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Remembrance Day

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Am 11. November um 11:11 beginnt bekanntlich in Deutschland die fünfte Jahreszeit. Das fröhliche Ereignis lässt völlig vergessen, was der britischen Bevölkerung durchaus noch bewusst ist.

Um diese Zeit wurde das Ende des Ersten Weltkriegs mit dem Waffenstillstand von Compiègne besiegelt, das Blutvergießen wurde nach zahlreichen Toten auf allen Seiten endlich gestoppt. Heute wird dieser Tag als Nationalfeiertag gefeiert und als Remembrance Day bezeichnet, bekannt ist er aber auch als Poppy Day?

Die Ereignisse des 11. Novembers 1918

Der deutschen Obersten Heeresleitung war Anfang 1918 durchaus bewusst, dass die Niederlage der deutschen Truppen nicht mehr abzuwehren war. Bereits im Jahr davor hatte der linke Politiker August Bebel tatkräftig dafür gesorgt, dass die Bevölkerung nicht mehr an einen Sieg glaubte und teilweise sogar den Waffenstillstand forderte. Hindenburg und Ludendorff, die beiden führenden Persönlichkeiten der deutschen OHL, kämpften jedoch so lange erbittert weiter, bis auch ihnen die Niederlage bewusst wurde.

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Dies war später während der Weimarer Republik die Basis der Dolchstoßlegende, bewirkte aber zunächst den Rücktritt der OHL und einen kompletten Führungswechsel unter Prinz Max von Baden. So kam es am 11. November 1918 schließlich dazu, dass sich der deutsche Staatssekretär Matthias Erzberger auf den Weg nach Compiègne machte, um dort mit dem französischen Marschall Ferdinand Foch den Waffenstillstand zwischen Deutschland und den Westmächten - und damit auch Großbritannien - zu schließen. Besiegelt wurde er in einem Eisenbahnwaggon in einem Waldstück nahe Compiègne.

Remembrance Day in Großbritannien

Großbritannien hatte während des Ersten Weltkriegs große Verluste verkraften müssen. Viele Familien hatten ihre Männer und Väter verloren, das Land hatte auch erhebliche finanzielle Wagnisse eingehen müssen und stand nun der Herausforderung eines Wiederaufbaus bevor. Dabei sollten natürlich die hohen Reparationszahlungen seitens Deutschland behilflich sein, der Schock blieb trotzdem.

Es gibt kaum eine britische Familie, deren Verwandten nicht am Ersten Weltkrieg beteiligt waren. Deswegen erinnern sich die Menschen in Großbritannien auch heute noch an den 11. November und halten am Tag selbst zwei Schweigeminuten, um der Briten dieser Zeit zu gedenken. Sie erinnern sich dabei an die Gefallenen, aber auch an alle Überlebenden, die gesundheitliche oder psychische Schäden aus dem Krieg davongetragen haben.

Am ersten Sonntag nach dem 11. November wird das Remembrance Day Weekend in Großbritannien eingeleitet. Anlässlich dieses Wochenendes legt das Staatsoberhaupt in Anwesenheit des Premierministers und der Kriegsveteranen einen Strauß roter Mohnblumen am Cenotaph im Regierungsviertel Westminster in London nieder. Die Kriegsveteranen verkaufen an diesem Tag künstliche rote Mohnblumen, die im ganzen Land getragen werden. Deswegen wird der Tag in England auch als Poppy Day bezeichnet.

The Poppy - die Mohnblume

Die Mohnblume spielt eine tragende Rolle am Remembrance Day Weekend. Sie bildet den Strauß des Staatsoberhauptes, und auch die Londoner Gebäude werden in der Nacht auf den feierlichen Sonntag rot angestrahlt, um an die Bedeutung der Blume zu erinnern. Großbritannien war stark an den Kampfhandlungen in Flandern beteiligt und unterhielt dabei kanadische Unterstützung - unter anderem durch den kanadischen Lieutenant Colonel John McCrae, der dort als Sanitätsoffizier arbeitete.

Im Jahr 1915 hatte er den schweren Verlust eines Freundes während der Zweiten Flandernschlacht bei Ypern zu betrauern und schrieb zur Verarbeitung das in Großbritannien sehr bekannte Gedicht „In Flanders Fields“. Die roten Mohnblüten Flanderns sollen an all das vergossene Blut der gefallenen Soldaten erinnern - gleichzeitig spendeten sie McCrae die Hoffnung darauf, dass den Gräueln des Ersten Weltkriegs bald ein Ende gesetzt würde.

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