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Aberdeen

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Welche Stadt in Schottland verbirgt sich wohl hinter dem Namen Silver City? Sie haben keine blassen Schimmer? Die meisten Menschen kommen wohl nicht sofort auf Aberdeen, die Küstenstadt im Nordosten des britischen Königreichs. Sie trägt den Beinamen, weil sie bei der passenden Witterung in einem ganz besonderen Glanz erstrahlt. Der Granit, der in Aberdeens Straßen überall präsent ist, entfaltet bei Sonnenschein und sogar im Regen eine ganz besondere Leuchtkraft.

Der Granit glitzert und glänzt in Aberdeen

Aberdeen zählt zu den grünsten Städten des Vereinigten Königreichs

Eigentlich ist Aberdeen die Erdölhauptstadt Europas, aber Touristen interessiert dieser Zusatz zumeist eher wenig. Die drittgrößte Stadt Schottlands erlangte durch die Entdeckung gewaltiger Ölvorkommen in der Nordsee in den 70er Jahren großen Wohlstand. Aberdeen ist wirtschaftlich allerdings schon länger gut gestellt. Die Erfolgsgeschichte des Granits begann bereits im späten 19. Jahrhundert. Die Hafenstadt stieg zum Welthandelszentrum für das harte Gestein auf. Mehr als 300 Jahre lang wurde im Steinbruch von Rubislaw der Granit abgebaut, der in vielen Prachtbauten der Stadt Verwendung fand.

Das Marischal College in Aberdeen gilt zum Beispiel nach dem Schloss El Escorial bei Madrid als das zweitgrößte Granitgebäude der Welt. Ein weiteres Aushängeschild ist die St. Machar‘s Cathedral nördlich des Stadtzentrums, die schon im 12. Jahrhundert entstand. Der imposante Bau besticht vor allem durch die Westtürme mit Sandsteinspitzen. Wer weitere Vertreter der „Silver“ oder „Granite City“ sehen möchte, folgt am besten dem Granite Trail oder einfach den Glimmerpartikeln im Sonnenschein.

Hafenleben in Aberdeen

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Doch die Stadt an der Mündung der Flüsse Dee und Don hat mehr zu bieten als rein wirtschaftliche Erfolge. Sie hat auch als Universitätsstadt eine lange Tradition. Die erste Hochschule Aberdeens – und drittälteste des ganzen Landes – wurde bereits 1495 von Bischof William Elphinstone gegründet. Heute zählt die Stadt bei etwa 215.000 Einwohnern immerhin 10.000 Studenten. Auf die angehenden Akademiker trifft der Besucher vorwiegend in der Altstadt, Old Aberdeen. Das kopfsteingepflasterte Viertel steht unter Denkmalschutz und besaß bis zum 19. Jahrhundert sogar ein eigenes Marktrecht. Studenten und Touristen gleichermaßen schätzen an Aberdeen vor allem die Nähe zum Meer. Vom Stadtzentrum erreicht man die Nordsee zu Fuß in nur 15 Minuten. Auf drei Kilometern erstreckt sich dort einer der längsten Stadtstrände Europas.

Mit der Fischerei und dem Schiffsbau hat sich Aberdeen ebenfalls einen Namen gemacht. Noch heute ist der Hafen von Aberdeen einer der verkehrsreichsten in Großbritannien. Einen Eindruck von den ruhmreichen Zeiten bekommen Interessierte im alten Hafenviertel Footdie (sprich: Fittie). In den kleinen Cottages wohnten früher Fischer und Hafenarbeiter, heute sind dort längst Cafés und Restaurants eingezogen. Das Maritime Museum zeigt, wie die See das Leben der Stadt Aberdeen geprägt hat. Bilder vom Alltag auf den Bohrinseln sind hier zu sehen und auch die Ära des Schiffbaus und der Fischerei sind dokumentiert. Auf den Werften wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Klipper von Aberdeen gebaut. Der spezielle Bug machte sie zu den schnellsten Segelschiffen der Welt. Das Glanzstück der Ausstellung ist jedoch die Nachbildung einer großen Ölbohrplattform, der Murchison-Plattform.

Man sollte meinen, dass Aberdeen vor lauter Granit, Schiffen und Studenten aus allen Nähten platzt. Aber im Gegenteil: Die schottische Stadt hat zudem genügend Raum für großzügige Parkanlagen. 45 sind es an der Zahl. Aberdeen ist deshalb der Geheimtipp für Blumenliebhaber und gilt als eine der grünsten Städte des Vereinigten Königreichs. Aberdeens größte Grünanlage ist der Hazlehead Park. Neben Azaleen und Rhododendren findet der Tourist hier auch einen Rosen- und einen Irrgarten. Auf dem Gelände des Duthie Parks kann der Besucher außerdem den größten Wintergarten Europas besuchen. Er beherbergt Flora und Fauna sowie Fische und Vögel aus der ganzen Welt. Besonders sehenswert ist der Victoria Park. Dort gibt es einen Brunnen, der aus 14 verschiedenen Granitsorten gestaltet wurde.

Weitere Sehenswürdigkeiten Aberdeen

Die Skyline von Aberdeen, der Granite City

Nicht jeder Reisende lässt sich für die Geschichte der Seefahrt und Industrie begeistern. In diesem Fall gibt es Aberdeen eine große Auswahl an Museen. Kunstliebhaber sollten sich die eindrucksvolle Sammlung der „Aberdeen Art Gallery“ anschauen. Bedeutende Werke des 19., 20. und 21. Jahrhunderts sind hier zu sehen. Die 200-jährige Geschichte des Regiments lebt im Gordon Highlanders Museum auf. Die Ausstellung umfasst persönliche Zeugnisse, interaktive Karten, Filmmaterial, Uniformen, Orden und Waffen.

Das Provost Skene’s House ist das älteste Wohnhaus Aberdeens und stammt aus dem Jahr 1545. Benannt wurde es nach Sir George Skene of Rubislaw, einem reichem Kaufmann. Von 1676 - 1685 hatte er das Bürgermeisteramt Aberdeens inne. Heute werden in seinem Haus prähistorische Funde gezeigt und über vergangene Epochen von Cromwell bis zur viktorianischen Ära informiert.

Auch das Umland von Aberdeen ist einen Besuch wert. Wer auf den Spuren der legendären Maria Stuart wandeln möchte, sollte einen Abstecher zum Dunnottar Castle machen. Die schottische Königin hielt sich einst auf der Burganlage auf. Die noch erkennbaren Gebäude stammen vorwiegend aus dieser Zeit, dem 15. und 16. Jahrhundert. Es wird vermutet, dass an dieser Stelle in grauer Vorzeit bereits eine festungsartige Anlage stand. Heute thront die imposante Burgruine wie eine Filmkulisse hoch über dem Ozean auf einer Felsklippe.

Anreise Aberdeen

Die Ölhauptstadt Europas hat einen eigenen Flughafen, den Aberdeen Airport. Der Flughafen befindet sich etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und liegt nahe der A96 auf der Route zwischen Aberdeen und Inverness. Von Airport aus gibt es regelmäßige Busverbindungen ins Zentrum Aberdeens.

Für die Reise von Deutschland nach Aberdeen muss der Besucher meist einen Zwischenstopp in Kauf nehmen. Ab Frankfurt am Main gibt es eine Direktverbindung mit der Lufthansa. Das übrige europäische Festland bedient Aberdeen ebenfalls mit regelmäßigen Flügen. Der Bahnhof von Aberdeen liegt an der Guild Street. Es gibt regelmäßige Abfahrten von und nach Inverness, Edinburgh und Glasgow mit weiterführenden Verbindungen in die Großstädte Großbritanniens.

Wer mit dem Auto anreist, kann eine der sechs Hauptverkehrsstraßen für die Fahrt in die Stadt und aus der Stadt hinaus nutzen. Die A90 ist die wichtigste Nord-Süd-Verkehrsachse Schottlands und verbindet Aberdeen mit Edinburgh, Dundee, Berchin und Perth im Süden sowie Ellon, Peterhead und Fraserburgh im Norden.

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