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Anglesey

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Rätselhafte prähistorische Hinterlassenschaften auf der Druideninsel Anglesey

Ynys Môn, Mona, Insel der Druiden – die walisische Insel Anglesey hat viele Namen und jeder klingt mystischer als der vorangegangene. Kaum ein anderer Ort in Nordwales ist so von Mythen und Legenden umrahmt wie die Insel Anglesey, die durch die Menai Straight vom walisischen Festland getrennt ist. Man möchte an Avalon denken, wenn man von Anglesey hört, jene sagenumwobene Jenseitsinsel der Kelten, die paradiesische Insel der Äpfel.

Und auch Anglesey ist reich mit Früchten der Natur gesegnet, galt Jahrhunderte lang als der Kornspeicher von Wales, was ihr den Namen „mam cymru“ einbrachte, Mutter von Wales. Über Jahrhunderte hinweg diente sie den keltischen Druiden als Rückzugsort. Hier hatten sie ihre Heiligtümer, ihre Haine und ihr Zentrum der Macht. Politisch war Anglesey deshalb von größter Bedeutung, denn die Druiden bildeten das Zentrum der keltischen Welt, leiteten die Geschicke der Menschen und standen im Kontakt mit den Göttern.

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Erst um 61 n.Chr. wurde das Heiligtum der Druiden auf Anglesey von den eindringenden Römern unter Gaius Suetonius Paulinius zerstört. Für die Römer war die Besetzung der Insel Mona von größter Bedeutung, war sie doch zum Zentrum des keltischen Widerstands im Westen geworden. Hier wurde der alte Glaube bewahrt und hier entschieden die Kelten, wie sie den Besatzern entgegen treten sollten. Und hier verloren sie am Ende ihre Unabhängigkeit: Im 13. Jahrhundert ging Anglesey dem englischen Königreich zu.

In jener Zeit entstand auch die trutzige Burg von Beaumaris am nordöstlichen Zipfel der Insel. Sie war eine der mächtigen Burgen, die Eduard I. von England rings um Wales errichten ließ – ebenso wie Harlech, Caernarfon und Conwy Castle – um die rebellischen Waliser unter Kontrolle zu bringen.

Heute ist davon auf Anglesey nichts mehr zu sehen, die Insel liegt ruhig und friedlich da und hat auf den ersten Blick scheinbar nicht so viel zu bieten. Im Gegensatz zur dramatischen Landschaft von Snowdonia (von Beaumaris aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf die Gipfel des Gebirges auf der gegenüberliegenden Seite und das kleine Universitätsstädtchen Bangor) wirkt Anglesey beinahe unspektakulär. Doch die Insel ist ein wahres Urlaubsparadies, wenn man ihren ganz besonderen Charme zu schätzen weiß.

So gibt es hier zum Beispiel den Ort mit dem längsten Ortsnamen Europas:

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.

Von den Einheimischen wird der Zungenbrecher oftmals zu „Llanfairpwll“ oder „Llanfair PG.“ Abgekürzt. Übersetzt bedeutet der Name in etwa: „Marienkirche (Llanfair) in einer Mulde (pwll) weißer Haseln (gwyn gyll) in der Nähe (ger) eines schnellen Wirbels (chwyrn drobwll) und der Thysiliokirche (llantysilio) bei der roten Höhle (ogo goch).“ Ein Foto am Bahnhof von Llanfairpwll und dem gigantischen Ortsnamen gehört zum Pflichtprogramm auf Anglesey.

Ansonsten ist die Insel vor allem wegen seiner Strände und der herrlichen Landschaft beliebt, die wie zum Fahrradfahren gemacht ist. Mit etwas Glück kommt man dabei auch am Haus von Prinz William und Lady Catherine vorbei, die hier auf Anglesey ihr neues Zuhause gefunden haben.

Weitere Sehenswürdigkeiten Anglesey

Die Küste von Anglesey lockt zu Spaziergängen und Wanderungen.

Anglesey liegt vor der nordwalisischen Küste und wird durch die Menai Straight vom walisischen Festland getrennt. Sie erreichen die Insel über die historischen Menai Bridges, die Menai Suspension Bridge aus dem frühen 19. Jahrhundert und die Britannia Bridge aus dem Jahr 1850. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das Universitätsstädtchen Bangor mit der alten Kathedrale und der Universität, die wie Hogwarts aus Harry Potter über dem Ort thront. Von hier aus gelangen Sie schnell ins Snowdonia Gebirge und nach Caernarfon, wo die mächtige Burg des Prince of Wales (derzeit Prinz Charles) Besucher anlockt.

Das Gebirge ist ein Paradies für Naturfreunde, Aktivurlauber und allen, die auf der Suche nach mystischen Sehenswürdigkeiten sind. Hier soll einst Aurelius Ambrosius versucht haben, seine Burg zu errichten und hier soll Merlin den Sieg des Hauses Pendragon und damit die Herrschaft König Artus‘ vorhergesagt haben. Zum Mindesten wenn man Geoffrey of Monmouth’s Historia Regum Britanniae glauben möchte.

Von Anglesey aus – vom Hafen in Holyhead – verlassen auch die Fähren nach Irland Wales. In zwei Stunden überqueren Sie die irische See auf einer sehr alten irisch-britischen Handelsroute. Wer auf Anglesey bleiben möchte, kann mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß die Insel umrunden. Ein besonderes Erlebnis ist ein halb- oder ganztägiger Ausflug mit Anglesey Adventures, auf dem Sie in den Trendsport Coasteering eingewiesen werden. Beim Coasteering vor Holy Island, einer kleinen vorgelagerten Insel vor Holyhead, klettern Sie unter Aufsicht auf die steilen Klippen der zerklüfteten Steilküste und springen dann in die Tiefe. Coasteering vor Anglesey ist ein unvergessliches Naturerlebnis und verspricht ein Gefühl grenzenloser Freiheit.

Anfahrt Anglesey

Die Insel Anglesey liegt in einer Bucht vor der nordwalisischen Grafschaft Gwynedd und kann über die beiden Menai Bridges, die Menai Suspension Bridge und die Britannia Bridge, erreicht werden. Am besten fahren Sie hierfür auf der A5, der A55 oder der A487 nach Bangor und folgen dann den Ausschilderungen nach Anglesey, Holyhead oder Beaumaris. Andere Brücken auf die Insel gibt es nicht.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie Anglesey mit dem Zug von London nach Holyhead bzw. mit dem Bus 57 von Bangor oder Penmon, mit dem Bus 62 von Amlwch oder mit dem Bus der Linie 4 nach Holyead.

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