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Roseberry Topping

Roseberry Topping

Englands Bergwelt: Roseberry Topping

Die Bergwelt von England und der unverwechselbare Roseberry Topping in North Yorkshire!

Roseberry Topping ist ein markanter Hügel in North Yorkshire, einer Grafschaft in der Region Yorkshire and The Humber in England. Genauer gesagt befindet sich die Anhöhe zwischen den Dörfern Great Ayton im District Hambleton und Newton under Roseberry im Bezirk Redcar and Cleveland.

Unverwechselbar sind der halbkegelförmig geformte Gipfel und die gezackten Klippen, die entfernt an das (weit größere) Matterhorn erinnern. Ursprünglich glaubte man diese Hügellandschaft sei die höchste in den North York Moors, mittlerweile sind 15 höhere Gipfel bekannt. Mit 1.049 Fuß (320m) steht der markante Hügel also weit hinter dem Urra Moor mit 1.490 Fuß (454m).

Der Hügel ist ein außergewöhnliches Wahrzeichen mit Blick auf die Teesside, einem Ballungsraum der die Städte Middlesbrough, Stockton-on-Tees, Billingham und Redcar bezeichnet. Die Aussicht ist atemberaubend und ermöglicht einen Blick auf das Denkmal des aus der Gegend stammenden Seefahrers und Entdeckers James Cook bei Easby Moor, sowie auf das Denkmal von Eston Nab, ein ehemaliger Leuchtturm.

Geologie

Roseberry Topping ist ein Ausliegerberg des North York Moors Hochlandes. Diese Bergwelt formte sich im mittleren und unteren Jurrasicum aus Sandstein, vor sagenhaften 208 Millionen Jahren. Es handelt sich um den jüngsten Sandstein, der je in den Nationalparks von England und Wales entdeckt wurde. Die besondere Kegelform ist auf die harte Deckschicht aus Sandstein zurückzuführen, welche die unterliegenden Gesteine vor Erosion schützt.

Bis 1912, als sie eine geologische Verwerfung und vermutlich auch menschliche Verschuldung (Minenarbeit, Eisenstein-Abbau) zum Einsturz brachte, sah die Hügelspitze wie ein Zuckerhut aus. Das Gebiet um die Spitze ist bis zum heutigen Tag, aufgrund der ehemaligen Minenarbeit hier, löchrig und steinig. Die Spitze bietet eine hervorragende Aussicht über die Cleveland Plain und an klaren Tagen bis zu den Penninischen Alpen, die um die 60 Kilometer entfernt sind.

Geschichte – Wer war schon alles hier?

Das Gebiet um diese schöne Bergwelt lockt seit eh und je Menschen an. Ein Fund aus der Bronzezeit wurde am Hang des Hügels gefunden und befindet sich nun im Sheffield City Museum. Von der Eisenzeit sind Spuren der Besetzer übrig: ummauerte Anlagen und Überreste von Hütten. Laut Überlieferungen soll in dieser Zeit hier auch Pechkohle abgebaut worden sein.

Auch die Wikinger sollen sich im frühen Mittelalter hier niedergelassen haben und zahlreiche Gebiete benannt haben – unteren anderem auch den Hügel selbst. Der Name war ursprünglich eine Hommage an den nordischen Gott Odin, während „Topping“ eine Ableitung des Wortes „topp“ (Hügelspitze) im Yorkshire-Dialekt ist. 1736 zog ein prominenter Nachbar in das Dörfchen Great Ayton – der Entdecker James Cook und seine Familie ließen sich auf der Airey Holme Farm nieder.

Es wird erzählt, dass der junge Cook jede freie Minute nutzte um die Hügellandschaft zu erkunden und hier seinen Sinn für das Erkunden und seinen Abenteuergeist entdeckte, der ihn sein ganzes Leben lang begleiten sollte.

Auf der Spur von Captain James Cook in der Bergwelt von North Yorkshire in England!

Das britische Matterhorn war schon immer ein gut sichtbarer Ankerpunkt. Früher orientierten sich Seeleute und Landwirte daran, um bevorstehende Unwetter zu erkennen. Daran erinnert auch ein alter Reim: When Rose berry Topping wears a cap, let Cleveland then beware of a clap! („Wenn die Spitze von Rose berry Topping bedeckt ist und einen Hut trägt, sollte Cleveland sich vor Donner in Acht nehmen!“)

Für lange Zeit war der Hügel auch im Privatbesitz der Cressy-Familie und damit Teil einer Jagdfarm. Dorothea Cressy heiratete Archibald Primrose, für den der Titel Earl of Rosebery geschaffen wurde. Der Name wurde natürlich vom Hügel abgeleitet. Der derzeitige Earl (britischer Graf) ist Neil Archibald Primrose, siebter Earl von Rosebery.

Heute steht das Gebiet unter dem Schutz des National Trust, einer Organisation für Naturschutz und Denkmalpflege, und ist für alle zugänglich. Ein Teil des Wanderwegs Cleveland Way führt zur Hügelspitze hinauf. Schon davor war es ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem wegen der Aussicht von der Spitze.

Erlebnis Bergwelt England

Die meisten kommen mit der Absicht hin „nur“ den Gipfel zu erobern, schon bald eröffnen sich ihnen unzählige andere Möglichkeiten die Gegend zu erkunden.

Cleveland Way

Ein Rundwanderweg, der auch für Kinder geeignet ist, führt von Great Ayton um Roseberry Topping und vorbei am Denkmal für Captain James Cook. Das Denkmal wurde 1827 errichtet um Cook und seine Entdeckungsreisen entlang der Pazifikküste zu würdigen. Cooks Haus, die Airey Hill Farm, befand sich direkt bei der Hügellandschaft. Im niedlichen Dorf Great Ayton gibt es die Möglichkeit sich eine Erfrischung und eine Stärkung in einem der zahlreichen Cafés, Restaurants oder Pubs zu holen.

Atemberaubende Natur in Großbritannien und die Schönheit von Roseberry Topping in England!

Natur- und Tierwelt

Das Matterhorn von Yorkshire kann zu jeder Jahreszeit mit seiner Flora und Fauna beeindrucken. Im Frühling machen hier einige Tiere Halt, die von ihrer Vogelwanderung aus Afrika Rast suchen: der Weidenlaubsänger, der Fitislaubsänger und der Mönchswaldsänger sind nur einige der Vögel, die sich nun zu den dort ansässigen Tieren dazugesellen. Die kargen Bäume in den flachen Hängen werden das Zuhause für die Gartengrasmücke, die Dorngrasmücke und den Baumpieper.

Wenn Sie sich weiter nach oben begeben, können Sie Ringamseln und Steinschmätzer begutachten. Beeindruckend schön sind auch die Wildblumen der Gegend, vor allem Glockenblumen, Große Windröschen und Sternmieren. In den besonders feuchten Zonen ist das einzigartige Aroma des Wildknoblauchs nicht zu überriechen.

Im Sommer ist es zwar ein bisschen schwieriger die Vogelwelt zu beobachten, wenn Sie sich an die Vogelkästen halten werden Sie aber bestimmt welche zu Gesicht bekommen. Meisen müssen in dieser Zeit nämlich besonders aktiv sein und für Nahrung für ihre Nachkommen sorgen. Mit der Wärme schlüpfen auch verschiedene Arten von Schmetterlingen, wie Laubfalter und Aurorafalter, um die Vielfalt an Wildblumen auszukosten. Im Spätsommer wird Newton Moor bedeckt von lilanem Heidekraut, durch das das ein oder andere Moorschneehuhn und Rehwild wandert.

Die Herbstzeit ist hier ideal zum Pilze sammeln – am Boden, auf totem Geäst und an Bäumen sprießen sie in allen Formen und Farben. Auch Spechte sind nun vermehrt zu finden, sowohl Buntspechte als auch Erdspechte fügen sich perfekt in das farbige Ambiente ein.

Im Winter können Sie verschiedene Arten von Meisen beobachten, die verzweifelt beim Hamstern von Baum zu Baum fliegen. Auch Waldbaumläufer, Kleiber und vorbeiwandernde Sperber sind keine Seltenheit. Vogelbeere und Weißdorn sind einige der wenigen farbigen Akzente in dieser Jahreszeit. Wenn Schnee am Boden liegt, können Sie die Fährte eines Tieres aufnehmen indem Sie einfach dessen Spuren folgen.

Gleich in der Nähe

Ormesby Hall, ehemaliger Amtssitz des Bürgermeisters, ist eine georgianische Villa, in der Sie beträchtliche Stuckarbeiten betrachten können. Auch eine viktorianische Küche und eine Modelleisenbahn gibt es zu sehen, sowie 110 Hektar Land, auf denen üblicherweise Events stattfinden.

Ein Muss ist auch der Landschaftsgarten Rievaulx Terrace und seine ungewöhnlichen Zierbauten, wie die Follies. Hier können Sie im 18. Jahrhundert schwelgen und sich gleichzeitig die Beine vertreten.

Nunnington Hall ist ein piktoreskes Gutshaus mit einem Biogarten und Pfauen im Garten. Zu sehen gibt es neben den wunderschönen Räumen des Herrenhauses und der Möbelausstattung auch einige Kunstwerke des englischen Malers John Ferneley. Auch Kunst- und Fotografieausstellungen finden hier statt.

In der Popkultur

Einen frühen Bezug zum Hügelgebiet lieferte Poet und Bühnenautor Joseph Reed 1761, der in seiner Farce „The Register Office“ von einem Berg spricht, das eineinhalb Meilen hoch ist. Musikalisch lieferte Folk-Rock-Gruppe „America“ mit dem Song „Hat Trick“ eine Anspielung auf die Hügel, sowie Rock und Blues-Sänger Chris Rea, der den Hügeln den Song „Chisel Hill“ (1985) widmete.

Rea beschreibt darin ein Haus, das er in der Nähe der Toppings gekauft hat und schwelgt in Melancholie. Gitarrist Gordon Giltrap veröffentlichte eine Instrumentalspur mit dem Titel „Roseberry Topping“ auf seinem Album 2010. Die Hills haben es sogar in das Rennspiel „Forza Horizon 4“ geschafft, auch wenn sie dort den Namen „The Great Ridge“ (Die große Erhöhung) tragen.

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