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Oxford

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Oxford wird wegen seiner Türme auch city of dreaming spires genannt.

Mit einer der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt ist Oxford überall als eine Stadt des Geistes und des Wissens bekannt. Den Alltag eines Studenten in Oxford stellt man sich unweigerlich vor wie den eines Hogwards-Schülers: Uralte Gemäuer, in denen seit 800 Jahren große Geister Wissen angehäuft und die Rätsel der Welt zu entschlüsseln versucht haben, Orte von Größe, Genie und Wahnsinn sowie auch Schauplätze geheimnisvoller Studentenverbindungen, Geheimbünde und dunkle Verschwörungen.

Die Gebäude der Universität von Oxford sind so etwas wie Kathedralen der Bildung, altehrwürdig, respekteinflößend und unergründlich. Über den Campus und die Gänge meint man nur gemessenen Schrittes schreiten zu dürfen, während der lange Umhang hinter einem durch den Staub der Jahrhunderte zieht. All das ist natürlich Teil des Images von Oxford, doch auch hier gehen moderne Studenten ganz normal jeden Tag in Jeans und mit dem Laptop unter dem Arm in die Uni.

Auch hier liegen neben den dicken Wälzern in der Bibliothek, die wiederum an Harry Potter denken lässt (Kein Wunder: Viele Innenaufnahmen für Hogwards wurden hier gedreht), Smartphones und Tablets auf den Tischen. Oxford ist nicht in der Vergangenheit stehen geblieben, doch die Magie, mit der Geschichte und Gegenwart an diesem Ort Hand in Hand gehen, kann den Besucher nicht kalt lassen.

Die Geschichte der Universität von Oxford

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Oxford selbst ist nur wenige Jahrhunderte älter als seine renommierte Universität. Zum ersten Mal las man den Namen Oxanforda im Jahre 912 in der Angelsächsischen Chronik, die von der Gründung eines Klosters an dieser Stelle berichtet. Der Name Oxanforda ist sächsischer Herkunft und die Gründerin des Klosters war eine sächsische Prinzessin mit Namen Frideswide. Bevor Oxford ein Hort der Bildung und des Wissens wurde, war es zunächst vor allem von militärischer Bedeutung und heiß umkämpft. Die Universität selbst wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt und ist damit noch vor Cambridge die älteste Universität in Großbritannien und die drittälteste in Europa. 1249 wurde dann das erste College gegründet, das heute zur University of Oxford gehört, das University College. Es folgten das Balliol College (1263) und das Merton College (1264).

Doch unterrichtet wird in Oxford bereits seit 1096, also nur 30 Jahre nachdem Wilhelm der Eroberer die Schlacht bei Hastings für sich entschieden hat. 1167 erhielt das Studium in Oxford neuen Aufschwung, als Heinrich II. es englischen Studenten verbot, weiterhin die Universität von Paris zu besuchen, die bis dahin als die Eliteuniversität schlechthin galt, auf die wohlhabende Normannen ihre Söhne schickten. Die Gründung der Colleges als so genannte Halls of Residence im 13. Jahrhundert war also reine Formsache. Auch sie kann man sich wahrscheinlich ein bisschen so vorstellen wie die Häuser Gryffindor und Slytherin in Harry Potter. 50 Jahre nach der Gründung der Colleges war Oxford bereits weit über die Grenzen Englands hinaus hoch angesehen. Wohlhabende Familien aus allen Teilen Europas sandten ihre Söhne hierher, damit sie die beste Ausbildung erhielten. In den kommenden Jahrhunderten wurde es zu einem geistigen Zentrum Europas, in dem Religion und Politik heftig und kontrovers diskutiert wurden.

Große Namen und große Chancen in Oxford

Die Radcliffe Camera ist eines der beeindruckendsten Gebäude in Oxford.

Die Geschichte der University of Oxford liest sich wie ein Spiegel der Geschichte von England – und immer tauchen darin die Namen großer Menschen der Weltgeschichte auf. Sechs Könige, fünf Staatspräsidenten und Premiers, 46 Nobelpreisträger und 25 Britische Premierminister studierten in Oxford neben bedeutenden Schriftstellern – T.S. Eliot, C.S. Lewis, Lord Byron, Lewis Carroll, Oscar Wilde und J.R.R. Tolkien, um nur einige zu nennen – Naturwissenschaftlern, die die Welt verändert haben – darunter Stephen Hawking – einflussreichen Theologen und Philosophen, Historikern und Politikern. In jüngster Zeit waren es Prominente wie Kate Beckinsale, Emma Watson, Rowan Atkinson und der Unternehmer Robert Murdoch, die in Oxford studierten.

Kein Wunder also, dass Millionen von Schulabgängern davon träumen, selbst ein Teil dieser langen Liste zu werden. Viele bewerben sich, doch nur für wenige wird der Traum tatsächlich wahr. Studieren in England ist teuer und die Zulassungsbeschränkungen für Oxford haben es in sich. Vor allem das Rhodes-Stipendium, für das die Bewerber ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren über sich ergehen lassen müssen, fordert den jungen Menschen alles ab. Doch die Mühe lohnt sich: das Rhodes-Stipendium – das älteste Stipendienprogramm der Welt – bezahlt seinen Stipendiaten die Studien- und Collegegebühren, den Lebensunterhalt und den Hin- und Rückflug. Wer es unter die 80 jährlichen Stipendiaten schafft, dem steht ein Leben offen, von dem er nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Auch das ist ein Teil der Magie von Oxford: Aus einfachen Menschen werden hier Menschen, die die Welt verändern können – ganz so, wie es sich Cecil Rhodes einst erträumt hatte.

Weitere Sehenswürdigkeiten Oxford

Oxford lohnt nicht nur wegen der Universität einen Besuch.

In Oxford gibt es noch wesentlich mehr zu sehen als nur die Gebäude der Universität – auch wenn diese unzweifelhaft am beeindruckendsten sind. Die Skyline von Oxford prägen aber vor allem die Collegekapelle, die Christ Church Cathedral, und der Tom Tower. Die Kathedrale geht noch auf die Hauptkirche St. Frideswide aus dem 8. Jahrhundert zurück und wurde inzwischen deutlich erweitert. Das Stadtzentrum wird von vielen schönen alten Häusern im viktorianischen Stil geprägt. Dazwischen erhebt sich der Carfax Tower, der Turm der einstigen St. Martins Kirche aus dem Jahr 1032, der als einziges Relikt des Baus übrig blieb und heute das Stadtzentrum markiert.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Herzen vom Oxford sind die diversen Museen, der prächtige Rundbau, der Radcliffe Camera genannt wird, der einst eine Bibliothek beherbergte, heute aber von den Studenten der Universität als Lesesaal verwendet wird, und das klassizistische Sheldonian Theatre. Versäumen Sie auch nicht das Corpus Christi College in der Merton Street, das sich im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert zu haben scheint, und eine Fahrt auf der Themse, die hier Isis genannt wird. Viele dieser Orte und noch viel mehr erleben Sie unter anderem auf der Oxford Official Walking Tour.

Auch rings um Oxford gibt es in Südengland einiges, was sich zu erkunden lohnt. Etwa 100 Kilometer im Südosten lockt London mit all seinen Verheißungen und vielfältigen Möglichkeiten. Die historische Stadt Reading ist nur 40 Kilometer von Oxford entfernt und auch wer sich in den Südwesten, in Richtung Winchester, Salisbury, Bath und Bristol, wenden möchte, kann das von Oxford aus sehr gut tun.

Anreise Oxford

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Die nächste große Stadt bei Oxford ist London, etwa 100 Kilometer im Südosten gelegen. Knapp 80 Kilometer müssen Sie vom Flughafen Heathrow aus mit dem Mietwagen zurücklegen, um nach Oxford zu gelangen. Luton ist ebenfalls etwa 100 Kilometer Fahrt entfernt. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ist es wahrscheinlich immer am günstigsten, zunächst nach London reinzufahren und dann von London Paddington aus direkt nach Oxford zu fahren. Die Fahrtzeit beträgt von dort aus etwa eine Stunde. Alternativ fahren Sie vom Flughafen Heathrow mit dem Bus nach Reading und steigen dann dort in den Zug in Richtung Newcastle upon Tyne, der Sie nach Oxford bringt.

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