Rebecca Gablé

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Rebecca Gablé

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Rebecca Gablés Buch Das Lächeln der Fortuna

Rebecca Gablé ist die Expertin für perfekt recherchierte, wunderbar dicht erzählte und herrlich komponierte historische England-Romane. Sie ist ohne Frage die Königin des Genres und beschwört das mittelalterliche England so farbenfroh herauf, dass Kopfkino vorprogrammiert ist. Rebecca Gablé darf deshalb auf keiner Liste mit Buchtipps für England fehlen. Die aus der Nähe von Mönchengladbach stammende Autorin entdeckte ihre Leidenschaft für die englische Geschichte und Kultur, als sie einige Zeit als Bankkauffrau auf einem Stützpunkt der Royal Air Force arbeitete.

Ihre Faszination war so groß, dass sie 1991 ein Studium der Mediävistik und Literaturwissenschaften begann und sich auf Anglistik und Germanistik konzentrierte. Nach dem Studium gab Rebecca Gablé dann endlich ihrer Lust am Erzählen nach und schrieb ihren ersten Roman: „Jagdfieber“ erschien 1995.

An den historischen Roman wagte sie sich erstmals 1997 mit „Das Lächeln der Fortuna“. Es war der erste Band der beliebten Waringham-Reihe, die die Familie Waringham durch die Jahrhunderte und damit durch die englische Geschichte begleitet. Der Roman spielt zur Zeit des Hundertjährigen Krieges, einem wichtigen Abschnitt in der Geschichte von England. Im Jahr 2000 folgte „Das Zweite Königreich“, ein Roman, der nichts mit der Waringham-Reihe zu tun hat, aber ebenfalls einen bedeutenden Abschnitt in der englischen Geschichte behandelt.

Rebecca Gablé lässt hier das England zur Zeit der normannischen Invasion auferstehen. Das Buch setzt 1064 ein, zwei Jahre vor der Eroberung Englands durch Herzog Wilhelm der Normandie. Wir begleiten die Figuren bis in die Zeit nach der Schlacht von Hastings (1066). Deutlich spürt man, dass Gablé für ihre Recherchen auch vor Ort in England war und viele Schauplätze aus erster Hand schildert. Mit ihrem nächsten Buch, „Der König der purpurnen Stadt“ (2002) macht Rebecca Gablé dann wieder einen großen Sprung in die Zukunft. Zwei Jahrhunderte sind seit der Eroberung Englands vergangen und Englands steht kurz vor dem Krieg gegen Frankreich. Chronologisch gesehen spielt dieser Roman vor „Das Lächeln der Fortuna“. Er hat aber nichts mit der Waringham-Reihe zu tun.

Die Hüter der Rose

Es scheint nur logisch, dass Rebecca Gablé anschließend einen Roman schreibt, der wiederum an „Das Lächeln der Fortuna“ anschließt. Er heißt „Die Hüter der Rose“ und gehört zur Waringham-Reihe. England befindet sich noch immer im Hundertjährigen Krieg mit Frankreich, doch die Kampfhandlungen sind unter Heinrich IV. etwas ins Stocken geraten. Der junge König Heinrich V. will das nach seiner Krönung ändern. Doch innenpolitisch fehlt ihm die nötige Deckung, wie deutlich wird, als John of Waringham in seinen Dienst tritt.

Wieder einmal fordert Rebecca Gablé anschließend von ihrem Leser die Fähigkeit, in der Zeit zu springen. „Das Spiel der Könige“ spielt im ausgehenden Mittelalter, im 15. Jahrhundert, zur Zeit der Rosenkriege. Zwei Generationen nach John of Waringham steht Julian of Waringham in guter Familientradition auf der Seite des Hauses Lancester, das mit dem Haus York im blutigen Streit um den Thron liegt. Im Krieg laufen die Waringhams Gefahr, alles zu verlieren, doch mit der Schlacht von Bosworth Field scheint sich alles zum Guten zu wenden.

Nach dem Erfolg dieses Romans gönnte sich Rebecca Gablé zunächst einmal eine kleine Auszeit von den Waringhams und widmete sich einem anderen Buchprojekt: „Hiobs Brüder“ (2009), einem Roman, der zur Zeit des englischen Bürgerkriegs (12. Jahrhundert) spielt und die Geschichte einer Gruppe Ausgestoßener erzählt, die auf der Isle of Whitholm vor der Küste Yorkshires ein trauriges Dasein fristen. Nach einer Sturmflut gelingt ihnen die Flucht aufs Festland, wo sie den jungen Henry Plantagenet (den zukünftigen Heinrich II.) treffen.

Der dunkle Thron

Im Gegensatz zu allen anderen Romanen von Rebecca Gablé verfügt dieser – neben allen historisch verbürgten Ereignissen und Figuren – im späteren Verlauf auch noch über eine mystische Dimension. Der bislang letzte Roman von Rebecca Gablé heißt „Der dunkle Thron“ und gehört wiederum zur Waringham-Serie. Wir befinden uns nun in der Mitte des 16. Jahrhunderts, wo der junge Nicholas of Waringham die Schule von Thomas More, des späteren Lordkanzlers Heinrich VIII., der als Hochverräter hingerichtet werden sollte, besucht. Damit geraten die Waringhams in das Spinnennetz aus Intrigen, Angst, Verrat und Machtgier, das sich zur Zeit Heinrich VIII. undurchsichtiger zeigte als je zuvor am englischen Hofe.

Wer nun ein bisschen den Überblick über die englische Geschichte verloren hat, kann das entweder auf unserer Seite Geschichte von England ändern oder Rebecca Gablés populärwissenschaftliches Buch „Von Ratlosen und Löwenherzen – Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters“ lesen.


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