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J.R.R. Tolkien

J.R.R. Tolkien

J.R.R. Tolkien - britischer Schriftsteller

John Ronald Reuel Tolkien war ein britischer Schriftsteller, der mit seinen Werken „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ große Bekanntheit erlangt hat. Die Verfilmungen beider Werke durch den Regisseur Peter Jackson sind besonders bekannt. Vor allem aber letzteres war sehr erfolgreich und hatte großen Einfluss auf das Entstehen moderner Fantasy-Literatur. Seit seiner Jugend schuf J.R.R. Tolkien seine eigene Fantasiewelt, die unter anderem auf selbst erfundenen Sprachen basiert.

Tolkiens Kindheit und Werdegang

J.R.R. Tolkien kam im Jahre 1892 zur Welt. Er wurde nachhaltig vom römisch-katholischen Glauben seiner Mutter geprägt. Außerdem brachte seine Mutter ihm Latein, Französisch und Deutsch in Grundzügen bei, da er sich schon früh für Sprachen interessierte. Durch sie kam er auch in Kontakt zu Erzählungen wie der Artus-Sage, Alice im Wunderland oder nordischen Sagen wie die von Siegfried.

Nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1904 fühlte er sich als Waise dem katholischen Glauben enger verbunden und legte eine pessimistische Grundhaltung an. Die Welt sei vom Bösen kontrolliert und dieses Böse könne nur zweitweilig zurückgedrängt werden, wenn das Gute bedeutende Siege erlange. Sein Bruder und er wurden fortan im Umfeld eines Priesters aufgezogen. In der Schule wandte er sich der Philologie und dem Altenglischen zu. Vor allem altenglische Literatur wie Beowulf begeisterte ihn sofort, aber auch mittelenglische Erzählungen wie "Sir Gawain and the Green Knight" lernte er kennen. Später begann er auch, altnordisch zu lernen, um die Sagen, die er als Kind kennengelernt hatte, in der Originalsprache zu lesen.

Die Erschaffung einer eigenen Sprache

Seine Kenntnis der Philologie nutzte Tolkien daraufhin, seine eigenen Sprachen zu erfinden. Die Entwicklungen seiner Sprachen basierten ursprünglich noch auf dem Spanischen, doch später begann er, sie rund um Gotisch aufzubauen. Das Gotische ist eine ausgestorbene Sprache und war ihm daher nur lückenweise zugänglich. Indem er diese Lücken nun selbstständig auffüllte, begannen seine eigenen Sprachen Form anzunehmen. Außerdem schrieb J.R.R. Tolkien als Schüler bereits Gedichte, in denen Feenwesen auftraten, die in einem Waldland tanzten.

Nach Beenden der Schule und vor Beginn seines Studiums in Oxford ging er in der Schweiz wandern. Dort fand er eine Postkarte, auf der ein alter Mann abgebildet war, der unter einem Baum auf einem Felsen saß. Später sagte Tolkien selbst, dass diese Postkarte mit dem Namen „Der Berggeist“ die Inspiration für den Zauberer Gandalf in seiner Fantasiewelt Mittelerde war. Nach Beginn seines Studiums setzte er sich mit dem Finnischen auseinander. Daraufhin gab er seine Kunstsprache, die er auf dem Gotischen basierend geschaffen hatte, auf und begann, sich an Finnisch zu orientieren. Daraus resultierte Quenya, die Hochsprache der Elben in Mittelerde.

Kriege beeinflussten seine Werke

1915 beendete er sein Studium, doch im darauffolgenden Jahr wurde er in den aktiven Frontdienst im Ersten Weltkrieg einberufen. Dort nahm er an blutigen Schlachten teil, wie beispielswiese an der Somme. Dies führte dazu, dass das Eintreten des Bösen in eine harmonische und friedvolle Welt ihn den Rest seines Lebens beschäftigten, nicht zuletzt in seiner Literatur. Letztlich ist er im Krieg krank geworden und musste noch im selben Jahr zurück nach England gebracht werden. Während seiner Behandlung fing er an, an seiner eigenen Fantasiewelt zu arbeiten. J.R.R. Tolkiens zu dieser Zeit entstandene Schriften bildeten die Basis für seine späteren Werke. Hier benutzte er für die Elben in Mittelerde nicht nur Quenya, sondern auch Sindarin, eine auf dem Walisischen basierenden Kunstsprache.

Seit Anfang der 1920er erzählte J.R.R. Tolkien seinen Kindern häufig Geschichten. Diese hatten jedoch nicht viel mit seiner Mythologie gemein, an der zu dieser Zeit neben dem Beruf am Lehrstuhl für Angelsächsisch in Oxford schon fleißig arbeitete. 1930 begann er jedoch die Geschichte „Der Hobbit“, die viele Verweise auf seine Mythologie aufweist. So taucht beispielsweise die Elbenstadt Gondolin oder die Figur des Nekromanten in dieser Erzählung auf. Sie wurde im Jahre 1937 veröffentlicht und der Verlag wünschte sich dringend eine Nachfolgeerzählung, die ebenfalls als Kinderbuch angelegt sein sollte.

Der Herr der Ringe als Welterfolg

Eine solche Nachfolgeerzählung, nämlich „Der Herr der Ringe“, wurde allerdings erst 1954 veröffentlicht. Diese sehr verzögerte Erscheinung hing einerseits mit anderen Aufgaben Tolkiens während des Zweiten Weltkrieges zusammen und andererseits mit seinem Perfektionismus. Es wurde in drei Bänden veröffentlicht (Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs), da in der Nachkriegszeit enorm hohe Papierpreise herrschten. Tolkien bestand jedoch darauf, sein Werk nicht als Trilogie zu begreifen. Seine Geschichte ist nämlich in sechs Bücher unterteilt, die seinen Vorstellungen nach in einer Gesamtausgabe hätten erscheinen sollen.

Der enorme Erfolg seines Werkes in den Vereinigten Staaten von Amerika ging von einem Raubdruck aus. Ein amerikanischer Verleger bat J.R.R. Tolkien um Erlaubnis, „Der Herr der Ringe“ als Taschenbuch veröffentlichen zu dürfen, doch Tolkien lehnte ab. Da die Taschenbuchrechte in den USA allerdings nicht eindeutig geregelt waren, veröffentliche er es trotzdem. Dies löste unter amerikanischen Studenten eine Kultbewegung aus, durch deren Unterstützung es Tolkien letztlich gelang, den Raubdruck einzustellen.

Später arbeitete Tolkien seine Mythologie im Silmarillion weiter aus, was er zu Lebzeiten allerdings nicht fertigstellen konnte und erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde. J.R.R. Tolkien starb am 2. September 1973 nach einer Krankheit. Er ist 81 Jahre alt geworden. J.R.R. Tolkien war der Meinung, man könne seine Bücher nicht verfilmen, weswegen er schon zu Lebzeiten die Filmrechte verkaufte. Besonders eine Verfilmung durch die Walt Disney Company wollte er verhindern.

Verfilmungen seiner Werke

Die erste Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ war dann jedoch ein Zeichentrickfilm von Regisseur Ralph Bakshi 1978, der allerdings nur die erste Hälfte der Erzählung behandelte. 1980 wurde die zweite Hälfte dann als Anime unter der Regie von Jules Bass und Arthur Rankin Jr. produziert, die später vor allem für „Das letzte Einhorn“ bekannt geworden sind.

Die erste Realverfilmung wurde unter der Regie von Peter Jackson produziert und kam 2001 bis 2003 in drei Teilen weltweit in die Kinos. Das war auch die erste Verfilmung, die sich in der Aufteilung der Geschichte in drei Teile an den drei Bänden der ersten Ausgabe orientierte. Peter Jackson war es auch, der 2011 bis 2014 „Der Hobbit“ filmisch umsetzte. Bemerkenswert dabei ist, dass die im Vergleich zu „Der Herr der Ringe“ relativ einfach Geschichte auf drei Spielfilme gestreckt worden ist, wozu einige Ausschmückungen der Geschichte notwendig waren.

Die erste Verfilmung des Hobbits war jedoch ein animierter Kurzfilm von Gene Deitch aus dem Jahre 1966. Außerdem haben Jules Bass und Arthur Rankin Jr. 1977 auch den Hobbit verfilmt, der stilistisch sehr der Verfilmung von „Das letzte Einhorn“ ähnelt.

Darüber hinaus gibt es einige Fanprojekte wie beispielsweise „The Hunt for Gollum“, ein Musical, Hörspiele und -bücher, Comics und Spiele.

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