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Loch Lomond

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Loch Lomond

Die wunderschönen Ufer des Loch Lomond sind in Schottland zur Legende geworden. In einem schottischen Volkslied heißt es: „By yon bonnie banks and by yon bonnie braes, Where the sun shines bright on Loch Lomond. Where me and my true love were ever wont to gae, On the bonnie, bonnie banks of Loch Lomond.” Es heißt, der Soldat Donald McDonald von den McDonalds von Keppoch habe das Lied einst für seine geliebte Moira geschrieben, nach der er sich schmerzlich sehnte, mit der er jedoch nie wieder vereint sein würde. Im Refrain heißt es schon: „me and my true love will never meet again On the bonnie, bonnie banks of Loch Lomond.”

Tragik und Schönheit von Loch Lomond

Im windstillen Dämmerlicht zeigt der Loch Lomond seine volle Magie.

Als Donald dieses Lied schrieb, saß er in Carlisle Castle und wartete auf seine Hinrichtung. Er hatte im letzten Jakobitenaufstand für Bonnie Prince Charles gekämpft, dessen Armee den Engländern 1746 in Culloden (bei Inverness) unterlag. Die Highlander, die die grausame Schlacht überlebten, wurden anschließend gejagt, viele von ihnen gefangen genommen und getötet. Donald McDonald of Keppoch soll einer von ihnen gewesen sein.

Während er in einer englischen Burg auf seine Hinrichtung wartete, erhielt sein Kamerad die Freiheit. So sind auch die ersten beiden Zeilen des Refrains zu erklären - „Oh ye'll take the high road and I'll take the low road, And I'll be in Scotland afore ye“ – McDonald sehnt sich nach Schottland und dem Loch Lomond, den er lebend nie wieder sehen wird und an dem er einst glückliche Stunden mit seiner Liebsten verbrachte. Nur als Toter, auf der „low road“ darf er noch einmal an den Ort seines Sehnens zurückkehren.

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Und so liegt über dem Loch Lomond in all seiner Schönheit auch eine Tragik, die den Betrachter ergreift. Eine Tragik, die der Geschichte von Schottland innewohnt – und die nur wenige Reisende kalt lassen kann. Für die Schotten ist der Loch Lomond mit diesem Lied zu einem Symbol geworden, zu einem Symbol für die tiefe Liebe zu ihrem Land und zu seinen Naturschönheiten.

Zugleich ist er aber auch als Symbol für die Trauer um die Niederlage zu verstehen. Mit der Schlacht bei Culloden zerschlugen sich die Hoffnungen auf ein unabhängiges Schottland für weitere 250 Jahre.

In der Folgezeit wurden die uralten Clanstrukturen gesprengt, Tartan, Kilt und Dudelsack verboten und die schottische Kultur an den Rand des Untergangs gedrängt. All das schwingt auch mit, wenn in Schottland das Lied „The Bonnie Banks of Loch Lomond“ erklingt. Das kann man ruhig im Hinterkopf behalten, wenn man dem Loch Lomond einen Besuch abstattet und sich fragt, was es ist, was einen beim Anblick dieses Sees so ergreift.

Besuchen Sie den schönen Loch Lomond

Nicht umsonst gilt der Loch Lomond als einer der schönsten Seen Schottlands.

Es gibt einen nahezu perfekten Moment, das erste Mal einen Blick auf den Loch Lomond zu werfen: An einem windstillen Tag, unter einem klaren Himmel, kurz nach Sonnenaufgang. Jener Moment, in dem sich das erste Morgenlicht über die umliegenden schwarzen Umrisse der Berge der Trossachs schiebt und die Sonne den Himmel in die unterschiedlichsten Schattierungen färbt, der sich wiederum makellos im spiegelglatten Wasser des Sees spiegelt. Keine Welle trübt das dunkle Wasser, das gemächlich gegen das Ufer schwappt.

Wer dann ganz still steht und diesen Moment auf sich wirken lässt, der kann in diesem Augenblick eine Ahnung davon erhaschen, was die bewegende Schönheit von Schottland ausmacht. Und dann weiß man auch, warum der Loch Lomond von vielen als der schönste See Schottlands bezeichnet wird.

Zugleich ist er mit einer Fläche von 71 km² übrigens auch der größte See des Landes. Er windet und schlängelt sich auf einer Länge von 39 Kilometern zwischen den Ausläufern der umliegenden Berge hindurch, die manchmal bis weit in die Wasser hineinragen. Dazwischen erheben sich – je nach Wasserstand – 30 bis 60 unterschiedlich große Inseln aus dem See. In der Vergangenheit dienten die größten von ihnen den legendären Whisky-Schmugglern als willkommene Verstecke und Zufluchtsorte. Ziehen im Morgengrauen noch die Nebelschwaden über den See, die sich erst langsam erheben, um einen wunderschönen Sonnentag freizugeben, dann meint man fast, sie auf ihren Ruderbooten zum Ufer fahren zu sehen.

Sehr viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass es sich dabei um die Ausflugsboote der umliegenden Hotels handelt. Während der Sommermonate wimmelt es tagsüber auf dem See nur so vor Booten. Neben den Ausflugsbooten sind das auch die Fähren, die die Ufer miteinander verbinden. Sollten Sie sich für den Wasserweg entscheiden, anstatt dem kurvigen Uferverlauf auf der herrlich abenteuerlichen A82 zu folgen, stellen Sie sich vor, dass der See unter Ihnen 190 Meter in die Tiefe abfällt. Nur ein See in Schottland ist tiefer: der Loch Ness mit bis zu 230 Metern Tiefe. Schöner als dieser ist der Loch Lomond aber alle Male – auch ohne Monster!

Weitere Sehenswürdigkeiten Loch Lomond

Der Loch Lomond liegt im Trossachs National Park, der von vielen Reisenden, die aus Süden kommen, häufig (fälschlicher Weise) als erster Ausläufer der Highlands betrachtet wird. Für die Glaswegians, wie die Bewohner von Glasgow genannt werden, ist der Nationalpark ein ideales Naherholungsgebiet. Eine gute halbe Stunde fahren Sie aus der pulsierenden Metropole nach Alexandria, am südlichen Ufer von Loch Lomond. Umgekehrt lohnt sich ein kurzer Tagesauflug nach Glasgow, wenn man Kultur tanken oder Shoppen gehen möchte.

Östlich des Sees wartet der weniger bekannte – aber deshalb nicht weniger schöne – Loch Katrine, den schon Sir Walter Scott in seinem Gedicht „The Lady of the Lake“ voller Liebe besang. Das Gedicht, das das 16. Jahrhundert wieder auferstehen lässt, inspirierte zu Scotts Lebzeiten, im 19. Jahrhundert, ein wahres Highland Revival und lässt noch heute das Herz schottischer Patrioten höher schlagen. Auf dem Ausflugsdampfer „Sir Walter Scott“ kommen Sie in den Genuss der ganzen Schönheit von Loch Katrine und können auch einen Blick auf das königliche Ferienhaus am Ufer des Sees werfen.

Auch Whisky-Liebhaber kommen am Loch Lomond auf ihre Kosten. Hier nämlich wird der in Deutschland sehr bekannte und beliebte Loch Lomond Whisky hergestellt. Die Destillerie befindet sich in Alexandria und steht interessierten Besuchern zur Besichtigung offen.

Anfahrt Loch Lomond

Der Loch Lomond ist von Glasgow aus sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Die M8 bzw. die A 82 bringen Sie von hier aus an die Ufer des Loch Lomond. Die A 82 folgt dem Westufer durch schattige Wälder und bietet wunderschöne Ausblicke auf den See. Sie führt Sie außerdem weiter nördlich hinein in das Herz der Highlands und über Glencoe, Fort William und Loch Ness hinauf nach Inverness.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt von Glasgow zum Loch Lomond etwa eine Stunde. Es besteht eine komfortable Zugverbindung zwischen Glasgow Queen Street und Balloch, direkt am Südufer des Loch Lomond. Rings um Alexandria verkehren Busse, die Sie für Tagesausflüge nutzen können.

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Linksverkehr und Pound Sterling - hier finden Sie Wissenswertes & hilfreiche Tipps für Ihren Urlaub in England.

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