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Großbritannien Lexikon N

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Großbritannien-Lexikon N - von Nationalhymne bis Nebel

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Von Nationalhymne und Normannen bis hin zu Nebel, in unserem Großbritannien-Lexikon erfahren Sie alles über England, Schottland und Wales und bekommen einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren.


Nachnamen

Die meisten "typischen" britischen Nachnamen sind relativ einfach zu erklären (so sie nicht vom normannischen Adel eingeschleppt wurden oder keltischen Ursprungs sind), denn es sind Beschreibungen. Bis ins 14. Jahrhundert hiess man einfach "John", die wachsende Bevölkerung, Steuern und ähnliches führten jedoch schnell zu der Frage: "Welcher John? Dies Dorf hat drei Johns!" Also gab man sich "Familiennamen" - oder besser gesagt Namenszusätze, die sich zu festen Nachnamen und dann Familiennamen entwickelten.

Der Steuereintreiber unterschied also zwischen "John dem Müller", "Dem grossen John" und dem zugereisten "John aus Exeter". Oder notierte die Namen der Väter dazu, also John Sohn des Robin, John Sohn des Wat und John Sohn des John - später kurz Robinson, Watson und Johnson (oder Jones) genannt. In Island klappt das heute noch so - und in Schottland entwickelte sich so das "Mc", unter den Normannen das "Fitz" (vor allem in Irland) und bei den Walisern "ap". Andere Namenszusätze bezogen sich auf körperliche Merkmale "Black" und "Russell" auf Haarfarben, Biggs und Lowe auf vertikale Ausdehnung, Sharpe und Jolly auf's Gemüt und Hogg auf die wenig schmeichelhafte Ähnlichkeit zu einem Tier. Dann konnte man noch den Wohnort in Dorf oder Stadt finden: Townsend lebte im letzten Haus, Atwell beim Brunnen, Green an der Gemeindeweide und Wood zwischen Bäumen. Und schliesslich die Berufe: Archer (Bogenschütze), Carter (Tarnsportunternehmer), Cooper (Fassmacher), Farmer (Steuereintreiber), Fisher (Fischer), Gardiner (Gärtner), Inman (Gastwirt), Mason (Steinmetz), Plummer (Dachdecker, mit Blei arbeitend), Sexton (Kirchendiener), Shepherd (Schäfer), Smith (Schmied), Tanner (Ledermacher), Walker (Stoffhersteller) und Waterman (Flussschiffer). Um nur einige Berufe zu nennen.

Nahrungsmittel (Top Ten)

Die meistverzehrten Nahrungsmittel in Großbritannien sind (Kilomengen pro Woche):

  1. Milch und Sahne (2,012)
  2. Fleisch und Fleischprodukte (1,032)
  3. Brot (0,769)
  4. Frischobst (0,750)
  5. Frisches Gemüse (ohne Kartoffeln, 0,732)
  6. Frische Kartoffeln (0,645)
  7. Konserviertes Gemüse (mit Kartoffeln, 0,620)
  8. Mehl, Ceralien und Produkte (ohne Brot, 0,557)
  9. Konservierte Früchte und Nüsse (0,404)
  10. Kuchen und Süssgebäck (0,329)

National Trust

1895 gegründeter Verein zur Erhaltung des britischen Landschaft und historischer Gebäude. Gleichzeitig Großbritannien grösster Grundbesitzer (privatrechtlich gesehen), denn dem Trust gehören run 245.000 Hektar Land und mehr als dreihundert Häuser und Gärten, die alle der Öffentlichkeit zum Besuch offenstehen. Neben Herrenhäusern, prähistorischen Kultstätten und sogar 575 Meilen Küste gehört dem Verein auch das Haus, in dem Sir Paul McCartney seine Kindheit verbrachte. Insgesamt über zweieinhalb Millionen Menschen sind Mitglied im National Trust.

Nationalhymne

Die britische Nationalhymne ist "God save the Queen", ein 1745 auf ein klassisches Musikstück gesetzter, patriotischer Text, entstanden in einem Theater. Die Melodie selbst ist recht beliebt und wurde in nicht weniger als zwanzig Ländern verwendet, so in Dänemark, den USA und Russland sowie (heute noch) Liechtenstein. Der komplette Text hat drei Strophen, gesungen wird eigentlich aber nur die erste Strophe: God save our gracious Queen, Ling live our noble Queen, God save the Queen: Send her victorious, Happy and glorious, Long to reign over us: God save the Queen. Nationalhymnen in Schottland und Wales - Bei Länderspielen zwischen etwa englischen und schottischen Nationalmannschaften ist das reine Abspielen der britischen Nationalhymne mittlerweile durch einen Kompromiss abgelöst - für England spielt man "God save the Queen" (pikanterweise anlässlich einer schottischen Invasion entstanden), für Schottland "Flower of Scotland" (pikanterweise den Sieg über England in der Schlacht bei Bannockburn feiernd - 1971 von den Corries komponiert). In Wales verwendet man das wesentlich traditionellere "Land of my Fathers" von 1856.

Nationalkennzeichen

Wenn Sie mit dem Auto nach Großbritannien fahren, dann denken Sie bitte daran, dass trotz neuer Eurokennzeichen ein Nationalitätskennzeichen vorgeschrieben ist. In Großbritannien werden Ihnen neben den GB-Schildern auch noch folgende Kennzeichen begegnen:

Reinen Souvenircharakter haben dagegen die Kennzeichen SCO für Schottland und CYM für Wales.

Nationalmannschaft

Eine "britische Nationalmannschaft" gibt es nur selten, denn meistens werden England, Schottland und Wales getrennt behandelt. So beim Fussball (dort gibt es auch noch zusätzlich Nordirland) oder beim Rugby (in den "Six Nations" treten England, Schottland und Wales getrennt gegen Italien, Frankreich und ein skurrilerweise vereinigtes Irland an). Bei Länderspielen kann es dann schon zu skurrilen Situationen führen, etwa bei den "Nationalhymnen".

Nationalparks

In England und Wales sind folgende Gebiete als Nationalparks ausgewiesen oder in ihrem Schutzstatus den Nationalparks angeglichen:

Nationalstolz

Ein Thema für sich - die Briten haben definitiv einen Nationalstolz (ergänzt meist noch durch viel Lokalpatriotismus). Für einen deutschen Besucher mag dies oft befremdlich erscheinen, übertrieben oder auch schlichtweg anachronistisch. Wer Feierlichkeiten anlässlich eines Grossereignisses in der königlichen Familie beobachtet, der wird schnell feststellen, dass Patriotismus quasi im Blut liegt. Den Sieg bei Trafalgar feiert man 200 Jahre später noch mit Flottenparaden, wehenden Fahnen und Jingoism pur.

Nebel

Lassen Sie sich nichts vormachen, in Großbritannien gibt es nicht mehr Nebel als bei Ihnen daheim. Die aus Edgar-Wallace-Filmen und unzähligen Klischees bekannten "dicken englischen Nebel" waren durch die Verwendung heftig rauchender Brennstoffe bedingt und sind seit dem Verbot solcher Umweltverschmutzung eine schlechte Erinnerung. Klimatisch bedingt hat Großbritannien jedoch relativ häufig diesige oder wolkige Tage, an denen die Sicht nicht absolut klar ist.

Nobelpreise

Folgende Nobelpreise gingen an britische Staatsbürger:

Nobelpreis für Physik:

Lord Rayleigh (1904), Sir J.J. Thomson (1906), Sir William Bragg und Sir Lawrence Bragg (1915), Charles Barkla (1917), Charles Wilson (1927), Owen Richardson (1928), P.A.M. Dirac (1933), Sir James Chadwick (1935), George P.Thomson (1937), Edward Appleton (1947), Patrick Blackett (1948), Cecil Powell (1950), John Cockcroft (1951), Max Born (1954), Dennis Gabor (1971), Brian Josephson (1973), Sir Martin Ryle und Antony Hewish (1974), Sir Nevill Mott (1977)

Nobelpreis für Chemie:

Sir William Ramsay (1904), Lord Rutherford (1908), Frederick Soddy (1921), Francis Aston (1922), Sir Arthur Harden (1929), Walter Haworth (1937), Robert Robinson (1947), Archer Martin und Richard Synge (1952), Cyril Hinshelwood (1956), Frederick Sanger (1958), John C. Kendrew und Max F. Perutz (1962), Dorothy Hodgkin (1964), Ronald G.W. Norrish und George Porter (1967), Derek H.R. Barton (1969), Geoffrey Wilkinson (1973), J.W. Cornforth (1975), Peter D. Mitchell (1978), Frederick Sanger (1980), Aaron Klug (1982), Harry Kroto (1996), John Walker (1997), John Pople (1998)

Nobelpreis für Literatur:

Rudyard Kipling (1907), John Galsworthy (1932), T.S. Eliot (1948), Betrand Russell (1950), Winston Churchill (1953), William Golding (1983)

Nobelpreis für Medizin:

Sir Roland Ross (1902), J.J.R. Macleod (1923), Sir F. Hopkins (1929),SIr H.H. Dale (1936), Sir Alexander Fleming und Ernst B. Chain (1945), H.A. Krebs (1953), Peter B. Medawar (1960), Francis H.C. Crick und Maurice Wilkins (1962), Alan Lloyd Hodgkin und Andrew Huxley (1963), Bernard Katz (1970), Rodney Porter (1972), Godfrey N. Hounsfield (1979), John R. Vane (1982), James W. Black (1988), Richard Roberts (1993), R. Timothy Hunt und Sir Paul M. Nurse (2001), Sydney Brenner und John E. Sulston (2002)

Friedensnobelpreis:

Sir William Cremer (1903), Austen Chamberlain (1925), Edgar D. Adrian und Sir C. Sherrington (1932), Sir Norman Angell (1933), Arthur Henderson (1934), Viscount Cecil of Chelwood (1937), Friends Service Council (1947), Lord Boyd-Orr (1949), Philip Noel-Baker (1959), Mairead Corrigan und Betty Williams (1976), John Hume und David Trimble (1998)

Nobelpreis für Ökonomie:

Friedrich von Hayek (1974), James Meade (1977), W. Arthur Lewis (1979), Richard Stone (1984), Roland Coase (1991), James Mirrlees (1996)

Normannen

Die Normannen waren die letzten erfolgreichen Eroberer der britischen Inseln. Aus der Normandie kommend, zogen rund 7000 von ihnen unter Herzog William 1066 gegen Harold, König von England. In Ermangelung einer klaren Thronfolge bestand William darauf, dass er eigentlich König sein sollte - ein päpstlicher Segen und der praktische Tod Harolds in der Schlacht bei Hastings machten diesen Anspruch unwiderstehlich. Seine Herrschaft festigte William mit Terrorkampagnen gegen jede Opposition, während seine Barone fröhlich England und gleich auch noch Wales unter sich aufteilten. Später nahm man auch noch das praktisch gelegene Irland dazu. Die wichtigste normannische Neuerung war das strikte Feudalsystem.

Nullmeridian

Die Erde wird in zwei Richtungen vermessen, vom Äquator aus nach Norden und Süden in Breitengraden und vom Ort Greenwich (London) aus in Längengraden. Der Grad Null geht durch das Königliche Observatorium und ist Fixpunkt jeder Navigation.

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