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Big Ben

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Der Schlag von Big Ben ist der Puls von London

Londoner Wahrzeichen und die unglückselige Geschichte der Glocke

Big Ben ist unter den Sehenswürdigkeiten von London für gewöhnlich eines der ersten Highlights, das genannt wird. Wer nach London kommt, stattet Big Ben einen Besuch ab. Man sagt „Big Ben“ und meint den im neugotischen Stil errichteten Uhrturm gleich neben dem Palace of Westminster. Das hat sich zwar so eingebürgert, ist aber nicht ganz korrekt, denn eigentlich bezeichnet der Name „Big Ben“ lediglich die größte und schwerste der fünf Glocken im Inneren des Uhrenturms.

Big Ben wiegt ganze 13,5 Tonnen und die Melodie, mit der er die volle Stunde ankündigt, ist legendär. Im Volksmund nennt man sie „The Voice of Britain“, die Stimme Britanniens. Sie ist unverwechselbar und ein Muss für alle, die London einen Besuch abstatten.

Wie aber heißt dann nun der Turm, in dem Big Ben Tag ein, Tag aus über den Dächern von London die Zeit verkündet? Bis 2012 trug der 96 Meter hohe Turm den schlichten Namen The Clock Tower. Anlässlich des 60. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. im Jahr 2012 entschied man sich jedoch dafür, den weltberühmten Turm umzubenennen – und gab ihm den Namen „Elizabeth Tower“.

Sie finden Big Ben unter folgender Adresse: Westminster, London SW1A 0AA. Gleich daneben befindet sich die U-Bahn-Station Westminster. Bestellen Sie hier Ihren Reiseführer für London.

Ob sich dieser Name gegen „The Clock Tower“ durchsetzen kann, ist schon mehr als fragwürdig, ob er aber gegen „Big Ben“ ankommen kann, jenen Namen, der sofort jedem London-Urlauber beim Anblick des Turmes durch den Kopf schießt, kann man getrost bezweifeln. Dieser Spitzname hat etwas Sympathisches, irgendwie Vertrautes. Clock Tower und Elizabeth Tower kann es überall auf der Welt geben, aber einen Big Ben gibt es eben nur in London.

Big Ben – ein Name mit vielen Irrtümern und Rätseln

Big Ben steht auf dem Pflichtprogramm für jeden London-Urlaub.

Dabei weiß man noch nicht einmal mit Sicherheit, woher der Name Big Ben eigentlich kommt. Das klingt zunächst sehr geheimnisvoll und vielversprechend, immerhin befinden wir uns im mystischen England. Doch Experten haben zwei Theorien entwickelt, die am Ende vielleicht doch gar nicht so geheimnisvoll sind. Die erste Möglichkeit der Namensherleitung geht auf Sir Benjamin Hall zurück. Er war zum Zeitpunkt der Installation der Glocke – Mitte der 1850er Jahre – First Commissioner of Works, also so etwas wie der Minister für Arbeit. Der Ansatz ergibt Sinn, denn der Glockenschlag gab den Takt vor, nach dem die Menschen in der Stadt ihre Arbeit verrichteten, er kündigte Anfang und Ende eines jeden Arbeitstages an, startete und beendete Schichten.

Die zweite mögliche Erklärung nennt Ben Caunt als Vorbild für den Namen Big Ben, was ja immerhin so viel bedeutet, wie Großer Ben(jamin). Caunt war Schwergewichtsboxer und hatte im Jahr 1857 seinen letzten Kampf. Er endete unentschieden, weil beide Boxer zu erschöpft waren, um ihn fortzusetzen. Im Laufe seiner Karriere hatte man Ben Caunt die Spitznamen „Torkard Giant“ und „Big Ben“ verliehen. Vielleicht fühlten sich die Menschen von London beim Klang dieser kraftvollen, schweren Glocke an den Boxer erinnert und übertrugen deshalb seinen Spitznamen auf ihn. Vielleicht ist es aber auch nur Zufall und tatsächlich steckt hinter dem Namen eine ganz andere Geschichte. Ganz sicher werden wir das wohl nie erfahren. Der Volksmund hat den Namen für die Great Bell und den ganzen Turm angenommen – und dabei wird es bleiben.

Die unglückselige Geschichte von Big Ben

Als der Architekt Charles Barry nach dem Brand des Parlaments im Jahr 1834 seine ersten Entwürfe für den Palace of Westminster vorlegte, beinhalteten sie weder einen Uhrturm, noch eine gigantische Uhr, noch eine riesige Glocke.

Doch Mitte der 1850er Jahre wollte sich das englische Parlament am Puls der Zeit zeigen – im wahrsten Sinne des Wortes – und beauftragte Barry damit, seinem Entwurf einen Uhrturm hinzuzufügen. Barry tat wie ihm geheißen, entwarf aber einen Turm, der wesentlich größer und prachtvoller war als alles, was die Herren aus dem Parlament erwartet hätten. Nicht nur eine Uhr, sondern gleich vier sollten in alle Himmelsrichtungen die Uhrzeit verkünden, unterstützt von einer gewaltigen Glocke.

Man beauftragte George Airy, den königlichen Uhrmacher, mit dem Bau der Uhr für den Clock Tower und Airy setzte sich kein geringeres Ziel, als die akkurateste aller Uhren zu entwickeln. „Die große Uhr soll so akkurat arbeiten, dass der erste Schlag einer jeden Stunde nur um maximal eine Sekunde abweichen darf.“ So ambitioniert, wie Airys Pläne für die Uhr im Turm waren, so ambitioniert waren auch die Pläne für die Clocke im Inneren des Towers. Es brauchte eine große Glocke, die Great Bell, für die volle Stunde, und kleinere Glocken, die zu jeder Viertelstunde läuten sollte. Zur vollen Stunde sollten sie dann alle gemeinsam eine Arie aus Händels „Messiah“ anstimmen, jene Melodie, die heute als „Westminster Chime“ bekannt ist – „The Voice of Britain“.

Big Ben und das Drama um die Glocke

Die Geschichte von Big Ben ist gespickt mit kleinen und großen Unglücksfällen.

Die große Glocke wog beeindruckende 17 Tonnen. Sie kam auf einer Barke über die Themse nach Westminster und wurde dann von 16 weißen Pferden über die Westminster Bridge zum Uhrturm gezogen. Weil der Turm aber noch nicht ganz fertig war, hängte man die Glocke zunächst in den Garten, wo man sie hin und wieder zu Testzwecken anschlug. Und da geschah es am 17. Oktober 1857, dass Big Ben kaputt ging. Die riesige Glocke hatte einen Riss – und zersplitterte schließlich.

Das, was von der Glocke übrig war, schmolz man ein und ließ daraus eine neue Glocke fertigen. Sie wog ganze drei Tonnen weniger als ihre Vorgängerin. Unterdessen wurde weiter fleißig am Uhrturm gebaut – bis jemandem auffiel, dass Big Ben zu breit war, um durch das Innere des Turms in dessen Spitze zu gelangen.

Es schien, als liege eine Fluch auf der Great Bell. Und die Geschichte geht noch weiter: Kaum hatte man eine Lösung gefunden, um Big Ben schließlich an seinen Platz zu bringen, ging die Glocke kurz nach ihrer Inbetriebnahme zum zweiten Mal kaputt. Ein neuer Riss zog sich durch die Außenwand. Diesmal gab man Edmund Beckett Denison die Schuld. Sein Schlaghammer sei zu groß für die Glocke gewesen. Weil sich Big Ben aber nicht mehr ohne weiteres aus dem Uhrturm entfernen ließ – dafür hätte man die Glocke mit ihren zahllosen Rädchen und Mechanismen entfernen müssen – entschied man sich, Big Ben stattdessen um eine viertel Umdrehung zu drehen, sodass der Hamme eine andere Stelle treffen und den Riss nicht vergrößern würde. Bis heute können Besucher des Big Ben den Riss in der Glocke sehen, der an die unglückliche Anfangsgeschichte der legendären Great Bell erinnert.

Seither, seit 1859, ziehen Big Ben und der eindrucksvolle Elizabeth Tower täglich zahllose Touristen an, die es in ihrem London-Urlaub um nichts in der Welt verpassen wollen, Big Ben schlagen zu hören. Damit die Uhr bis heute so akkurat arbeitet, wie sich das George Airy Mitte des 19. Jahrhunderts erträumte, sind rund um die Uhr vier Mechaniker im Einsatz, die den stolzen Namen „Keeper of the Great Glock“, Hüter der Großen Uhr, tragen. Statten Sie Big Ben bei Ihrem nächsten London-Urlaub unbedingt einen Besuch ab.

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