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Edinburgh Castle

Edinburgh Castle

Edinburgh Castle

Edinburgh Castle thront über der Stadt - im wahrsten Sinne des Wortes.

Edinburgh verdankt seinen ganz besonderen Charme dem Gefühl von Unerklärlichem, das sich durch die engen Gassen und steilen Treppengänge der Stadt zieht. Sein Zentrum hat dieses Gefühl am Edinburgh Castle, das allgemein als einer der spukigsten Orte in ganz Schottland zählt. So, wie sich Edinburgh Castle auf dem Castle Rock bei Nacht hell erleuchtet aus der Stadt erhebt, so sticht es auch aus der Atmosphäre unbestimmten Grusels heraus, die Schottland eigen ist. Immer meint man, hinter dem Sichtbaren gäbe es noch etwas, das man nicht erklären könne, etwas, das genauer zu bestimmen man sich aber auch nicht wirklich wagt.

In einer Stadt, die so von Geistern heimgesucht wird, wie Edinburgh – man denke nur an die gruseligen Vaults unter der South Bridge, die selbst hartgesottenen Gruselfans auf einer Haunted Edinburgh Tour das Blut in den Adern gefrieren lassen – will es schon etwas heißen, wenn man von Edinburgh Castle behauptet, an keinem anderen Ort würde es so sehr spuken, wie hier. Wen wundert das, wenn man auf die lange und blutige Geschichte des Castles zurückblickt, das heute die wichtigste Sehenswürdigkeit von Edinburgh ist?

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Geistergeschichten in Edinburgh Castle

In den mehr als 800 Jahren seit der ersten zuverlässigen Dokumentation einer Burg auf dem weithin sichtbaren Castle Rock ist sie viele Male belagert, geplündert, zerstört und wieder aufgebaut worden. Viele fanden hier den Tod – und nur wenige von ihnen auch Ruhe. Zu den bekanntesten Geistern von Edinburgh Castle gehören der Kopflose Trommler, die französischen Soldaten aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges und die Gefangenen aus dem amerikanischen Kolonien, die im Zuge des Unabhängigkeitskrieges hierher kamen.

Auf dem Hundefriedhof geht der Geist eines rastlosen Vierbeiners um, heißt es. Denkt man an die dunklen Kerker, die im Bauch der trutzigen Burg verborgen sind, dann mag man gerne glauben, dass er bis heute von den rastlosen Seelen heimgesucht wird, die hier einst den Tod fanden. Das kann man natürlich alles der unheimlichen Grundstimmung dieses schicksalsträchtigen Ortes zuschreiben und dann abhaken. Aber Menschen aus aller Welt fühlten in bestimmten Teilen der Burg das Gleiche – unabhängig voneinander.

Das veranlasste im April 2001 den britischen Psychologen Richard Wiseman dazu, sich dieses Phänomens anzunehmen. In einer 10-tägigen Studie ließ er 240 Freiwillige, die nichts vom Ruf der Burg wussten, durch ihre Kammern, Kerker und Keller führen, während er sie aufmerksam beobachtete. Interessanter Weise gaben die Versuchspersonen genau in jenen Räumen an, etwas gespürt und/oder gesehen zu haben, von denen es ohnehin schon hieß, dort würde es spuken. Eine Berührung im Gesicht, ein Zerren an der Kleidung, plötzliche Temperaturstürze, vage Schatten und die Umrisse von Personen, wo gar keine waren, ein brennendes Gefühl auf der Haut – die Besucher berichteten über die verschiedensten Anzeichen einer Präsenz.

Wiseman gab sich dennoch weiterhin skeptisch. Er wolle nicht an Geister in Edinburgh Castle glauben, bis er nicht einen von ihnen auf Film gebannt hätte, sagte der Wissenschaftler. Bislang hätten seine Kameras nur seltsame Lichter und Nebel ausgemacht und eine grüne Masse aufgezeichnet, die man sich noch nicht erklären konnte. Geister-Enthusiasten sind sich aber sicher, dass Edinburgh Castle seine Geheimnisse früher oder später preisgeben wird.

Geheimnisse und Geschichten von Edinburgh Castle

Edinburgh Castle wirkt, als sei es seit Ewigkeiten mit dem Stein verwachsen.

Vielleicht erfahren wir dann eines Tages, was aus dem Dudelsackspieler geworden ist, der vor einigen Jahrhunderten in die Tunnel entsendet wurde, die Edinburgh Castle mit Holyrood Palace verbinden sollen. Eine solche Verbindung wäre nicht ungewöhnlich, hätte sie es den Herrschenden doch ermöglicht, die Burg oder das Schloss ungesehen zu verlassen und unter der Royal Mile in Sicherheit zu gelangen. Als man die Tunnel entdeckte, schickte man zur Erkundung einen Dudelsackspieler hinein, der auf seinem Instrument spielen sollte, damit man nachverfolgen konnte, wo er sich gerade befand.

Etwa auf halber Höhe zwischen Edinburgh Castle und dem Palast am Fuße des Castle Rocks hörte das Spiel des Pfeifers plötzlich auf. Man entsandte einen Suchtrupp, doch der Dudelsackspieler wurde nie wieder gesehen. Hören kann man ihn aber bis heute, wenn er durch die Tunnel unter der Royal Mile geistert und sein gruseliges Lied durch die Straßen klingen lässt. Und noch ein Geist sucht das Castle mit großer Regelmäßigkeit heim: Janet Douglas, Lady of Glamis, die hier am 17. Juli 1537 verbrannt wurde. Der Vorwurf gegen sie lautete Hexerei. Es ist schwer zu sagen, ob ihre fortwährende Präsenz in Edinburgh Castle diesen Vorwurf stützt oder widerlegt.

Geschichten wie diese gibt es in Edinburgh Castle in großer Zahl. Eine Führung durch die alte Burg, deren ältester Teil - St. Margaret’s Chapel – aus dem 12. Jahrhundert stammt, kann nur an der Oberfläche all der Schicksale und Ereignisse kratzen, die dieser Ort schon gesehen hat. Der Audio Guide, den man am Eingang erhält (im stolzen Eintrittspreis inbegriffen) erlaubt es, einigen dieser Geschichten nachzuspüren und sich ein Bild davon zu machen, was dieses alte Gemäuer bereits alles bezeugt hat. Eine persönliche Führung durch das Castle ist jedoch besser dazu geeignet, einzelne Aspekte im individuellen Gespräch zu vertiefen. Hier erfahren sie alles über die Vergangenheit von Edinburgh Castle, das auf dem Basaltkegel eines erloschenen Vulkans thront, als wäre es dort natürlicherweise aus dem Fels gewachsen. An manchen Tagen macht es das Licht unmöglich, zu unterscheiden, wo der Fels aufhört und wo die Mauern der Burg beginnen.

Auf einer Besichtigungstour lernen Sie die dunklen Seiten von Edinburgh Castle kennen.

Achten Sie bei der Besichtigung der Burg besonders auf Robert the Bruce und William Wallace, die Sie begrüßen, wenn sie von der Esplanade (wo jährlich das Military Tatoo beim Edinburgh Festival stattfindet) durch das Tor in die Burg treten, und nehmen Sie sich Zeit für die rührende St. Margaret’s Chapel und die Kronjuwelen von Schottland. Seit 1996 ist hier auch wieder der Stone of Scone zu bewundern, der Krönungsstein der schottischen – und später auch englischen – Könige.

Er war im 13. Jahrhundert von König Edward I. nach London gebracht worden, nachdem das englische Heer Edinburgh Castle eingenommen hatte. Seitdem hatte er unter dem Krönungsthron in der Westminster Abbey gelegen. Und wenn Sie sich trauen, begeben Sie sich in Edinburgh Castle selbst auf Geisterjagd und schauen Sie, ob Sie das, wovon so viele berichten, vielleicht am eigenen Leib erleben werden. Ein Wunder wäre es hier nicht.

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