie war zunächst bei Seeleuten, Fischern und Farmern gefragt. Schon bald hatte sich die Kunde von der unverwüstlichen Funktionskleidung aus dem fernen England bis nach Asien und Lateinamerika verbreitet – der weltweite Export begann. 1936 ergänzte ein Motorradanzug die Produktpalette – dessen Jacke wurde unter Motorsportfreunden bald zum Kult. Als Steve McQueen 1964 die Barbour-Motorradjacke beim Six Day Trials Motorradrennen trug, wurde sie endgültig zur Legende.

Der Ritterschlag des Königshauses ließ nicht lange auf sich warten. Zahlreiche königliche Auszeichnungen – Royal Warrants – adeln die Traditionsmarke. In den Achtzigern entstanden die berühmten Modelle Beaufort, Bedale, Border und Beadnell. Hinter den Namen, die eher nach Hunderassen klingen, verbergen sich Wachsjacken, die noch heute Ikonen der Marke sind. Sie gehören bis heute zu den Bestsellern. Immer öfter tauchten die wetterfesten Jacken auch auf Festivals auf – sowohl auf, als vor der Bühne. Selbst Popstar Marilyn Manson, dem man nicht nachsagen kann, konservativ zu sein, begeisterte sich für den Klassiker mit Cordkragen – der Wechsel zum Kultobjekt war vollzogen.

Feine englische Art im Wandel der Zeiten

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Heute bietet das Traditionsunternehmen eine breite Produktpalette. Wachs- und Steppjacken, Country- und Freizeitbekleidung, aber auch Sakkos, Hemden, Hosen, Schals, Hüte und Taschen gehören zum Sortiment. Jedes Jahr wieder überrascht Barbour mit neuen Kollektionen für Damen, Herren und Kinder, die die Themen Lifestyle und Country Style bedienen. Neben diesem Hauptsegment punktet der britische Hersteller mit der International Collection, Sporting und Heritage Collection. Sie interpretieren den Country Style neu und bringen ihn in den urbanen Raum.

Tradition verpflichtet: Barbour

Trotzdem ist die Marke sich im Kern immer treu geblieben. Das Hauptquartier des Unternehmens befindet sich noch heute in der britischen Hafenstadt South Shields – produziert wird ausschließlich in England. Qualitätsbewusstsein und Langlebigkeit sind Werte, die sich der britische Hersteller auf die Fahnen geschrieben hat. Kein Wunder, dass Barbour-Jacken für die Ewigkeit gemacht scheinen – sie setzen unserer schnelllebigen Zeit Beständigkeit entgegen.

Zeitlos schöne Funktionalität im betont britischen Look

Die wetterfeste Kleidung punktet mit lässigem Schnitt und hochwertiger Verarbeitung. Charakteristisch für Barbour-Jacken: Im Futter findet sich meist das klassische Schottenmuster. Der typische Kragen aus Cord und große aufgesetzte Taschen, in denen die halbe Welt Platz findet, ergänzen den Look. Die Farbpalette orientiert sich an gedeckten Naturtönen und umfasst Braun-, Grün- und Blautöne, aber auch Schwarz. Eines steht fest: Mit einer Wasser abweisenden Barbour-Jacke ist man für jedes Wetter gerüstet – sogar für das englische.

Ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert und damit aus der Zeit von Königin Victoria stammt ein weiteres Kleidungsstück, das untrennbar mit unserer Vorstellung von englischer Mode verknüpft ist: der Trenchcoat. Spätestens seit Sherlock Holmes ist er der Inbegriff dessen, was ein englischer Gentleman zu tragen hat – vor allem, wenn er Detektiv ist. Es war jedoch nicht der Meisterdetektiv, der sich als erstes im Trenchcoat kleidete, sondern die Soldaten des englischen Militärs. Für sie wurde er ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts angefertigt. Sein besonderer Stoff, der Gabardine, war wasserabweisend und äußerst witterungsbeständig. Er erwies sich im Ersten Weltkrieg als überaus hilfreich, wo er sowohl von britischen als auch von französischen Soldaten getragen wurde. Der Name, unter dem wir den Mantel heute kennen, leitet sich dann auch von dem englischen Wort „trench“ für „Graben“ ab. Der Trenchcoat ist also jener Mantel, den man im Schützengraben trug. Sein ungewöhnlicher Schnitt garantierte unter diesen fürchterlichen Bedingungen neben der Wettertauglichkeit auch eine gute Beweglichkeit, die hier über Leben und Tod entscheiden konnte.

So ernst sind die Umstände, unter denen wir heute dieses Prachtexemplar der englischen Mode zu Gesicht bekommen, inzwischen glücklicherweise nicht mehr. Bekannt geworden durch Filmstars wie Humphrey Bogart in „Casablanca“, Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“, Horst Tappert in „Derrick“ und Peter Falk als Inspektor Columbo ist er heute das typische Outfit englischer Detektive, die mit tief ins Gesicht gezogener Tweet-Mütze und hochgeschlagenem Kragen durch die nebligen Gassen Londons laufen – und in Sketchen und Komödien ein beliebtes Kleidungsstück, das man Exhibitionisten zuschreibt. Letzteres kann aber nur unabhängig von der englischen Mode entstanden sein, denn jeder Mensch weiß, dass die Briten nicht besonders begeistert von der Idee sind, sich nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Do it yourself: Englische Mode selber zusammenstellen

Wenn Sie sich der englischen Mode entsprechend kleiden wollen, haben Sie heute die Wahl zwischen der klassischen britischen Eleganz und dem modernen Hipster-Stil. Beide verwenden ähnliche Elemente, interpretieren sie aber jeder auf seine Art und Weise. Während die klassische Eleganz Wert auf eine passende Kombination der einzelnen Kleidungsstücke legt und sich dabei wirklich ohne Scheu am betuchten Bürgertum und Landadel des 19. Jahrhunderts orientiert, geht es bei der Hipster-Bewegung darum, der britischen Eleganz zu einer neuen Lässigkeit und Coolness zu verhelfen. Die Elemente, derer sie sich dabei bedient, sind zwar dieselben, aber die Zusammenstellung und die Art, die einzelnen Kleidungsstücke zu tragen, weißt ganz neue Wege in der englischen Mode.

Wer den klassischen Look bevorzugt, setzt auf einen Zwiebellook aus Blazern, Jacken, Hemden und Tops und natürlich auf den obligatorischen Schal. Ein Trenchcoat darf natürlich in keinem Kleiderschrank, der sich an englischer Mode orientiert, fehlen. Er kann von Männern und Frauen gleichermaßen getragen und mit fast allen Kleidungsstücken kombiniert werden. Frauen greifen dann auf Röcke zurück, die kurz über dem Knie enden, am besten aus Tweed oder kariertem Stoff, und mit Strumpfhosen in Naturfarben kombiniert. Dezent farbige Pullover, die über den Rockbund gehen und die Figur betonen und eine Schirmmütze aus Tweet und zierliche braune Schnürstiefeletten komplettieren den englischen Look. Alternativ tragen sie Strickkleider und Strickjacken im Zopfmuster oder zum Rock enge, langärmlige Oberteile, die mit einer karierten Weste kombiniert werden. Karierte Blazer und Jacketts sind ebenfalls immer eine Option, wenn es um englische Mode geht.

Auch bei den Männern dominiert das Karo-Muster: Ob im Hemd, im Futter der Jacke, im Tweet-Jackett oder bei der Tweet-Mütze – mit karierten Stoffen liegen Sie in der englischen Mode immer richtig. Cardigans, Wollpullover und natürlich Westen schützen gegen die Unbill des englischen Wetters und mit dem obligatorischen Schal und einer stilvollen Kappe aus Tweet kombiniert, kommen sie dem Idealbild der englischen Mode schon sehr nah.

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