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Beachy Head

Beachy Head

Beachy Head

Schön und gefährlich zugleich: Beachy Head im Sonnenuntergang

Das unschuldige Weiß, in das sich die Klippen von Beachy Head hüllen, trügt: Die mächtigen schroffen Felsen sind ein Ort mit einer düsteren Aura. An keinem anderen Ort des Vereinigten Königreichs begehen so viele Menschen Selbstmord wie am Beachy Head. Das scheint verwunderlich, denn eigentlich präsentiert sich Südengland hier von ihrer schönsten Seite. Doch im mystischen England liegen wunderschön und verwunschen eben oftmals nah beieinander. Auch bei Beachy Head, einem Ort, an dem es vor Geistern – Wen wundert’s? – nur so wimmelt.

162 Meter ragen die Klippen hier steil auf und auch wenn diese bei weitem nicht so bekannt sind wie die von Dover, so ist Beachy Head doch ein Naturphänomen, das man gesehen haben muss. Das satte Grün des Grases, das dann schroff in die weißen Kreidefelsen abfällt, die sich scharf vor dem blauen Meer und dem Himmel abzeichnen – all das ergibt einen wahrhaft schönen Anblick. Zugleich aber liegt Beachy Head im Naherholungsgebiet mehrerer Großstädte, darunter auch London. Seltsamer Weise scheint diese Kombination auf Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen, eine seltsam anziehende Wirkung zu haben. Oder verbirgt sich dahinter vielleicht etwas ganz anderes? Ist dieser Ort vielleicht das, was man im Volksmund als verwunschen bezeichnen würde; gibt es hier etwas Dunkles und Verborgenes, das die Menschen nahezu magisch anzieht?

Die Geistergeschichten von Beachy Head

Irgendwas hat der Beachy Head an sich, das Menschen in die Tiefe zieht.

Seit Jahrzehnten schon berichten die Besucher von Beachy Head von einem schwarz gewandeten Mönch, der die Besucher an den Klippen zum Sprung in den Tod verführt. Manche berichten sogar, er würde die Menschen den Abhang hinunter stoßen. Es heißt, der Mönch sei selbst während der großen Auflösung der Kloster unter Heinrich VIII. und der damit einhergehenden Katholiken-Verfolgung die Klippen hinunter gestoßen worden und dabei zu Tode gekommen.

Nun würde er Rache fordern. Wenn dem so ist, wäre es nicht verwunderlich, wenn einige der geisterhaften Erscheinungen, von denen die Menschen auf dem Beachy Head berichten, die Geister von Menschen sind, die hier auf die eine oder andere Weise ihr tragisches Ende gefunden haben. Mehrere Ausflügler berichteten von einer weißen, schemenhaften Figur, die auf dem Klippenrand entlang schwebte und dann schließlich verschwand. Auch eine geisterhafte Frau mit einem kleinen Bündel im Arm soll gesehen worden sein, die sich von den Klippen stürzte.

Ein Polizist, in dessen Einsatzgebiet der Beachy Head liegt, gab im Interview mit Andrew Green, der für das Buch „Ghosts of Today“ recherchierte, an, dass es auf den Klippen „etwas sehr seltsames“ gäbe, „das selbst sehr unerschrockene Menschen in einen Zustand von Schwindel und Angst versetzt.“ T.C. Lethbridge, ein inzwischen pensionierter Forscher paranormaler Aktivitäten, gab im gleichen Buch an, er vermute auf den Klippen eine böse Präsenz, die Menschen dazu brächte, sich selbst das Leben zu nehmen. Er bezeichnete diese Präsenz als „ghoul“, ein Begriff, der normaler Weise im arabischen Kulturkreis für leichenfressende Fabelwesen verwendet wird. Lethbridges Frau will auf den Klippen eine Stimme gehört haben, die sagte: „Würdest du nicht gerne springen?“ Um den tödlichen Kreislauf von Verführung und Rache zu beenden, patrouillieren auf dem Beachy Head inzwischen Seelsorger, die potentielle Selbstmörder zurückhalten und betreuen.

Was es sonst am Beachy Head zu sehen gibt

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Wer allerdings nicht an Geister und Spuk glaubt, für den ist Beachy Head vor allem eins: landschaftlich sehr reizvoll. Der höchste Kreidefelsen Großbritanniens ist Teil der South Downs und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der eindrucksvollen Seven Sisters, einer Kette von Kreidefelsen, die sich an die Küstenlinie schmiegt. Ihre Wellenform macht die Seven Sisters zu einem sehr beliebten Fotomotiv. Erosion ist jedoch ein großes Problem in der Region und nicht selten stürzen Felsbrocken ab, die unter anderem die Existenz des Dorfes Birling Gap bedrohen.

Der Leuchtturm von Beachy Head ist – wenigstens tagsüber und bei guter Sicht – fast überflüssig, denn schließlich strahlen die Klippen selbst in einem Weiß, das vom Meer aus kaum zu übersehen ist. Seefahrern auf dem Ärmelkanal galt der Kreidefelsen deshalb schon immer als wichtiges Landmark. Doch was bei gutem Wetter ein Segen ist, ist bei Sturm und schlechter Sicht ein Fluch. Nicht selten wurde Beachy Head den Seefahrern zur Gefahr. Deshalb errichtete man hier 1831 das Belle Tout Lighthouse, der auf einer Klippe westlich von Beachy Head thronte. Auf Grund seiner exponierten Lage war er jedoch bei Nebel und niedrig hängenden Wolken kaum zu sehen, weshalb man sich entschied, einen 43 Meter hohen Leuchtturm im Meer vor Beachy Head zu errichten, der dort heute noch steht. Seit 1902 leitet er Schiffe sicher an den unglückseligen Klippen vorbei und ist bis in eine Entfernung von 42 Kilometern sichtbar.

Der alte Leuchtturm, das Belle Tout Lighthouse, ist heute in Privatbesitz, steht aber längst nicht mehr dort, wo es ursprünglich errichtet wurde. Um es vor der Erosion und dem Absturz zu bewahren, wurde es 1999 17 Meter landeinwärts verschoben - eine beachtliche logistische Leistung.

Und so entscheiden Sie ganz allein, was aus Ihrem Besuch in Beachy Head wird, ob Sie einen Spaziergang entlang der malerischen Küste unternehmen wollen, oder ob Sie den Geistern an diesem verwunschenen Ort nachspüren wollen. Nur um eines bitten wir inständig: Bitte folgen Sie den Stimmen nicht über den Rand der Klippen von Beachy Head!

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