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Newcastle upon Tyne

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Newcastle upon Tyne

In Newcastle upon Tyne trifft Geschichte auf Moderne.

Für die meisten Großbritannien-Reisenden ist Newcastle upon Tyne vor allem das Tor nach Schottland: Hier, in der nördlichsten Großstadt Englands landen Flugzeuge und legen Fähren an, auf denen die Schottland-Reisenden die Insel erreichen.

Newcastle selbst ist dabei eher eine Stadt der Durchreise, ein Ausgangspunkt, den man aus einem bestimmten Zweck wählt und nicht unbedingt, weil Newcastle besonders schön sein soll. Doch da tut man der Stadt Unrecht. Wer sich etwas mehr Zeit nimmt, Newcastle zu erkunden, wird überrascht sein, was die Stadt ihren aufmerksamen Besuchern zu bieten hat.

Newcastle upon Tyne ist eine quirlige Studentenstadt in der Moderne und Geschichte hemmungslos aufeinander prallen, eine Stadt, die sich der Spuren ihrer Vergangenheit nicht schämt und mit hochmodernen Bauten geschickte Kontraste setzt. Dort, wo wir heute die moderne Stadt vorfinden, befand sich vor etwa 1.800 Jahren die römische Festungsanlage Pons Aelli, eine der Befestigungen entlang des Hadrians Walls, der jene Linie markierte, die das römisch besiedelte England vom wilden, ungezähmten Norden, vom heutigen Schottland, trennte. Von den römischen Anlagen ist in Newcastle heute nichts mehr erhalten. Die ältesten Gebäude im Stadtzentrum stammen aus der Zeit der normannischen Besiedlung: So besichtigen Sie hier zum Beispiel die Überreste der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert und die Kathedrale Saint Nicholas (14. Jahrhundert). Der Tyne, dem die Stadt ihren Namen verdankt, fließt quer durch die Stadt und wird von sieben Brücken überspannt.

Newcastle upon Tyne im Zeichen des Fortschritts

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Jede der sieben Brücken ist kennzeichnend für die Zeit, in der sie gebaut wurde. So entwarf Robert Stephenson, der Sohn des berühmten Eisenbahningenieurs George Stephenson, Mitte des 19. Jahrhunderts die High Level Bridge, die ein Prachtwerk aus Stahl und Stein ist und die Aufbruchstimmung der Anfangszeit der Eisenbahn widerspiegelt. Beinahe scheint sie für die Stadt zu groß und zu mächtig zu sein. Die Tyne-Brücke, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, ist da dezenter und weniger wuchtig. Ihr Bogen dominiert das Stadtbild und lässt erahnen, welche Bedeutung Newcastle upon Tyne zu ihrer Entstehungszeit gehabt haben muss. Doch keine der beiden genannten Brücken kann es mit der postmodernen Millennium Bridge aufnehmen. Diese außergewöhnliche Konstruktion schließt an die ingenieurstechnische Vergangenheit der Stadt an und mutet zunächst recht unscheinbar an.

Nähert sich aber ein Schiff der Brücke, so kann sie um die Längsachse durch ihre Angelpunkte rotiert und dadurch sehr elegant geöffnet werden, um dem Schiff die Passage zu ermöglichen. Das „Blinking Eye“, wie die Brücke von den Bewohnern von Newcastle upon Tyne genannt wird, beweist, dass diese Stadt noch immer den wichtigen Status als Kultur- und Wirtschaftsstatus inne hat, den sie sich bereits im 11. Jahrhundert erwarb.

Newcastle upon Tyne: Kohle und Kultur

Die Millennium Bridge in Newcastle upon Tyne kann um die Längsachse durch ihre Angelpunkte rotiert werden.

Von hier aus exportierte man später Kohle und Wollstoffe in alle Welt. Im 16. Jahrhundert entstand deshalb eine Redensart, die die gleiche Bedeutung hat wie „Eulen nach Athen tragen“: „Kohlen nach Newcastle bringen“. Der Kohle verdankte Newcastle seinen Reichtum und seinen Wohlstand, der noch heute im Stadtbild zu erkennen ist. Im 20. Jahrhundert kam mit dem Schiffbau ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig nach Newcastle upon Tyne.

Die ganze Stadt stand im Zeichen des Fortschritts und als Robert Stephenson hier die erste Fabrik für Dampflokomotiven der Welt errichten ließ, war die wirtschaftliche Machtstellung der Stadt einmal mehr bestätigt. Heute ist Newcastle so modern wie eh und je, eine pulsierende Stadt, in der auch Kunst und Kultur einen besonderen Stellenwert einnehmen. Museen und Kunstgalerien bieten Besuchern ebenso viel Abwechslung wie die alten Gebäude im Stadtzentrum.

Hier sind besonders die Biscuit Factory im Osten der Stadt, ganz in der Nähe von Überresten des Hadrians Walls, und die Laing Art Gallery hervorzuheben, die auch Werke von Rembrandt, van Gogh und Renoir zeigt und deshalb bei Kunstfreunden aus aller Welt einen besonderen Ruf genießt. Bei Ihrem Bummel durch die Stadt sollten Sie die Augen ebenfalls offen halten: Sehenswert sind das Greys Monument im Stadtzentrum, das alte Schloss, ein Bau, der genauso aussieht, wie man sich eine mittelalterliche Ritterburg vorstellt, mit Türmen und Zinnen und mächtigen Mauern, das Black Gate, die Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung, und die alte Stadtmauer.

Wenn dann abends die Sonne untergeht, zeigt Newcastle upon Tyne noch ein anderes Gesicht: Die Stadt gilt als Erlebnismetropole für Partyhungrige. Auf der Liste der weltweit besten Partymetropolen belegte Newcastle den achten Platz und ist damit sogar noch höher gerankt als London. Kaum zu glauben, dass die Stadt hoch im Norden Englands damit einen ähnlichen Ruf hat wie Las Vegas und Rio de Janeiro. So bietet sich Newcastle also an, wenn man einen UUrlaub in England (oder Urlaub in Schottland) mit einem wilden Partyabend beenden oder beginnen möchte. Auf die eine oder andere Weise kommt in dieser Stadt nämlich jeder auf seine Kosten: Geschichtsinteressierte, Kulturfreunde, Kunstkenner, Genießer und Partymäuse. Planen Sie deshalb bei Ihrem nächsten Besuch auf der Insel vielleicht einen längeren Aufenthalt in Newcastle upon Tyne mit ein. Das bereuen Sie ganz sicher nicht.

Weitere Sehenswürdigkeiten Newcastle upon Tyne

Newcastle upon Tyne liegt kurz vor der englisch-schottischen Grenze in Nordengland und damit ganz in der Nähe des Hadrians Walls, der im 2. Jahrhundert vom römischen Kaiser Hadrian errichtet wurde, um die römische Kolonie vor den Briten zu schützen, die sich in den Norden und Westen der Insel zurückgezogen hatten. Der Hadrians Wall erstreckt sich über die gesamte Breite der Insel, ist aber nicht überall mehr zu erkennen. Dennoch bietet sich eine mehrtägige Wanderung entlang des Walles an, um Großbritannien in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.

Von Newcastle aus empfehlen sich außerdem Ausflüge in die umliegenden Nationalparks. Sowohl der Northumberland National Park als auch der North Yorkshire Moors National Park locken mit landschaftlicher Schönheit und Unberührtheit. Ein Ausflug in die alte Stadt York, in der es vor Geistergeschichten nur so wimmelt, lohnt sich genauso sehr, wie ein Ausflug auf die andere Seite der Grenze, in die schottischen Borderlands. Die schottische Hauptstadt Edinburgh ist ebenfalls nur eine knapp 2 stündige Fahrt von Newcastle upon Tyne aus entfernt. Newcastle bietet sich eben als Ausgangspunkt und Basis zwischen den beiden Ländern außerordentlich gut an.

Anreise Newcastle upon Tyne

Die Anreise nach Newcastle upon Tyne ist dabei das geringste Problem: Die Industrie- und Transportmetropole hat beste Verkehrsverbindungen in alle Welt und wird auf vielen Reisen auf die Insel sowieso angesteuert. Von Deutschland aus fliegen Sie von Düsseldorf nach Newcastle oder nutzen die Flughäfen Amsterdam, Innsbruck, Salzburg und Prag. Alternativ dazu fliegen Sie nach London, Manchester oder Liverpool. Die Fahrt von London nach Newcastle mit dem Zug dauert knapp 3 Stunden. Von Manchester aus brauchen Sie ebenfalls knapp 3 Stunden nach Newcastle upon Tyne und von Liverpool aus planen Sie etwa 4 Stunden ein. Natürlich können Sie am jeweiligen Flughafen auch einen Mietwagen für England nehmen und nach Newcastle fahren.

Wenn Sie mit der Fähre nach Newcastle upon Tyne fahren und dann das Land mit dem eigenen Auto erkunden wollen, bietet sich die Verbindung zwischen Amsterdam (Ijmuiden) und Newcastle an. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf unserer Seite Anreise Schottland.

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