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Tate Modern

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Tate Modern

Die Tate Modern fügt sich in das Stadtbild ein und sticht doch daraus hervor.

Die Londoner Tate Modern ist ein Museum, bei dem selbst jene zu Kunstliebhabern werden können, die sonst von moderner Kunst nicht allzu viel halten. Die Tate Gallery of Modern Art ist das weltgrößte Museum für moderne Kunst. Gemeint ist dabei der Zeitraum zwischen 1500 bis heute. Nirgendwo sonst erlebt man so viele Größen der Kunstgeschichte – des Impressionismus, Kubismus, Fauvismus, Futurismus, Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus – an einem Ort, wie in dem zum Museum umfunktionierten alten Kraftwerk, das heute das Herz der Tate Modern ist.

Mit ihrem weithin sichtbaren Turm, der bei Dunkelheit ebenso gleißend erstrahlt wie der Rest des Museums, wird die Tate Modern nicht selten als „phantastische Kathedrale der internationalen modernen Kunst“ in London bezeichnet. Und tatsächlich: Sie ist Pilgerziel von jährlich etwa 4 Millionen kunstbegeisterten Besuchern, Ort der Anbetung großer Meisterwerke und des beinahe überirdischen Staunens über das, was Künstler, wie Pablo Picasso, Georges Braque, Henri Matisse, Piet Mondrian, Marcel Duchamp, Salvador Dalí und Andy Warhol, geschaffen haben. Sie alle sind hier vertreten, die Großmeister der modernen Kunst, alle vereint an einem einzigen Ort in London.

Sie finden die Tate Modern unter folgender Adresse: Bankside, London SE1 9TG. Die nächsten Underground Stationen sind London Bridge, Southwark und Blackfriars. Die Tate Modern ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Bestellen Sie hier Ihren Reiseführer für London.

Das verspielte Konzept der Tate Modern

Die Empfangshalle der Tate Modern künstlerisch durch ein Fischaugen-Objektiv betrachtet.

Die Tate Modern ist nicht umsonst eines der meistbesuchten Museen für moderne Kunst. Sie ist vor allem deshalb so beliebt, weil sie Impressionismus, Kubismus, Expressionismus und Co. das Ernsthafte, das Strenge, das Langweilige genommen hat. In der Tate Modern soll moderne Kunst Spaß machen. Befreit aus ihrem gewohnten Umfeld, wo sie oft grotesk und lächerlich wirkt, manchmal auch absichtlich grauenerregend und abstoßend, manchmal schlicht und ergreifend unverständlich, wird Kunst in der Tate Modern greifbar. Das Museum versteht sich mehr als Spielplatz denn als Ort der stillen Betrachtung. Vergnügen und Kunst waren hier plötzlich keine Gegensätze mehr, als das neue Museum im Jahr 2000 eröffnet wurde.

Damals feierte die Tate Modern bereits ihr 100-jähriges Bestehen, doch anstatt sich auf die Tradition zu besinnen, ging man in dem umgebauten E-Werk an der Themse ganz neue Wege – und machte so auch jenen Lust auf Kunstgenuss, die sonst ohne einen zweiten Blick an einem Museum für moderne Kunst vorbeigehen würden. 134 Millionen Pfund hat es sich die Stiftung kosten lassen, den Backsteinkoloss gegenüber der St. Paul's Cathedral umbauen zu lassen. Doch es war Geld, das gut angelegt war. Denn die neue Tate Modern bringt auch das erfrischend Experimentelle der modernen Kunst zum Ausdruck.

Kunst ist in der Tate Modern nicht mehr länger steif und in ihren Räumen auf ewig festgenagelt; das Museum ist nicht länger ein kunsthistorisches Archiv. Deshalb hat man darauf verzichtet, die Dauerausstellung chronologisch nach Kunstepochen zu gliedern. Das wäre zu kurz und zu engstirnig gedacht. In der Tate Modern findet zusammen, was zusammen gehört – und was gemeinsam Sinn ergibt. Dabei bewiesen die Kuratoren großen Mut zu ungewöhnlichen Kompositionen, die anderen Ausstellern in aller Welt Schweißperlen auf die Stirn treiben würden.

Da hängen Monets Wasserrosen neben dem Gemälde einer Schlammlandschaft von Richard Long; dort kombiniert man den Futuristen Umberto Boccioni mit einer Plastik mit dem Pop-Gemälde „Wham!“ von Roy Lichtenstein. All diese Werke sind für sich allein genommen schon Kunst, doch in der neuen Interpretation in der Tate Modern werden sie in einen größeren Kontext eingeordnet. Kunst wird dreidimensionaler, weniger verschult, mehr auf Erlebnisse ausgerichtet. Zahllose andere Museen in aller Welt haben sich von diesem Vorbild inspirieren lassen und ebenfalls versucht, ihre Exponate thematisch zu ordnen. Doch keinem anderen ist das so gut gelungen, wie der Tate Modern in London.

Ihr Besuch in der Tate Modern in London

Während Ihres Aufenthalts in der Tate Modern wandern Sie durch die Themenbereiche States of Flux (Aufbruchstimmung), Idea and Objekt (Idee und Objekt), Poetry and Dream (Dichtung und Traum) und Matter and Gestures (Materie und Gesten). Daneben gibt es eine Vielzahl von Sonderausstellungen und große Einzelobjekte, die in der Eingangshalle, der ehemaligen Turbinenhalle, ausgestellt werden. Jedes Jahr ist der kathedralenartige Raum, der mit 155 Metern Länge und 30 Metern Höhe eine echte Herausforderung ist, von einem anderen Künstler bespielt. Installationen und Kunst zum Anfassen (etwa die silbrig glänzenden Rutschen über fünf Stockwerke von Carsten Höllers) sorgen für einen grandiosen Empfang und geben gleich zu Beginn einen Eindruck davon, wie das Konzept der Tate Modern funktioniert.

Das und die ständigen Erweiterungsbemühungen des Museums sorgen dafür, dass es sich immer wieder lohnt, der Tate Modern einen Besuch abzustatten – egal, wie oft man schon da war. 2016 wolle man so zum Beispiel mit dem Bau einer Backsteinpyramide beginnen. Der Anbau auf der Südseite des Hauptgebäudes soll die jetzige Ausstellungsfläche von 23.000 Quadratmetern um 60 % erweitern. Einen Mangel an frischen jungen Künstlern und Meisterwerken der modernen Kunst, die man darin ausstellen kann, gibt es wahrlich nicht.

Übrigens: Die Tate Modern ist nur ein Museum im Netzwerk der Tate Gallery, das außerdem die 1897 eröffnete Tate Britain, die Tate Liverpool und die Tate St. Ives umfasst. Letztere wurde 1993 in dem malerischen Küstenort St. Ives in Cornwall eröffnet, der schon lange als Hideaway für Künstler gilt. Seit 1998 gehört auch die Website Tate Online zum Netzwerk. So kann man auch dann 8.000 Ausstellungsstücke bestaunen, wenn man gerade nicht in England weilt. All das gehört zum großen Bestreben der Tate Modern, die moderne Kunst mitten in das Leben zu integrieren. Ein Ansatz, der ihr wunderbar gelingt.

Sie finden die Tate Modern in der Londoner Bankside (Postcode SE1 9TG), die Sie mit der London Underground über die Stationen Southwark oder Blackfriars erreichen. Der Eintritt ist kostenlos. Die Tate Modern ist täglich von 10.00 – 18.00 geöffnet und nur über die Weihnachtsfeiertage geschlossen. Weitere Sehenswürdigkeiten in London, die Sie während Ihres Aufenthalts besuchen können, finden Sie dann hier bei uns.

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