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Wassermusik

Wassermusik

„Wassermusik“

T.C. Boyle: Wassermusik

1771 erblickte der schottische Afrikaforscher Mungo Park in Selkirk, Scottish Borders, das Licht der Welt. Die Geschichte seiner aufregenden Afrikareisen greift nun T.C. Boyle, einer der begnadetsten Erzähler der USA, in seinem Roman „Wassermusik“ auf. Zwar spielt ein Großteil der Roman-Handlung in Afrika, auf dem lebensfeindlichen, schwarzen Kontinent, auf dem die Sonne so erbarmungslos brennt und dessen Gefahren für einen Nordeuropäer aus Schottland kaum abzuschätzen sind, doch immer wieder unternimmt T.C. Boyle Abstecher auf die Insel, erzählt von Parks Geliebter und späterer Frau Ailie Anderson, die unermüdlich auf die Rückkehr des Weltenbummlers wartet, hofft und bangt, oft Monate lang ohne ein einziges Lebenszeichen von Mungo Park.

Ein dritter Handlungsstrang aus „Wassermusik“ erzählt die Geschichte des Londoner Trunkenbolds und Trickbetrügers Ned Rise. Boyle gelingt es dabei, die Abgründe der Londoner Gasse im 18. Jahrhundert überzeugend heraufzubeschwören und lässt den Überlebenskampf von Ned Rise nicht weniger dramatisch erscheinen als das Afrika-Abenteuer von Mungo Park. Auch wenn die beiden Schicksale auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, gelingt es T.C. Boyle schließlich, die Fäden so geschickt zu entwirren, dass sich der Nebel vollends lichtet und ein „Aha!“-Erlebnis den Lesegenuss krönt.

Aus dem Nebel der Highlands in die Wüsten Afrikas

Nur einem Genie wie T.C. Boyle kann es gelingen, drei Schauplätze, die so verschieden sind, wie die schottischen Highlands, die Unterwelt von London und die sonnenverbrannte Wildnis Afrikas, so miteinander zu verknüpfen, dass sie gemeinsam das Panorama des Lebens im 18. Jahrhundert abbilden. Dabei bleibt sich Boyle in „Wassermusik“ wieder selbst treu, verwendet eine raue, saftige und nicht selten vulgäre Sprache, zieht Vergleiche, bei denen dem Leser die Schamesröte ins Gesicht steigt und findet Formulierungen, die ihn unkontrolliert auflachen lassen. Gespickt mit urkomischen Fakten und Ideen – wie etwa dem Rezept für gebackenes Kamel (reicht für bis zu 400 Personen) – wird „Wassermusik“ zu einem Leseereignis.

Beschwingt und unkompliziert geht es hier dennoch nicht zu: Zu hart sind die Lebensbedingungen der drei Protagonisten, zu schlimm die Tiefschläge, die Tragödien und Gefahren, die sie bestehen müssen. Das 18. Jahrhundert wird nicht romantisch verklärt, sondern in all seiner Lebensfeindlichkeit wieder erweckt. Auch darin besteht eine besondere Leistung von T.C. Boyle, dem mit „Wassermusik“ ein hochkomplexes Buch gelungen ist, das in der modernen Literatur seines Gleichen sucht. Gehen Sie mit ihm auf eine abenteuerliche Reise an die Ufer des Niger und an den Gambia und erleben Sie hautnah, was es heißt, sich aus Schottland in die weite Welt aufzumachen und Abenteuer zu bestehen.

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