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Edradour

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Die kleinste legale Brennerei in Schottland: Edradour

Edradour ist Kontrastprogramm in der Landschaft der schottischen Whiskys: Die kleinste Whisky-Brennerei Schottlands – gelegen in einem Tal bei Pitlochry in den Southern Highlands – ist das ganze Gegenteil der großen, weltweit bekannten Destillerien – und sehr stolz darauf. Sie blickt dabei auf eine erstaunlich lange, wechselhafte Geschichte zurück, hat sich aber letztendlich in ihrer Unabhängigkeit zwischen all den Großen behaupten können. Andrew Symington, dem die Edradour-Destillerie seit 2002 gehört, schwärmt von ihr: „Die kleine und malerische Brennerei hat ein hervorragendes Potenzial und die große Anzahl an Besuchern ist eine wunderbare Gelegenheit mit Kunden direkt ins Gespräch zu kommen.“

Es sei ihm deshalb eine große Freude gewesen, den Edradour wieder in schottischen Besitz zu bringen, nachdem er zunächst lange Zeit der amerikanischen Gruppe J.G. Turney & Sons angehörte und dann an den französischen Wein- und Spirituosen-Konzern Pernod Ricard veräußert wurde. Jetzt ist der Edradour aber wieder ganz in schottischer Hand – und ein kleines Juwel in der schottischen Whisky-Landschaft.

Der Edradour gehört zu den urschottischen Whisky-Sorten. Schon allein sein Name ist tief mit dem Land verwurzelt. Auch wenn man sich heute nicht mehr ganz sicher ist, wie „Edradour“ zu übersetzen ist, so erzählt man den Besuchern der Destillerie bei der Führung jedoch, dass er auf die gälische Phrase „Eadar Dhà Dhobhar“ zurückzuführen ist, was so viel bedeutet, wie „Zwischen zwei Flüssen“. Ein Blick auf die Karte von Schottland erklärt das: An jener Stelle streben die Flüsse Edradour Burn und Kinnaid Burn dem Tal von Pitlochry entgegen. Pitlochry, das sei nur mal am Rande erwähnt, heißt im Gälischen übrigens so viel, wie „Stadt des Wächtersteins“ (Baile Clochichridh) – ein Name, der neugierig auf das mystische Schottland macht. Andere Quellen interpretieren den Namen des Edradour übrigens als „Der Fluss von König Edred“ (Edred Dhobhar). Edred, auch Ædred, war im 10. Jahrhundert König von England und eroberte Northumbria, das Königreich Jórvik, für England.

Der Edradour: ein sehr schottischer Whisky

Die Berge von Perthshire sind die Heimat des Edradour.

Auch die Geschichte des Edradour ist typisch schottisch: Gegründet wurde die Brennerei vermutlich um 1825, als sich mehrere Bauern zusammenschlossen, um ihren Eigenbedarf an Whisky zu stillen. 1837 gilt dann als das offizielle Gründungsjahr und damit als Geburtsstunde des Edradours. Heute ist sie die kleinste legale Brennerei in Schottland, denn wären die Brennblasen auch nur ein winziges bisschen kleiner, würden sie von den schottischen Behörden als transportabel eingestuft werden und die Destillerie damit in die Illegalität abrutschen. Das war zur Gründungszeit der Edradour-Brennerei nicht unüblich, kannten die Schotten doch immer Mittel und Wege, ihren Whisky, allen Verboten der Engländer zum Trotz, zu brennen und zu genießen.

Die Whisky-Schmugglerei gehört zur Geschichte des Whiskys in Schottland dazu und wird bis heute in den Highlands stark romantisiert, zeigt sich in ihr doch der rebellische, stolze Geist der Schotten. Doch weil der Edradour in einer legalen Brennerei hergestellt wird, kann man nicht nur dabei zusehen, sondern den Single Malt Whisky auch kaufen und als schönes Souvenir aus Schottland mit nach Hause nehmen. Betrieben wird die Destillerie übrigens mit klarem Gebirgswasser aus der Quelle am Mhoulin Moor. Damit sind schon einmal die besten Voraussetzungen für einen guten schottischen Whisky gegeben.

Jede Flasche ist dabei ein kleiner Schatz, schließlich kann eine Brennerei von diesen Ausmaßen nicht unbegrenzt Whisky herstellen. Jährlich verlassen nur 250.000 Flaschen die hübschen geweißten Gebäude der Destillerie, die unter Denkmalschutz stehen. So viele Flaschen werden in den großen Brennereien jede Woche produziert. Dennoch ist die Auswahl der Whisky-Sorten aus dem Hause Edradour beachtlich. Man meint förmlich, in jeder Flasche besondere Liebe und Hingabe zu erkennen, und grenzenlose Begeisterung für die Kunst der Whisky-Herstellung herauszuschmecken. Der Klassiker ist natürlich der Edradour 10 Jahre.

Bei der Whisky-Verkostung spürt man sofort: Dieser Whisky ist sehr intensiv und vereint auf kleinstem Raum eine große Bandbreite an Geschmacksnuancen. Auch das ist der Größe der Brennblasen geschuldet, für die die Edradour-Brennerei berühmt ist. Denn während sich der Alkohol in den großen „stills“ schön gleichmäßig verteilen kann, hat er hier nur wenig Platz. Es kommt so zu Verwirbelungen, die ein sehr intensives Geschmackerlebnis erzeugen. Kenner mögen sagen, so würden auch viele Fuselstoffe in den Whisky gelangen, doch genau hier kommt der Brennmeister ins Spiel, der diese gekonnt abzuschöpfen versteht. Der Whisky, der letztendlich in die Flaschen gelangt, ist dann ein hochwertiges Produkt, von dem Sie keine Kopfschmerzen befürchten müssen (solange Sie es in Maßen genießen).

Die Geschmackserlebnisse des Edradours

Wie intensiv der Edradour 10 Jahre ist, merkt man schon beim ersten Nosing. Im Nosing-Glas steigen die kräftigen Aromen schnell nach oben und nehmen den Verkoster vollkommen für sich ein. Hier lässt sich auch eine weitere Eigenart des Edradour erkennen: Er reift in alten Sherry-Fässern aus europäischer Eiche heran, die sich hier nun deutlich hervor riechen lassen. Neben der Holznote gelangen so auch Fruchtnuancen in den Whisky, die seinen Duft bereichern und abrunden. Auf der Zunge ist der Edradour eher lieblich, sanft und cremig, gefolgt von einer noch immer milden Würzigkeit, die sich aus Nüssen, Eiche und Sherry zusammensetzt. Im letzten Moment gesellt sich Honig dazu, der all diese Geschmacksnuancen abschließend noch einmal ausbalanciert.

All das macht den Edradour zu einem wunderbaren Aperitif, bereitet er doch die Geschmacksnerven vor, wärmt sie an, bringt sie in Stimmung. Doch auch für sich allein genommen, macht er Lust auf mehr, sensibilisiert die Sinne und weckt die Vorfreude auf Gaumenfreuden jeder Art. Der Edradour ist ein Whisky für Genießer, die nicht von Aromen erschlagen werden wollen, denen der Laphroaig oder der Talisker zu rauchig und zu scharf sind, und die eine fruchtige Süße in ihrem Whisky bevorzugen. Ganz nebenbei unterstützen Sie mit dem Edradour auch eine kleine, unabhängige Whisky-Brennerei, die nicht zu einer großen, ausländischen Kette gehört. Ganz in schottischer Hand entsteht hier ein schottischer Whisky, der von der Freude und Leidenschaft seiner Betreiber lebt. Behält man das im Hinterkopf, ist der Edradour gleich noch einmal doppelt so lecker.

Übrigens können Sie in unserem Whisky-Shop nicht nur den Edradour selbst bestellen und nach anderen Whiskys stöbern. Probieren Sie doch einmal den Edradour Malt Whisky Fudge von Gardiner's of Scotland. Die Toffees aus der hübschen Box haben das Potential zum Lieblingsnaschwerk.

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