Good Friday

Ricardo Reitmeyer | Dreamstime.com

Good Friday

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Wie in Deutschland ist der Good Friday, für uns unter dem Namen Karfreitag bekannt, in Großbritannien ein Feiertag. Teilweise geht man in die Kirche. Vor allem ist der Good Friday aber ein stiller Tag. Es ist der Tag, an dem Jesus am Kreuz starb. Er wird wohl in allen Ländern ähnlich begangen. Dazu kommt, dass der Karfreitag oder eben Good Friday in der evangelischen Kirche der höchste aller Feiertage ist. Das gilt selbstverständlich auch für die anglikanische Kirche. In dieser Hinsicht sind sich die Feste in Deutschland und Großbritannien ziemlich ähnlich. Aber es gibt auch deutliche Unterschiede.

Einer liegt zum Beispiel darin, dass der Karfreitag in Deutschland ein strenger Fasttag ist. In Großbritannien wird für den Good Friday jedoch eine traditionelle Speise speziell gebacken. Es sind die Hot Cross Buns. Und es gibt sie zum Frühstück am Good Friday in fast jedem Britischen Haushalt. Eine Tradition, die in Deutschland völlig unbekannt ist. Die Hot Cross Buns, das sind kleine Milchbrötchen, welche mit Rosinen gefüllt werden.

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Doch wer denkt, dass sie mit den ganz normalen Milchbrötchen in Deutschland zu vergleichen sind, der irrt. Denn die Hot Cross Buns schmecken viel würziger als die Brötchen, die wir kennen. Woran dies liegt? Nun, vermutlich an der Muskatnuss und dem Zimt, mit dem die Brötchen gebacken werden. Diese geben den Hot Cross Buns den ganz besonders leckeren Geschmack. Maßgeblich daran beteiligt ist sicherlich auch noch die Zitronen und Zucker Glasur. In diese wird dann nach alter britischer Tradition ein Kreuz hinein geschnitten.

Dieses Symbol hat zwar zunächst einen absolut christlichen Gedanken, doch geht es auch auf das Sonnenrad der Heiden zurück. Dieses können die runden Brötchen mit dem Kreuz nämlich ebenso symbolisieren. Das Sonnenrad, welches zeigt, dass der Frühling endlich ankommt. Es war Elizabeth I., welche diese Hot Cross Buns erstmals für Christen erlaubte. Zuvor war ihr „heidnischer“ Beigeschmack immer ein Problem gewesen. Denn die Brötchen waren schon sehr früh bei heidnischen Ritualen und Zeremonien verspeist worden. Seit dieser Zeit haben sie in ihrer Herstellung und Zusammensetzung keinerlei Veränderung erfahren.

Es gibt zu den Hot Cross Buns auch die Legende einer Frau in London, deren Sohn zur See fuhr und Karfreitag zurück kommen sollte. Sie backte ihm die Hot Cross Buns, der Sohn kehrte jedoch niemals wieder. Seitdem backte die Frau Jahr für Jahr und sammelte die Brötchen bis zu ihrem Tod. Und noch heute sind die Hot Cross Buns in der Kneipe „The Widow's Son“ in London zu sehen.



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