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Dover

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So begrüßen die Klippen von Dover Heimkehrende und Besucher schon von weitem.

Schon lange, bevor die Fähre im Hafen von Dover anlegt, hat der Besucher sie vor Augen: die königlichen, weißen Klippen von Dover.

Sie sind das erste, was man sieht, wenn man nach England kommt, jenes Wahrzeichen, das einen schon von weitem grüßt und eine Ahnung von den Geheimnissen und Mysterien der Insel aufkommen lässt, schon bevor man überhaupt einen Fuß auf britischen Boden gesetzt hat. Sie sind aber auch das letzte, was man sieht, wenn man England wieder verlassen muss, ein letzter Abschiedsgruß einer Insel, die man lieben muss.

Wenn Nebel auf dem Meer liegt, dann denkt man bei ihrem Anblick unweigerlich an jenen magischen Vorhang, der sich in Marion Zimmer Bradleys Roman Die Nebel von Avalon zwischen die mystische Insel Avalon und die reale Welt schiebt. Und so verhält es sich auch mit den Klippen von Dover: Sie trennen das mystische England von der realen Welt, vom Kontinent, von Europa.

Dover: Wo Europa aufhört und England beginnt

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Es mag seltsam erscheinen, doch auch in einem vereinten Europa macht man hier noch einen deutlichen Unterschied zwischen Großbritannien und Europa. Dabei ist der Kontinent an dieser schmalsten Stelle des Ärmelkanals nur 33 Kilometer entfernt. Und doch beginnt hier eine andere Welt. Das spüren Reisende, die auf der Fähre nach Dover kommen. An besonders klaren Tagen kann man die weißen Klippen von Dover schon sehen, wenn man in Calais oder Dünkirchen den Hafen verlässt, und Frankreich ist noch in Sicht, wenn man England schon fast erreicht hat. Und doch passiert man einen magischen Vorhang, hinter dem sich das wunderbare mystische England mit all seinen Eigenheiten, Geheimnissen, Legenden und Schönheiten verbirgt. Besser noch als jeder Leuchtturm markieren die Kreisefelsen von Dover diesen Punkt.

Dabei sind sie bei Weitem nicht die einzigen weißen Klippen an der Küste von Südengland. Überall an der Südostküste sind sie zu finden. Doch die Begeisterung für gerade diese Klippen in Dover hat historische Tradition. Wollte man den Seeweg nach Britannien nicht länger als unbedingt notwendig werden lassen, landete man vom Festland aus über die Jahrhunderte hinweg in Dover. Und so geht es den Besuchern und Reisenden noch heute.

Nicht immer waren die White Cliffs of Dover dabei anheimelender Heimathafen. So manchem, der England erobern wollte, erschienen sie eher als uneinnehmbare Trutzburgen, war es doch nur an wenigen Stellen möglich, an Land zu gehen. Und dort, wo es möglich war, geriet man in das Visier von Dover Castle, einer der eindrucksvollsten Festungen Großbritanniens, die auch heute noch für den Ernstfall gerüstet ist. Dover Castle galt als „der Schlüssel zu England“. Wer die Burg besaß, dem standen Tür und Tor nach England offen. Kein Wunder, dass alles daran gesetzt wurde, dieses Castle zu jeder Zeit stark und wehrhaft und auf dem neusten Stand der Technik zu halten.

Der Schlüssel zu England: das mächtige Dover Castle

Trutzig und uneinnehmbar thront Dover Castle über den berühmten Klippen.

Schon lange bevor die Normannen hier ihr Castle errichteten, war Dover ein wehhafter Stützpunkt mit Blick über den Ärmelkanal. Aus dieser Zeit jedoch stehen nur noch ein alter römischer Leuchtturm und eine sächsische Kirche. Als Wilhelm der Eroberer 1066 die Schlacht bei Hastings für sich entschieden hatte und nun danach strebte, ganz England einzunehmen, war es deshalb eine naheliegende Entscheidung, auf dem Weg zur Krönung nach Westminster Abbey einen Bogen über Dover zu schlagen, jene Festung, die als uneinnehmbar galt.

Es hieß, eine starke Armee würde diesen strategisch wichtigen Punkt halten. Doch Wilhelms Siegeswille wurde nicht herausgefordert, denn die Engländer waren nach der verlorenen Schlacht panisch vor Angst und ergaben sich bedingungslos. Bei Wilhelm von Poitiers heißt es in seinen Chroniken „Gesta Guillelmi II ducs Normannorum - Histoire de Guillaume le Conquérant“, Wilhelm der Eroberer habe anschließend acht Tage damit verbracht, einen Erdwall zur Verteidigung in Dover zu errichten, bevor er zu seinen Krönungsfeierlichkeiten weiterzog. Er konnte und wollte Dover nicht ungeschützt lassen und damit seine noch unsichere Herrschaft riskieren. Auch dies ist ein Beweis für die wichtige strategische Bedeutung von Dover Castle.

Erst Mitte des 12. Jahrhunderts erhielt die Burg dann ihr annähernd heutiges Aussehen. Der große rechteckige Bergfried und die inneren und äußeren Höfe sind charakteristisch für diese Festung. Von da an war Dover Castle immer wieder das Ziel von Belagerungen und Angriffen, sei es durch die Franzosen, die 1216 die erste Belagerung starteten, durch die Aufständischen im Englischen Bürgerkrieg oder später durch die Nazis. Im Laufe von 800 Jahren wurde die Festung immer wieder umgebaut und weiter verstärkt, mit Tunneln und neuen Geschützstellungen versehen, und mit einem Burggraben umgeben. Zwar ist den Besuchern Dover Castle heute in großen Teilen zugänglich und English Heritage hält einen Großteil der Anlage, doch noch immer wäre es jederzeit möglich, Dover Castle als Verteidigungsanlage zu reaktivieren. Offizieller Kommandant der Burg ist der Lord Warden of the Cinque Ports, Admiral Michael Boyce, der 2002 die Königin Mutter als Befehlshaber ablöste.

Gefährdete Schönheiten: Die Kreidefelsen von Dover

Während die Burg im Besitz des English Heritages ist, stehen die Klippen von Dover unter dem Schutz des National Trust. Seit 1968 kaufte die größte Kulturschutzorganisation Europas Schlösser, Gärten, Landbesitz und Küstenabschnitte systematisch auf, um sie vor Bebauung und Ausbeutung zu bewahren. 2012 endlich wurde dieses ehrgeizige Unterfangen abgeschlossen: 17,3 Kilometer rings um Dover gehören nun der Organisation – bezahlt zum größten Teil mit den Spendengeldern der Briten, die ihre Klippen lieben und große patriotische Gefühle mit diesem Wahrzeichen verbinden. Denn fest steht: So massiv und uneinnehmbar die Klippen auch wirken, sind sie doch zerbrechlich und gefährdet. Die abgestürzten Felsen entlang der Küste legen davon beängstigend eindrucksvoll Zeugnis ab. Der National Trust setzt deshalb alles daran, zu verhindern, dass dieses nationale Symbol verschwindet.

Fragte man die Engländer jedoch danach, was sie mit den Kreidefelsen von Dover verbinden, dann gebe es wahrscheinlich viele verschiedene, individuelle Antworten. Doch wichtig ist, dass die Klippen für die Bewohner dieser magischen Insel überhaupt eine Bedeutung haben – und das in einer Zeit, in der das Nationalbewusstsein allgemein deutlich geschrumpft ist. Schottland und Wales streben nach Unabhängigkeit und die vielen Einwanderer sorgen für eine unendliche Vielfalt von Nationen.

Doch auf die Klippen von Dover können sie sich alle einigen, denn die meisten von ihnen haben schon einmal erlebt, wie es ist, wenn man aus der Fremde nach Hause zurückkehrt und die weißen Kreidefelsen von Dover am Horizont ein Willkommen glitzern. Und genau das ist der Zauber dieses Ortes, dessen verschlafenes Städtchen außer dem Hafen in der Bucht und einigen alten Villen entlang der Strandpromenade nicht viel zu bieten hat. An Land genießen Sie die Schönheit der Klippen übrigens am besten auf der etwa zweistündigen Wanderung nach Folkestone oder bei einer geführten Wanderung mit den einheimischen White Cliff Greeters. Der Zauber der weißen Klippen von Dover wird dann auch Sie gefangennehmen.

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