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Lake District

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Derwentwater im Lake District ist der viertgrößte See Englands.

Es gibt eine Region in Nordengland, die hat sie alle zum Schwärmen gebracht, die Poeten, Dichter, Schriftsteller und Romantiker Englands: der Lake District. Charlotte Brontë schrieb vollkommen hingerissen von dieser bezaubernden Mischung aus Bergen, Seen, Wäldern, Wiesen und pittoresken Dörfern: „Die Lakes sind eine herrliche Region, deren Ebenbild ich nur im Traum, ob wachend oder schlafend, gesehen habe.“ Die berühmte Kinderbuchautorin Beatrix Potter zog sich hierher zurück und erdachte die heile Welt des Peter Rabbit, eine Geschichte, die an Idylle kaum zu überbieten ist.

J.R.R. Tolkien diente der Lake District mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Vorbild für das Auenland, in dem die Hobbits ein beschauliches Dasein führen, und die Dichter der englischen Romantik konnten gar nicht genug Worte erdenken, ihrer Liebe zu dieser Region Ausdruck zu verleihen. Und so wird es auch vielen Besuchern ergehen, die zum ersten Mal in den Lake District kommen, in den zweitgrößten britischen Nationalpark, und sich von seiner Wildheit, seiner Ursprünglichkeit und Romantik gefangen nehmen lassen.

Wilde Romantik im Norden Englands

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Der Anblick der kargen, schroffen Berge, der Heidekrautpflanzen, die sich gegen den Wind an den Fels klammern, der dunklen Seen, über die winzige Wellen rasen wie Gänsehaut, und der Schafe, die sich zum Schutz gegen das raue Wetter in ihr zottigen Fell kuscheln, kann einem schon einmal die Sprache verschlagen. Dieser Landschaft wohnt ein Reiz inne, den man mit der Schönheit von Schottlands Highlands sehr gut vergleichen kann.

Dunkel, schroff und abweisend zeigt sie sich dem oberflächlichen Betrachter. Doch getreu dem Motto „Harte Schale, weicher Kern“, fällt es leicht, sie ins Herz zu schließen, denn hinter den Nebenschwaden und Regenbänken, die auch im Lake District zuhause sind, verbirgt sich eine Schönheit, die sich dem offenbart, der sich ganz dem Zauber dieser Region öffnet. Das uralte Land hat überall Geschichten zu erzählen. Mal hört man sie in urigen Pubs in malerischen Dörfern, mal auf einer Wanderung in einer gebrüllten Unterhaltung auf einer Bergkuppe, und mal erzählt das Land sie selbst, wenn es seine Ruinen offenbart.

Der „Machu Picchu des Lake District“ (Welt am Sonntag) zum Beispiel: das einstige römische Militärlager Mediobogdum. Auf dem schwer erreichbaren Hart Knott Pass gelegen, war Mediobogdum (erbaut um 120 n.Chr.) einst der vorletzte Außenposten des römischen Reiches. Weiter nördlich lag nur der Hadrians Wall, der die Römer gegen die Wilden aus dem Norden schützte. Wer heute hier steht und den sensationellen Ausblick auf die Berge und Täler zu seinen Füßen genießt, der kann sich vorstellen, dass es Momente gab, in denen die römischen Soldaten es genossen haben könnten, hier stationiert gewesen zu sein. Die meiste Zeit über aber müssen sie dieses kalte Land verflucht haben.

Spuren der Geschichte im Lake District

Im Lake District erwarten den Besucher sensationelle Ausblicke.

Die Römer haben im Lake District ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die Wikinger. Ihnen verdankt die Region einen bei den Einheimischen sehr beliebten Witz, mit dem sie Besucher in die Falle locken. „Wie viele Seen hat der Lake District?“, fragen sie dann. Wenn man daraufhin versucht, sich an die Karte oder an zurückliegende Wanderungen zu erinnern und mühsam eine Zahl zusammenkratzt, erntet man Gelächter: „Nur einen: Den Bassenthwaite Lake.“ Triumphierend offenbaren sie dem Reisenden dann, dass alle anderen Wässer noch heute die Namen trügen, die die norwegischen Wikinger ihnen vor über 1100 Jahren gaben, als sie im frühen 10. Jahrhundert in den heutigen Lake District kamen. Sie nannten die vielen Seen „Meres“, „Waters“ und „Tarns“. Besonders poetisch ist dabei das Wort „Tarns“, das so viel bedeutet wie Träne und wohl darauf anspielt, dass viele der Seen wie Tränen zwischen den Bergen ruhen.

Im Lake District ist man stolz auf die Wikinger-Wurzeln. So ganz sind die Nordmänner nie aus dem Blut der Einheimischen verschwunden und wer England ein bisschen kennt, der merkt, dass die Menschen hier ein kleines bisschen anders sind. Auch der Hang zum Geschichtenerzählen könnte ein Erbe der Skandinavier sein. Auf geführten Touren durch den Lake District kommen Sie in den vollen Genuss dieser Leidenschaft für Geschichten, Sagen und Legenden, von denen es in dieser wildromantischen Landschaft wirklich mehr als genug gibt.

Beeindruckende Natur am Lake District

Und so ist der Lake District ein ideales Reiseziel für Geschichtsinteressierte, für Fans des mystischen Englands, aber auch für Naturliebhaber, Wanderer, Bergsteiger, Aktivurlauber, Kunst- und Literaturinteressierte, Erholungssuchende, Abenteuerhungrige und Familien. Hobby- und Profifotografen können gar nicht genug von der Schönheit der Landschaft bekommen, von der Lieblichkeit der kleinen Ortschaften, von der Wildnis und der ehrfurchtgebietenden Weite dieses Mikrokosmos – gerade einmal zwei Stunden Fahrtzeit von Manchester und Liverpool entfernt. Im Lake District ist kein Tag wie der andere. Wenn Sie es wollen, erleben Sie hier eine Vielfalt, die problemlos einen ganzen Urlaub füllen kann. Auf Wanderungen oder Radtouren erkunden Sie die Landschaft auf eigene Faust, im Boot oder mit dem Kajak erleben Sie hautnah, wie der Lake District zu seinem Namen kam und beim Fischen genießen Sie die Ruhe und meditative Abgeschiedenheit dieser Region.

Am besten eignen sich dafür das Frühjahr und der Herbst, denn im Sommer ist der Lake District ein bei den Briten sehr beliebtes Urlaubsziel und zum Teil sehr überlaufen. Außerhalb der Hochsaison haben Sie die Berge, Täler und Dörfer dann fast für sich allein. Dann haben Sie auch ausreichend Zeit die historischen Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Darunter sind sehr frühe historische Stätten wie der Castlerigg Stone Circle, das Threlkeld Settlement, der Cockpit Stone Circle, der White Raise Cairn, Gaitscale Farmstead, der Swinside Stone Circle, das Aughertree Fell Settlement aus der Römerzeit und die High Street Roman Road – um nur einige zu nennen – aber auch Attraktionen jüngeren Datums, wie das Mirehouse Historic House, Shap Abbey, Eskdale Mill, das Blackwell Historic House und Duddon Iron Furnace. Der Lake District ist eben voller Geschichte und hat die Menschen seit Ewigkeiten fasziniert.

Weitere Sehenswürdigkeiten Lake District

Der Fairfield Horseshoe ist eines der schönsten Wanderziele im Lake District.

Die nordenglische Grafschaft Cumbria hat noch mehr zu bieten als den Lake District allein. Neben der atemberaubenden Landschaft können Sie am Hadrians Wall, in Carlisle Castle und Furness Abbey das geschichtliche und kulturelle Erbe der Region erkunden, sich beim Kendall Calling, einem zutiefst in der Gegend verwurzelten Festival, den Freuden der Kultur hingeben und zeitgenössische Museen und Galerien besuchen.

Über den Hadrianswall hinweg lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch in Schottland. Wenn Sie zwischendurch etwas Großstadtluft schnuppern wollen, bietet sich Newcastle upon Tyne ebenso an wie Glasgow und Edinburgh in Schottland. Auch die englische Stadt York mit all ihren Geistergeschichten und ihrem mittelalterlichen Flair ist einen Besuch wert. Südlich des Lake Districts liegt dann der Hafen von Heysham, von wo aus Sie die Fähre auf die Isle of Man nehmen können.

Anreise Lake District

Der Lake District ist eine etwa zweistündige Autofahrt von Manchester und Liverpool entfernt. Die M6 führt Sie direkt gen Norden und bietet einen guten Zugang zum Nationalpark. Ähnlich günstig ist die Straßenanbindung an Newcastle upon Tyne. Auch hier sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen. Eine dritte Möglichkeit zur Anreise ist ein Flug nach Glasgow. Von hier aus fahren Sie mit dem Auto etwa 2,5 Stunden in den Lake District. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt ab Newcastle ca. 3 Stunden, wobei Sie in Carlisle umsteigen müssen. Etwa zwei Stunden brauchen Sie, um von Manchester aus über Preston nach Windermere im Lake District zu fahren.

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