Urlaub in Südengland

Darren Baker | Dreamstime.com

Urlaub in Südengland

Urlaub in der süedenglischen Grafschaft Devon

Wer schon lange eine Reise in den Südwesten Englands plante, jedoch bislang die Hauptsaison in Cornwall der vielen Urlauber wegen scheute, sollte die östlich davon liegende Grafschaft Devon besuchen.

Diese wird vom Bristol Channal und der Bridgwater Bay im Norden, dem Englischen Kanal und der Whitesand Bay im Süden sowie im Osten von den Grafschaften Somerset und Dorset begrenzt. Neben den spektakuläten Küsten und ihren Attraktionen sind auch die Städte Devons sowie seine Nationalparks und Gärten nicht nur eine Reise wert. Da sowohl der Fischfang als auch die Landwirtschaft und - wie in Cornwall - der Zinn- und Kupferbergbau die Region nicht mehr ernähren können, hat man sich zu recht auf die landschaftliche Schönheit und das kulturelle Erbe besonnen und bietet Reisenden eine Vielzahl von Sehenswertem und Erholungsmöglichkeiten.

Der Flughafen von Plymouth, der größten Stadt Devons, wird auch von internationalen Fluglinien angeflogen. Von London aus ist Devon sowohl mit der Bahn (zwei Strecken) als auch mit dem Bus und dem Pkw (über die Autobahn M5) gut zu erreichen. Selbstverständlich laden die zahlreichen Küstenorte auch zum Besuch mit dem Segelboot ein. Plymouth, ganz im Südwesten der Grafschaft gelegen, hat etwas mehr als eine Viertel Million Einwohner, ist jedoch nicht die Hauptstadt der Region; dies ist vielmehr das zentralere, etwas weniger als halb so große Exeter. Sehenswert sind beide Ortschaften.

Jahrtausende an Geschichte in Devon

Die Universitätsstadt Exeter ist überregional vor allem seiner gotischen Kathedrale wegen bekannt. Das mittelalterliche Gebäude war einst Bischofssitz und weist eine atemberaubende Deckenkonstruktion auf, die auch sich Architekturlaien nicht entgehen lassen sollten. Außerdem wird hier das über 1000-jährige Exeter Book aufbewahrt, eines der ältesten literarischen Manuskripte Englands. Zudem finden sich in Exeter das älteste noch genutzte öffentliche Gebäude Englands sowie die Überreste des normannischen Schlosses Rougemont. Nach einem historisch-architektonischen Stadtrundgang bietet sich der Besuch des alten Hafenviertels an.

Die Hafenstadt Plymouth hat eine vielgestaltige, von der Seefahrt geprägte Geschichte: Hier begannen James Cook und Sir Francis Drake ihre Expeditionen, und im Jahre 1620 begann von hier aus die Besiedlung Amerikas durch die Reisenden auf der Mayflower. Neben Denkmälern, die an diese Zeit erinnern, sind auch neueste Attraktionen maritimer Natur - so das National Marine Aquarium und das Meerwasserbad Plymouth-Dome. Die im Osten der Stadt gelegenen Saltram Gardens, die vom National Trust geführt werden, mögen an dieser Stelle für die zahlreichen großen und kleinen, stets jedoch sehenswerten Gärten und Parks dieser vom Klima begünstigten Region stehen.

Reisetipp Devon: Jurassic Coast

Östlich von Plymouth erstreckt sich von Torquay über Paignton bis Brixham die Englische Riviera mit einem sehr milden, sowohl für Badereisende als auch mediterrane Gärten idealen Klima. Die Gegend ist außerdem überaus kinderfreundlich und deshalb bestens für einen Familienurlaub geeignet. Die Strecke östlich dieser Region (von Orcombe Rocks in Devon bis Studland Bay in Dorset) wird als Jurassic Coast bezeichnet. Noch heute finden sich hier zahlreiche Fossilien - nicht zuletzt aus der Zeit, dem die Grafschaft ihren Namen verliehen hat.

Naturfreunde sollten es nicht versäumen, sich zumindest in einem der beiden großen Nationalparks Devons umzutun. Im zentralen Dartmoor-Nationalpark (Urlaubslektüre: Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle) liegen die Überreste prähistorischer Siedlungen. Auch lassen sich hier bis zu 100 Vogelarten beobachten - und das an einem Tag! Der nördlich gelegene, von Exe und Barle durchogene Exmoor-Nationalpark reicht nach Somerset hinein.

Hier gibt es nicht nur einen reichen Bestand an Rotwild, auch eine sich wieder erfreulich vermehrende Zahl von wildlebenden Ponys ist hier heimisch. Hier - beispielsweise auf dem John Musgrave Heritage Trail - lässt es sich vortrefflich zu Fuß oder mit dem Fahrrad reisen; Eile und Hektik sind fehl am Platz. Auf diese Weise erschließt sich der Urlauber auch weniger bekannte Ortschaften und Wege und hat Gelegenheit, Einheimische kennen zu lernen und vielleicht sogar das wieder vermehrt gepflegte Cornische im Original zu hören.



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