Johnnie Walker Whisky

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Johnnie Walker Whisky

Johnnie Walker

Johnnie Walker ist aus den Spirituosenhandlungen dieser Welt nicht mehr wegzudenken. Der schottische Blended Whisky des Getränkekonzerns Diageo ist einer der ältesten Scotch Whiskys der Welt und zudem der Meistverkaufte.

Die Geschichte der erfolgreichen Whisky-Marke begann im Jahre 1819 in der kleinen Stadt Kilmarnock in den schottischen Lowlands. Der junge Johnnie Walker startete als 14-Jähriger nach dem Tod seines Vaters eine Karriere als Geschäftsmann. Er verkaufte die Familienfarm und eröffnete einen Gemischtwarenladen, in dem er neben Schreibpapier auch seinen eigenen Whisky verkaufte.

Johnnie Walker stellte den Whisky mithilfe von speziellen Blending-Methoden her, die in der damaligen Zeit eigentlich nur für Tee verwendet wurden. Der spezielle Walkers Blended Whisky verkaufte sich sehr gut und erfreute sich in Kilmarnock und Umgebung bald immer größerer Beliebtheit. Der Bau der Eisenbahn im Jahr 1843 kam dem Unternehmer in diesem Zusammenhang entgegen. Der Handel im In- und Ausland nahm so – im wahrsten Sinne des Wortes - Fahrt auf.

Johnnie Walker wird zum Traditionsunternehmen

Nach dem Tod von Johnnie Walker im Jahr 1857 übernahm sein Sohn Alexander das Geschäft seines Vaters und machte den Whisky langfristig auf der ganzen Welt bekannt. Unter anderem ließ er das eigenwillige Johnnie Walker-Etikett schützen, das sich zu bald zu einem echten Markenzeichen entwickelte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Flasche ihre typische rechteckige Form erhielt. Letztendlich diente diese Form in erster Linie dazu, beim Transport Platz zu sparen. Außerdem nahm er weitere Whisky-Sorten in das Sortiment auf. Alexander Walker trieb die Expansion voran, sodass es bald Außenstellen und Destillerien in London, Birmingham, Sydney und Südafrika gab. Die Reblausplage, die zwischen 1858 und 1863 fast den gesamten Bestand an französischen Weinstöcken vernichtete, kam dem Absatz des schottischen Whiskys zugute. Die Preise für Cognac, Wein und Brandy schossen merklich in die Höhe, sodass alternativ Whisky gekauft wurde. 1879 gewann der Whisky Johnnie Walker bei einer internationalen Ausstellung in Sydney den ersten Preis. In Melbourne, Adelaide und Paris wurde die Marke abermals ausgezeichnet.

Johnnie Walker und der „Striding Man“

Das Unternehmen blieb weiterhin in Familienhand und auch nach dem Tod von Alexander im Jahr 1889 bauten dessen Söhne Alexander junior und George das Geschäft weiter aus. George zeichnete vor allem für Marketing und Vertrieb verantwortlich, während sich Alexander hauptsächlich mit der Arbeit des Blendens beschäftigte. Die zwei Nachkommen bildeten das perfekte Team, um die Firma weiter nach vorn zu bringen. Die beiden kauften andere Destillerien wie Cardhu und Talisker auf und machten Johnnie Walker zu einem regelrechten Imperium. Außerdem entwickelten sie gemeinsam mit dem Cartoonisten Tom Browne den „Striding Man“ für Johnnie Walker, der mittlerweile wohl zum berühmtesten Whisky-Logo der Welt geworden ist.

Im Jahr 1934 wurde das Unternehmen John Walker & Sons zum Hoflieferanten des britischen Königshauses. Bis heute schätzen die Royals die Qualität des Whiskyproduzenten. Im Jahr 1966 erhielt das Unternehmen sogar den Queens Award, der eine Auszeichnung für besondere Leistungen auf dem Exportmarkt ist. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfolgten mehrere Fusionen mit internationalen Spirituosen-Herstellern, die den früheren Familienbetrieb schließlich zu einem Teil des weltweit erfolgreichen Getränkeproduzenten Diageo werden ließen. Der Erfolg von Johnnie Walker musste darunter jedoch nicht leiden. Bis heute ist die Marke der meistverkaufte Scotch Whisky der Welt. Allein im Jahr 2012 wurden über 170 Millionen Liter Johnnie Walker Whisky verkauft. Auf dem asiatischen Markt hat sich das Produkt ebenfalls einen Namen gemacht. In China, Asien und Russland gilt die Marke Johnnie Walker als ein Symbol für den westlichen Lebensstil.

Besondere Johnnie Walker-Editionen für Genießer

Neben den Standard-Blends, die nach der Farbe ihrer Label benannt sind, werden auch immer wieder Sondereditionen von Johnnie Walker auf dem Markt eingeführt. Ab und zu gibt es darüber hinaus regionale Abfüllungen wie Excelsior, Honour, Old Harmony, Quest, Swing und 1805. In den letzten Jahren war dann verstärkt ein Trend zu Luxusversionen erkennbar. Der Red Label ist und bleibt jedoch der erfolgreichste Scotch überhaupt. Die Abfüllungen des Green Labels und des Gold Labels wurden 2012 eingestellt. Danach schnellten die Preise für die Restbestände in die Höhe.

Seit Anfang 2014 gibt es sechs Blends im Standard-Sortiment von Johnnie Walker. Neben dem Red Label gibt es das Double Black Label mit Whiskys, die zwölf Jahre gereift sind. Weiterhin sind das Gold Label Reserve, das Platinum Label und das Blue Label auf dem Markt.


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