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Land’s End

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Dort, wo Cornwall auf das Meer trifft: Land's End

Es gibt Orte, an denen kommt man in einem Cornwall-Urlaub kaum vorbei – selbst wenn man weiß, dass der Ort selbst nicht weiter aussergewöhnlich ist. Land’s End ist so ein Ort. Nach Land’s End kommt man nicht, weil die Klippen hier besonders dramatisch und atemberaubend sind, oder weil die grüne Hügellandschaft im Hinterland besonders idyllisch ist. Man kommt auch nicht hierher, weil man sich beste Unterhaltung vom Besucherzentrum erwartet. Land’s End ist ein symbolischer Ort: das westliche Ende des britischen Festlands.

Schon im Namen schwingt etwas mit, das nach Fernweh klingt. Es ist ein Wendepunkt (zum Beispiel auf einer Cornwall-Rundreise), ein Wegmarker, ein Ausgangs- oder ein Endpunkt. Wer die Südküste Englands abfährt, hat von dem Moment an, in dem er in Dover von der Fähre fährt, Land’s End im Blick und steuert darauf zu. Wer eine Rundreise durch Cornwall unternimmt, erreicht hier das Bergfest und wendet sich nach Norden. Wer den South West Coast Path entlang laufen möchte, nimmt Land’s End als Ausgangs- oder Endpunkt.

Von Land’s End bis John o’ Groats

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Und Land’s End ist der Anfang bzw. das Ende einer der größten Herausforderungen auf Großbritanniens: der Wanderung von Land’s End bis John o’ Groats. „Von Land’s End bis John o’ Groats“ ist auf der Insel inzwischen zum geflügelten Wort geworden und wird immer dann verwendet, wenn man von großen Entfernungen spricht. Knapp 1400 Kilometer liegen zwischen den beiden Punkten, die so weit von einander entfernt sind, wie keine zwei anderen Punkte auf dem britischen Festland. Wer von Land’s End nach John o’Groats wandert oder fährt, der durchquert Großbritannien komplett: vom südwestlichsten Punkt Englands zum nordöstlichsten Punkt Schottlands.

Jährlich stellen sich Tausende dieser Herausforderung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder auf Inline-Skates, auf dem Skateboard oder im Rollstuhl. Auch das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und als Anhalter kommt auf dieser Strecke immer mehr in Mode. Sie alle wollen sich in den Gästebüchern verewigen, die an beiden Punkten ausgelegt werden und jenen vorbehalten sind, die die Strecke zurückgelegt haben. Immer wieder werden dabei beachtliche Rekorde aufgestellt. Während man normaler Weise davon ausgeht, das Radfahrer knapp 2 Wochen unterwegs sind und Wanderer 2 bis 3 Monate für die Expedition brauchen, gibt es Menschen, die die Strecke innerhalb von 9 Tagen gerannt sind. Das ist besonders beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Läufer natürlich nicht die kürzeste Strecke zwischen den beiden Punkten laufen, sondern auf den Off-Road-Touren bis zu 1.900 Kilometer zurücklegen.

Rekorde von und nach Land’s End

Die Idee hinter Land’s End inspiriert die Menschen zu den merkwürdigsten Aktionen. Seit Barbara Moore 1960 als Erste die Strecke zwischen John o’Groats und Land’s End zurückgelegt hat, schob beispielsweise eine Gruppe junger Männer eine Badewanne quer über die Insel und ein Golfspieler aus Surrey legte die Strecke 2005 zurück, während er Golfbälle spielte. David Sullivan brauchte für die 1.100 Meilen sieben Wochen und erhielt anschließend einen Eintrag im Guiness-Buch für die längste Distanz zum Loch. Im Rollstuhl wurde die Strecke einmal in 7 Tagen und 5 Stunden zurückgelegt.

Für Aufsehen sorgte auch den Pensionär Richard Elloway aus Somerset, der in zwei Wochen, acht Stunden und 30 Minuten von Landsend an den nordöstlichsten Punkt Schottlands fuhr, ohne dafür auch nur einen Pence zu bezahlen. Er nutzte hierfür ein Senioren-Ticket, das es Menschen über 60 erlaubt, kostenfrei bestimmte Busse zu benutzen. Inzwischen gibt es eine „offizielle“ Route für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die knapp 23 Stunden dauert und 216 Pfund kostet: Von Land’s End geht es mit dem Bus nach Penzance, von dort mit dem Zug nach Crewe, wo Sie in den Nachtzug London-Inverness umsteigen und dann mit zwei Bussen zunächst nach Wick und nach John o’Groats fahren. In solcher Geschwindigkeit einmal quer über die Insel zu reisen und zu beobachten, wie sich die Landschaft so dramatisch verändert, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Ein kurzer Besuch in Land’s End

Zwischen Land's End und John o'Groats liegen 847 Meilen.

Doch ein Besuch in Land’s End bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Großbritannien begeben müssen. Sie können auch einfach nur einen Tagesausflug zum südwestlichen Zipfel unternehmen. Ganz korrekt wird es übrigens, wenn Sie auch Lizard Point einen Besuch abstatten, dem eigentlichen südlichsten Punkt Englands, etwa 40 Kilometer südöstlich von Land’s End. Wenn Sie dem Trubel in Land’s End etwas entgehen wollen, kommen Sie entweder besonders früh oder besonders spät dorthin. Oder Sie übernachten gleich im Land’s End Hotel und haben den sonst so turbulenten Touristen-Hotspot am späten Abend ganz für sich allein.

Tagsüber wimmelt es im sehr touristisch ausgerichteten Themenpark nur so von Besuchern, die durch die Souvenir-Läden, die multimedialen Ausstellungen und Restaurants flanieren, sich vor dem legendären Schild ablichten lassen und Postkarten vom „letzten Briefkasten Englands“ verschicken, die mit einem besonderen Stempel versehen werden. Wenn Sie sich etwas weiter vom Besucherzentrum entfernen, bieten die zum Teil bis zu 60 Meter hohen Klippen tolle Möglichkeiten für Wanderungen, Vogel-, Robben- und sogar Walbeobachtungen.

Weitere Sehenswürdigkeiten Land’s End

Die Küste bei Land's End bietet viele Möglichkeiten für Urlauber.

Ein Besuch in Land’s End lässt sich sehr gut mit weiteren Unternehmungen verbinden. So befinden sich zum Beispiel St. Michael’s Mount, das Wahrzeichen von Cornwall, das Seebad Penzance und das Künstlerdorf St. Ives mit seiner mediterranen Anmutung in unmittelbarer Nähe und können binnen 30 Minuten mit dem Auto erreicht werden.

Gleiches gilt auch für das malerische Örtchen Mousehole an der Ostküste der Halbinsel, das immer wieder als das schönste Städtchen Südenglands bezeichnet wird. Auch an mystischen Sehenswürdigkeiten ist die Region reich. So lohnt sich ein Abstecher zu den Merry Maidens, zum Carn Euny, zum Ballowall Barrow und zum Boscawen-un. Sehenswert, aber etwas weiter entfernt, sind auch Chysauster Ancient Village und der magische Mên-an-Tol.

Etwa 45 Kilometer Land’s End liegen die Isles of Scilly im Atlantik. Eine Fähre bringt Sie dorthin. Dabei passieren Sie jene Meeresstraße, die heute das Festland von den Inseln trennt und von der es heißt, darunter liege das versunkene Land Lyonesse verborgen, ein Königreich, das immer wieder im Zusammenhang mit der Legende um König Artus erwähnt wird.

Anreise Land’s End

Der südwestlichste Zipfel von England ist nicht nur touristisch sondern auch verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Von Exeter aus nehmen Sie die A30 in Richtung Penzance und von dort aus folgen Sie dann den Ausschilderungen in Richtung Sennen und Land’s End. Die A30 führt bis direkt nach Landsend, verwandelt sich aber von einer zweispurigen in eine enge einspurige Straße, die sich zwischen Feldern und Steinmauern hindurch zur Küste windet. Folgen Sie ganz einfach den Ausschilderungen. Das große Schild Land’s End, kurz vor dem Parkplatz, können Sie dann kaum übersehen.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie Land’s End besuchen – auch wenn die Anfahrt dann etwas umständlich ist. Entweder Sie nehmen von Exeter aus den Zug nach Penzance (etwa 3 Stunden) und steigen dann dort in den Bus 1A in Richtung Land's End, Car Park ein, oder Sie fahren von Exeter aus mit dem Zug zunächst nach Plymouth und dann nach Penzance, wo Sie den Bus der Linie 300 nehmen.

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